Dokumentarfilm 2022 1h 26m

Bastard in Mind

Regie: Sobo Swobodnik

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

BASTARD in mind ist ein Experiment, ein experimenteller Doku­men­tar­film-Essay, der die universellen Themen Schicksalsschlag, Angst, Endlichkeit und Tod anhand einer persönlichen Geschichte behandelt und formal irgendwo zwischen Chris Markers "La Jetée" von 1962 und Laurie Andersons "Heart of a dog" von 2016 ansiedelt, dem eine ästhetische wie inhaltliche Versuchs­an­ord­nung zu­grunde liegt, in der das unfassbar Scheinende einen Ausdruck erhält.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Der Film spielt einige Jahre nach dem Sezessionskrieg in Wyoming und erzählt in Form eines Kammerspiels von mehreren Personen, deren Wege sich während eines Schneesturms in einer Herberge an einem Gebirgspass kreuzen. Er ist, wie bei Tarantino üblich, in Kapitel aufgeteilt; das vorletzte davon ist eine Rückblende. Kapitel 1: Die letzte Kutsche nach Red Rock Während eines aufziehenden Schneesturms transportiert der schwarze Kopfgeldjäger Marquis Warren die Leichen von drei zur Fahndung Ausgeschriebenen in die Stadt Red Rock. Da sein Pferd verendet ist, hält er eine vorbeikommende Kutsche an, die von einem Mann namens O. B. gelenkt wird. Seine Passagiere sind „Der Henker“ John Ruth, ebenfalls Kopfgeldjäger, und dessen Gefangene Daisy Domergue. Widerwillig lässt Ruth Warren mitfahren. Warren zeigt Ruth einen Brief, den ihm Präsident Abraham Lincoln persönlich geschrieben haben soll. Als Domergue auf den Brief spuckt, gibt ihr Warren einen so heftigen Schlag, dass sie aus der Kutsche fällt. Da sie an Ruth gekettet ist, reißt sie ihn mit ins Freie. Kapitel 2: Der Schweinehund in der Pfanne Während sich bei der unfreiwilligen Rast der Schneesturm nähert, kommt Chris Mannix auf sie zu, der ebenfalls sein Pferd verloren hat und Ruth überredet, ihn mitzunehmen. Mannix behauptet, er werde in Red Rock die Stelle des Sheriffs antreten. Ruth traut ihm nicht, daher schließen er und Warren eine Allianz, um gegenseitig ihre Kopfgelder zu beschützen. Mannix provoziert Warren durch die kontroverse Darstellung der Schlacht von Baton Rouge, in der Warren auf Seiten der Union und Mannix’ Vater auf Seiten der Konföderierten gekämpft hat. Außerdem thematisiert er Warrens unehrenhafte Entlassung aus der Armee. Warren brach damals aus einem Gefängnis der Südstaaten aus, indem er ein Feuer legte und es somit niederbrannte. Dabei kamen neben konföderierten Truppen auch Mitgefangene der Unionsarmee um, weswegen er später zur Rechenschaft gezogen wurde. Er konnte der Todesstrafe nur aufgrund seiner vorherigen militärischen Erfolge im Kampf gegen die Indianer entgehen. Warren bringt Mannix schließlich mit vorgehaltener Waffe zum Schweigen. Kapitel 3: Minnies Miederwarenladen Mit dem Einsetzen des Schneesturms erreicht ihr Gespann die Kutschenstation mit Minnies Hütte. Dort werden sie vom Mexikaner Bob empfangen, der vorgibt, in Abwesenheit der Eigentümerin Minnie Mink und ihres Lieblings Sweet Dave die Herberge zu bewirtschaften. Weitere Anwesende sind Oswaldo Mobray, der sich als Henker der Stadt Red Rock vorstellt, der Cowboy Joe Gage und der ehemalige Konföderierten-General Sanford „Sandy“ Smithers. Ruth entwaffnet mit Warrens Hilfe Gage und Mobray, da er befürchtet, diese stünden mit Domergue im Bunde und wollten sie befreien. Warren fällt eine einzelne Geleebohne zwischen den Bodendielen auf und er bemerkt, dass eines der großen Gläser mit Süßigkeiten im Ladenregal fehlt. Bereits zu Beginn ihres Aufenthalts kommt es zu Spannungen zwischen Warren und dem rassistischen Smithers, die in der Schlacht von Baton Rouge auf verschiedenen Seiten gekämpft haben. Chris Mannix stellt sich als ehemaliger CSA-Hauptmann auf die Seite seines alten bewunderten Vorgesetzten. Oswaldo Mobray kann die Situation entschärfen und schlägt vor, Minnies Laden in eine Südstaaten-Hälfte „Georgia“ und eine Nordstaaten-Hälfte „Philadelphia“ aufzuteilen, um zukünftig Konflikte zu vermeiden. Während des gemeinsamen Essens beschuldigt Mannix Warren, den Lincoln-Brief gefälscht zu haben. Warren gibt die Fälschung zu und erzählt, dadurch habe er etwas mehr Spielraum bei weißen Rassisten. Ruth ist empört über den Betrug. Warren verlässt den Tisch und setzt sich in den Sessel am Kamin gegenüber von Smithers. Er demütigt den General, indem er behauptet, seinen Sohn Chester Charles Smithers umgebracht zu haben. Er überlässt Smithers einen seiner Revolver und provoziert ihn weiter, indem er erzählt, wie er den Sohn gefoltert und sexuell missbraucht habe. Mannix warnt Smithers, dass Warren ihn nur provozieren wolle, damit er Warren angreift und dieser ihn in Notwehr