Darsteller
Albert Florath
Der Sohn des Fabrikverwalters Joseph Florath und seiner Ehefrau Mathilde geb. Burkart besuchte die Schule in Brakel und das Realgymnasium in Paderborn. Er wurde Amtmannsanwärter in Delbrück, wo er in der Armen-, Kirchen- und Schulabteilung sowie in der Polizeiverwaltung tätig war…
149Filme
1888geboren
Bekannt für
Biografie
Der Sohn des Fabrikverwalters Joseph Florath und seiner Ehefrau Mathilde geb. Burkart besuchte die Schule in Brakel und das Realgymnasium in Paderborn. Er wurde Amtmannsanwärter in Delbrück, wo er in der Armen-, Kirchen- und Schulabteilung sowie in der Polizeiverwaltung tätig war. In Delbrück sammelte er auch erste Bühnenerfahrungen in Laienspielgruppen örtlicher Vereine.
1908 gab er seine Ämterlaufbahn auf und ging nach München-Schwabing, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Albert Florath debütierte 1908 als Bühnendarsteller am Hof-Theater in München. Er nahm Schauspiel-Unterricht bei Alois Wohlmut und schrieb nebenher Feuilletonbeiträge.
Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges trat Florath freiwillig ins bayerische Infanterie-Leibregiment ein, war unter anderem Rekrutenausbilder und wurde im Dezember 1916 in Rumänien als Offizierstellvertreter durch Kopfschuss verwundet. Bei Kriegsende war er Leutnant der Reserve.[2] Seine Kriegserlebnisse bewirkten in Florath ein politisches Umdenken, sodass er 1919 zunächst als sozialistischer Abgeordneter an der Bayerischen Nationalversammlung teilnahm. Nach dem Scheitern der bayerischen Räterepublik und dem Mord an Kurt Eisner ging Florath nach Berlin, wo er zwischen 1920 und 1944 dem Ensemble des Staatstheaters angehörte und auch Regie führte. 1938 wurde Albert Florath zum Staatsschauspieler ernannt.
Bereits 1918 gab er sein Debüt beim Film. Mit dem Aufkommen des Tonfilms etablierte sich der Charakterdarsteller Florath im Film mit zumeist kauzigen und bisweilen schrulligen, aber herzlichen Typen. So spielte er in Literaturverfilmungen wie Döblins Berlin Alexanderplatz, Hauptmanns Biberpelz und Ibsens Nora, in Dramen wie Friedrich Schiller – Triumph eines Genies (neben Horst Caspar), in Komödien wie Die Feuerzangenbowle, aber auch in propagandistischen Filmen wie Ich klage an, Junge Adler und in Jud Süß.
Nach dem Krieg kehrte er zu anspruchsvollen Rollen zurück, unter anderem in Liebe 47 (nach Wolfgang Borcherts Drama Draußen vor der Tür) und neben Curt Goetz in dessen Frauenarzt Dr. Prätorius und Das Haus in Montevideo. Daneben übernahm er Rollen in Heimatfilmen wie Moselfahrt aus Liebeskummer und Wenn der weiße Flieder wieder blüht (Romy Schneiders erstem Film).
Seine letzte Bühnenstation führte ihn schließlich nach Stuttgart. 1957 starb er, der viele Jahre alte Männer gespielt hatte, mit 68 Jahren im Regierungsbezirk Stuttgart. In der Gemeinde Gschwend wurde nach Albert Florath eine Straße im Ortsteil Schlechtbach benannt, wo er auch beerdigt ist. Florath lebte von 1938 bis zu seinem Tod in Schlechtbach. Seit 2011 trägt auch eine Straße in Floraths Geburtsstadt Bielefeld seinen Namen.
Quelle: Wikipedia
1908 gab er seine Ämterlaufbahn auf und ging nach München-Schwabing, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Albert Florath debütierte 1908 als Bühnendarsteller am Hof-Theater in München. Er nahm Schauspiel-Unterricht bei Alois Wohlmut und schrieb nebenher Feuilletonbeiträge.
Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges trat Florath freiwillig ins bayerische Infanterie-Leibregiment ein, war unter anderem Rekrutenausbilder und wurde im Dezember 1916 in Rumänien als Offizierstellvertreter durch Kopfschuss verwundet. Bei Kriegsende war er Leutnant der Reserve.[2] Seine Kriegserlebnisse bewirkten in Florath ein politisches Umdenken, sodass er 1919 zunächst als sozialistischer Abgeordneter an der Bayerischen Nationalversammlung teilnahm. Nach dem Scheitern der bayerischen Räterepublik und dem Mord an Kurt Eisner ging Florath nach Berlin, wo er zwischen 1920 und 1944 dem Ensemble des Staatstheaters angehörte und auch Regie führte. 1938 wurde Albert Florath zum Staatsschauspieler ernannt.
