Caroline Cellier

Biografie

Caroline Cellier (7. August 1945 – 15. Dezember 2020) war eine französische Schauspielerin. Sie wirkte in Filmen wie „Das Jahr der Quallen“, „Das Leben, die Liebe, der Tod“ und „Das Vergnügen (und seine kleinen Abenteuer)“ mit.

Caroline Cellier, geborene Monique Marie Louise Cellier, wurde am 7. August 1945 in Montpellier, Frankreich, geboren. Im Alter von acht Jahren zog ihre Familie nach Paris. Mit 16 Jahren begann sie ihr Schauspielstudium am Cours Simon, einer der renommiertesten Schauspielschulen Frankreichs. Zunächst besuchte sie zwei Jahre lang donnerstagnachmittags die Schule, ab 18 Jahren dann ein ganzes Jahr lang täglich. Bereits im darauffolgenden Jahr, mit nur 19 Jahren, stand sie auf der Bühne. Für ihr schauspielerisches Talent wurde sie zweimal ausgezeichnet. 1966 spielte sie über ein Jahr lang in dem berühmten Musical „Pygmalion“. Das Stück wurde ein großer Erfolg. Danach begann sie ihre Fernsehkarriere mit Auftritten in einigen Fernsehserien und Filmen wie „Que la Bête meure“ von Claude Chabrol (1969). Sie war sowohl im Kino als auch im Theater tätig. 1970 wurde sie die Partnerin des berühmten französischen Schauspielers Jean Poiret. Er war 19 Jahre älter als sie, was die beiden jedoch nicht störte. Auch in den 1970er Jahren wirkte sie in zahlreichen Filmen und Theaterstücken mit und brachte im November 1978 ihren Sohn Nicolas Poiret zur Welt. In den 1980er Jahren erreichte ihre Schauspielkarriere ihren Höhepunkt. Sie spielte in Filmen wie „Poker“ oder „Poulet au vinaigre“. 1984 übernahm sie die wichtigste Nebenrolle in Christopher Franks Film „L'année des Méduses“ (Das Jahr der Medusen). Für diese Rolle gewann sie den César (das französische Pendant zum Oscar) als beste Nebendarstellerin. 1989 heiratet sie schließlich Jean Poiret. In den 1990er Jahren tritt sie in einigen Filmen auf. 1991 spielt sie eine Nebenrolle in dem Film „La Contre-allée“ (kein Pornofilm). 1992 dreht Jean Poiret seinen ersten Film, „Le Zèbre“, und besetzt die Hauptrollen mit seiner Frau und Thierry Lhermitte. Er stirbt jedoch drei Monate vor dem Kinostart. Caroline übernimmt die Promotion allein. In den folgenden Jahren ist sie kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen. 1997 spielt sie in der berühmten französischen Komödie „Didier“. 1998 verkörpert sie Blanche Dubois in Tennessee Williams’ „Endstation Sehnsucht“, für die sie für den Molière Award (das französische Pendant zum Oscar) nominiert wird. 2001 spielt sie Mrs. Erlynne in Oscar Wildes „Lady Windermeres Fächer“. Sie wirkte in den 2000er-Jahren in zwei weiteren Filmen mit: 2007 in „Fragiles“ und 2010 in „Thelma, Louise et Chantal“ an der Seite von Jane Birkin und Catherine Jacob. Letzterer Film war ihr letzter. 2013 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Laut ihrem Sohn rasierte sie sich daraufhin als erstes den Kopf. Sie kämpfte sieben Jahre gegen den Krebs, bevor sie in der Nacht zum 15. Dezember 2020 im Alter von 75 Jahren verstarb.

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