Germaine Montero
Darsteller

Germaine Montero

Germaine Montero, Künstlername von Germaine Berthe Caroline Heygel, geboren am 22. Oktober 1909 in Paris und gestorben am 29. Juni 2000 in Orange, war eine französische Schauspielerin und Sängerin. Anspruchsvoll und leidenschaftlich schuf und präsentierte sie herausragende Leistu…

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1909geboren

Bekannt für

Biografie

Germaine Montero, Künstlername von Germaine Berthe Caroline Heygel, geboren am 22. Oktober 1909 in Paris und gestorben am 29. Juni 2000 in Orange, war eine französische Schauspielerin und Sängerin.

Anspruchsvoll und leidenschaftlich schuf und präsentierte sie herausragende Leistungen als Schauspielerin und Sängerin und pflegte enge Beziehungen zu unter anderem Federico García Lorca, Jean Vilar, Jacques Prévert und Pierre Mac Orlan.

Germaine Montero wurde 1909 in Montmartre im 9. Arrondissement von Paris als Tochter eines elsässischen Vaters und einer normannischen Mutter geboren.

1931 ging sie nach Valladolid, um Spanisch zu lernen, und ließ sich einige Jahre später in Madrid nieder. Als Mitglied einer von Federico García Lorca geförderten Theatergruppe freundete sie sich mit dem Dichter an. Sie begann ihre Schauspielkarriere dort (mit Auftritten in spanischer Sprache) im Jahr 1932 und nutzte ihre Reisen durch das Land, um spanische Volkslieder zu sammeln. Ihren Künstlernamen wählte sie für einen Film, der jedoch nie realisiert wurde, da die Julirevolution von 1936, der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, sie noch im selben Jahr zur Rückkehr nach Frankreich zwang.

1938 feierte Germaine Montero in Paris die Premiere von Lope de Vegas *Font aux cabres* (in französischer Sprache), gefolgt von García Lorcas *Bluthochzeit* (in der Rolle des jungen Mädchens, Juni 1938). Dank Germaine Montero wurde Lorcas Werk dem französischen Publikum nähergebracht. Sie spielte auch in Jean Anouilhs *Le Bal des voleurs* (1938). Jacques Copeau bot ihr eine Stelle an der Comédie-Française an, die sie jedoch ablehnte (da ihr die dort herrschende „Concierge“-Atmosphäre missfiel).

Von Agnès Capri engagiert, um deren spanische Lieder zu interpretieren, lernte sie Jacques Prévert kennen. Während der Besatzungszeit organisierte sie eine Konzerttournee mit Werken von Prévert, begleitet von Josef Kosma am Klavier. Sie tourte damit durch die Freie Zone und sogar bis in die Schweiz nach Kriegsende. Ihre Bühnenauftritte beschränkte sie auf Theater (Festival von Avignon 1947, Théâtre National Populaire in Chaillot 1951), den Großteil ihrer Gesangskarriere widmete sie jedoch ab 1948 den Schallplattenaufnahmen. Ihr Repertoire besteht hauptsächlich aus Liedern älterer Komponisten wie Béranger und Bruant sowie zeitgenössischen Komponisten wie Prévert, Desnos, Ferré, Ducreux und MacOrlan. Im Gespräch mit Martin Pénet erinnert sich die 88-Jährige mit ungebrochener Aufrichtigkeit und Begeisterung an ihre Karriere. Ebenfalls vertreten sind Bronislav Horowicz, ehemaliger Produzent bei France Culture, und Maurice Grosjean, ehemaliger künstlerischer Leiter von Disques Vega.

Etwa zur selben Zeit begann sie, im Cabaret „Chez Agnès Capri“ spanische Volkslieder zu singen. 1941/42 trat sie in Cabarets in der unbesetzten Zone (Nizza, Cannes, Marseille) auf, wirkte in Hörspielen mit und wechselte zum Cabaret „Chez Gilles“ in Lausanne, wo sie mehrere Aufnahmen machte. 1945 arbeitete sie während eines Aufenthalts in Montpellier mit Joseph Kosma zusammen, der in Palavas-les-Flots Urlaub machte. Gemeinsam stellten sie ein Liederprogramm mit Stücken von Jacques Prévert zusammen, der sie für die Aufführung seiner Lieder gewinnen wollte. Dieses Programm gab sie anschließend im Théâtre de l’Athénée in Paris.

Filmografie

Als Darsteller:in

Ton