töten kann. Damit will er Rache für ein Kriegsverbrechen von Smithers nehmen, der in der Schlacht von Baton Rouge ein gefangenes Bataillon afroamerikanischer Soldaten aus Hass exekutieren ließ. Dieser Plan gelingt: Als Smithers nach dem Revolver greift, erschießt ihn Warren. Kapitel 4: Domergue hat ein Geheimnis Während die Gruppe durch die Konfrontation abgelenkt ist, beobachtet Domergue, wie jemand Gift in den Kaffee gibt. O. B. und Ruth trinken davon, erbrechen Blut und kollabieren. Mannix steht im Begriff, ebenfalls davon zu trinken, als Ruth ihn noch warnen kann. Benebelt schlägt Ruth auf Domergue ein. Sie greift nach seinem Revolver und erschießt ihn. Warren entwaffnet sie und sie bleibt an Ruths Leiche gekettet. Warren befiehlt Mobray, Gage und Bob, sich an der Wand aufzustellen, da er herausfinden will, wer den Kaffee vergiftet hat. Er vertraut Mannix, da der beinahe ebenfalls davon getrunken hätte. Auch Bob kann es nicht gewesen sein, da dieser in der fraglichen Zeit zwischen dem Essen und dem Tod von Ruth und O. B. „Stille Nacht“ auf dem Klavier gespielt hat, das weit von der Kaffeekanne entfernt steht. Allerdings leitet Warren her, dass Bob die Lodge-Besitzerin Minnie und Sweet Dave umgebracht haben muss, und erschießt ihn. Als Warren damit droht, auch Domergue mit dem Kaffee umzubringen, gesteht der von Mannix schon vorher verdächtigte Joe Gage die Vergiftung des Kaffees. Er tut dies in dem Moment, als Warren sich über der Falltür zum Kellergeschoss befindet, sodass dieser genau darauf stehen bleibt. Jody, Daisys Bruder und Kopf der Bande, der sich die ganze Zeit über im Keller versteckt gehalten hat, schießt Warren durch die Bodendielen in die Hoden. Mobray zieht eine verborgene Waffe und schießt auf Mannix, der schwer getroffen noch zurückschießen kann und Mobray ebenfalls schwer verletzt. Kapitel 5: Die vier Passagiere Das Kapitel erzählt in einer Rückblende den Verlauf des Vormittags. Bob, Gage, Jody und Mobray kommen mit einer Kutsche zu „Minnies Miederwarenladen“ und ermorden alle außer Smithers. Sie haben vor, einen Hinterhalt vorzubereiten, um Jodys Schwester Daisy zu befreien. Bei den Tötungen zerbirst eines der Gläser mit Geleebohnen, die sich über den ganzen Boden verteilen. Da eine weitere Person die Situation authentischer macht, lassen sie Smithers am Leben, wenn er verspricht, den Plan nicht zu verraten. Sie werfen die Leichen in den Brunnen, beseitigen beinahe alle Spuren ihrer Tat und verstecken Waffen griffbereit. Als Ruths Kutsche eintrifft, verbirgt sich Jody im Keller. Letztes Kapitel: Schwarzer Mann, weiße Hölle Mannix und Warren, beide schwer verletzt, halten Domergue, Gage und den sterbenden Mobray mit vorgehaltener Waffe in Schach. Mannix droht, Domergue zu erschießen, sollte Jody den Keller nicht verlassen. Als Jody hinaufsteigt und sich ergibt, schießt Warren ihm in den Kopf. Domergue droht damit, dass weitere 15 Männer von Jodys Bande darauf warten, die Stadt Red Rock zu plündern und sie aus den Händen von Warren zu befreien, falls Mannix Warren nicht erschießen sollte. Sie versucht, ihn mit den Kopfgeldern zu locken, die auf ihre Bandenmitglieder ausgesetzt sind. Der tote Bob ist „Marco, der Mexikaner“, Oswaldo Mobray ist „English Pete Hicox“ und Joe Gage „Grouch Douglas“, allesamt gesuchte Mitglieder von Jody Domergues Bande. Mannix traut ihr jedoch nicht. Als der schwer verletzte Mobray versucht, Partei für sie zu ergreifen, wird er von Warren erschossen. Daraufhin zieht Gage einen der an verschiedenen Stellen versteckten Revolver unter seinem Tisch hervor, wird aber von Mannix und Warren ebenfalls erschossen. Warren versucht, auch Domergue zu erschießen, hat jedoch keine Munition mehr. Mannix sieht in Domergues Drohungen einen Bluff, wird aber wegen des Blutverlusts ohnmächtig. Durch die beiden schwer Verletzten nun nicht mehr bedroht, befreit sie sich, indem sie Ruths Arm samt der Handschelle mit einer Machete abhackt. Als sie Gages am Boden liegende Waffe erreicht, kommt Mannix wieder zu Bewusstsein und schießt Domergue an. Warren überredet Mannix, Domergue zu Ehren von Ruth am Dachbalken zu erhängen. Dabei erinnern sie sich an Ruths Berufsmotto: „Hängen muss man nur miese Bastarde. Aber miese Bastarde muss man hängen.“ Als sie tot ist und Warren und Mannix im Sterben liegen, liest Mannix den gefälschten Lincoln-Brief vor und lobt Warren für dessen „schönen Einfall“. Warren bedankt sich und der Film endet. ↑ Filming Starts for Quentin Tarantino’s The Hateful Eight. Abgerufen am 16. August 2015.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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Guerilla Film Koop.

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