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Der in einem abgelegenen Gebirgsgebiet lebende, alte Müller Jonas Lauretz ist ein wahrer Despot, seine Familie tyrannisiert er ständig. Immer wenn er zu viel getrunken hat, ist niemand vor ihm sicher. Mehr als einmal hat er Frau und Kinder geschlagen. Knecht Jöry wurde von seinen Schlägen derart schwer verletzt, dass alle in ihm nur noch den Krüppel sehen, und obendrein hat sich Lauretz vor aller Augen eine Geliebte zugelegt: Kuni, die Magd. Im Laufe der Jahre ist in der Familie Furcht in grenzenlosen Hass umgeschlagen. Wieder einmal wurde Sohn Nikolaus bei Wind und Wetter ins Tal geschickt, um für den Alten Schnaps zu besorgen. Doch auf dem Rückweg stürzt er in der vereisten Schlucht, und die Flasche geht zu Bruch. Nikolaus traut sich daher nicht mehr nach Hause, obwohl die ihm entgegenkommende Silvelie, das Nesthäkchen, verspricht, mit beider Vater zu reden, um Schlimmeres zu verhindern. Doch es hilft nichts: Außer sich vor Zorn schlägt Lauretz den halb erfrorenen Sohn mit der Peitsche fast tot. Da er nun ohne Alkohol ist, macht sich der brutale Tyrann selbst auf den Weg, um in der Schenke des Gastwirts Bündner einzukehren. Silvelie ist als einzige in der Familie in Lohn und Brot, sie hat eine Anstellung bei Bündner gefunden, der sie liebt. Inständig bittet sie den Schenkenbetreiber, ihrem Vater keinen Alkohol auszuschenken, da er dann noch unberechenbarer werde. Bündner hält sich an Silvelies Bitte, und die muss dafür den ganzen Zorn des Vaters ertragen, der wütend auf sie einschlägt. Ein von Bündner herbeigerufener Doktor verarztet das junge, geschundene Mädchen. Indessen trollt sich der alte Lauretz wieder. Doch daheim kommt er nie an. Rasch entsteht der Verdacht, einer aus der Familie könnte den furchtbaren Patron ermordet haben. Am ehesten hätte die ebenso schmächtige wie brave Silvelie einen Grund dafür. Für jeden in der Familie ist sein Verschwinden ein Segen, niemand weint dem Alten auch nur eine Träne nach. Nachdem der die Untersuchung führende, alte Amtmann während eines Verhörs stirbt, wird vorerst nicht weiter ermittelt. Man verdächtigt sich gegenseitig und ist sich doch nicht gewiss, ob das bestialische Familienoberhaupt nicht doch noch eines Tages wieder vor der Tür steht. Als der neue Amtmann von Richenau ins Dorf kommt, wird der Fall wieder aufgerollt. Er erfährt von der Familie Lauretz die ganze Wahrheit über den Alten und verliebt sich ganz nebenbei auch noch in Silvelie. Noch während er ermittelt, heiratet das junge Paar. Als Richenau vor der Familie seine Vermutung äußert, dass seine frisch Angetraute den Alten getötet habe, fangen alle anderen an zu reden und sagen, was sie wissen. Schließlich führt Bündner Silvelie und Richenau zur Brücke über den reißenden Fluss und gesteht, Lauretz dort in die Tiefe gestürzt zu haben. Dann springt er selbst in den Abgrund.
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