Bereits 1918 gab er sein Debüt beim Film. Mit dem Aufkommen des Tonfilms etablierte sich der Charakterdarsteller Florath im Film mit zumeist kauzigen und bisweilen schrulligen, aber herzlichen Typen. So spielte er in Literaturverfilmungen wie Döblins Berlin Alexanderplatz, Hauptmanns Biberpelz und Ibsens Nora, in Dramen wie Friedrich Schiller – Triumph eines Genies (neben Horst Caspar), in Komödien wie Die Feuerzangenbowle, aber auch in propagandistischen Filmen wie Ich klage an, Junge Adler und in Jud Süß.
Nach dem Krieg kehrte er zu anspruchsvollen Rollen zurück, unter anderem in Liebe 47 (nach Wolfgang Borcherts Drama Draußen vor der Tür) und neben Curt Goetz in dessen Frauenarzt Dr. Prätorius und Das Haus in Montevideo. Daneben übernahm er Rollen in Heimatfilmen wie Moselfahrt aus Liebeskummer und Wenn der weiße Flieder wieder blüht (Romy Schneiders erstem Film).
Seine letzte Bühnenstation führte ihn schließlich nach Stuttgart. 1957 starb er, der viele Jahre alte Männer gespielt hatte, mit 68 Jahren im Regierungsbezirk Stuttgart. In der Gemeinde Gschwend wurde nach Albert Florath eine Straße im Ortsteil Schlechtbach benannt, wo er auch beerdigt ist. Florath lebte von 1938 bis zu seinem Tod in Schlechtbach. Seit 2011 trägt auch eine Straße in Floraths Geburtsstadt Bielefeld seinen Namen.
Quelle: Wikipedia
Filmografie
Als Darsteller:in
1956
Wenn wir alle Engel wärenals Justizrat GeniusDrei Birken auf der Heideals Pastor MettelmannKirschen in Nachbars Gartenals Dr. Kieselbach, ArztMädchen mit schwachem Gedächtnisals ZigarrenladeninhaberEin Herz kehrt heimals Bürgermeister von NeuburgDas Erbe vom Pruggerhofals Justizrat Franz BeckerTierarzt Dr. Vlimmenals Dr. Dirksen
1955
1954
1953
1952
1951
1950
1949
Liebe 47als UnternehmerDas kleine Hofkonzertals Colonel FlummsDer Bagnosträflingals Livreuil - Präsident Bank von FrankreichKätchen für allesGefährliche Gästeals Leopold AndersSchicksal aus zweiter Handals Studienrat 'Pinguin'Die Freunde meiner Frauals Herr Fricke - Wirt vom HeidehofDiese Nacht vergess ich nieals Hendrick SurénVerführte Händeals Earl of RethcliffDerbyals Benningsen sen.
1945
1944
1943
1942
1941
1940
Zwischen Hamburg und Haitials WilmDas Herz der KöniginJud Süßals Obrist RöderFriedrich Schiller – Der Triumph eines Geniesals Pastor MoserDie Rothschildsals BearingDer Fuchs von Glenarvonals Baron O'ConnorLauter Liebeals Edwin HimmelsteigWunschkonzertDer dunkle PunktAngelikaals Dreßler sen.Beates Flitterwocheals Beates VaterDie unvollkommene Liebeals Kapitän Boll
1939
Hurra, ich bin Papaals Ludwig Ohlsen, Peters VaterParadies der Junggesellenals LandgerichtsdirektorDie Reise nach Tilsitals Lehrer SchleifIrrtum des Herzensals SteinmeyerAlarm auf Station IIIals Kommissar KalmiIm Namen des Volkesals Gastwirt BuggischEin ganzer Kerlals Dr.WillmerSpiel im Sommerwindals Konsul OsterkampDrunter und drüberDer Gouverneurals Oberst PerkaulenDie Stimme aus dem Ätherals Direktor der SchauspielschuleEine Frau wie Duals FabrikarztRoman eines Arztesals LandarztSchneider Wibbelals TotengräberWer küßt Madeleine?als Polizeipräfekt
1938
5 Millionen suchen einen Erbenals Millionär BucklespringDie Umwege des schönen Karlals Vater WernickeYvette. Die Tochter einer Kurtisaneals Pfarrer von BougivalEine Nacht im Maials Direktor Fleming Sr.Eine Frau kommt in die Tropenals Tropenarzt Dr. RugeFortsetzung folgtals JustizratFrauen für Golden Hillals SecretarySkandal um den HahnSteputat & Co.als Verteidiger
1937
1936
1935
1934
1931
1928
1925