Frankreich 1944, nach der Invasion der Alliierten: Der deutsche Panzerkommandant Lt. Hunter (Stan Cooper) ist von seiner Truppe abgeschnitten. Der Fantatiker will um jeden Preis zu den deutschen Linien durchstoßen. In einem kleinen Städtchen nimmt er die blonde Jeannette (Erna Schurer) als Geisel. Sie soll ihm den Weg zu seiner Truppe zeigen.
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Fiat Homo (Lasset uns Menschen machen) Lobgesang auf Leibowitz beginnt 600 Jahre nach dem Untergang der Zivilisation des 20. Jahrhunderts durch einen globalen Atomkrieg, der als die große Flut bekannt ist. Im Verlauf der Handlung zeigt sich, dass es als Folge des Krieges zu einer heftigen Reaktion gegen die Kultur des Wissens und der Technologie kam, die zur Entwicklung von Atomwaffen geführt hatte. Während dieser Gegenreaktion, genannt die Vereinfachung oder Simplifizierung, werden Bücher und Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts von den einfachen Leuten (die sich selbst „Simpel“ nennen) zerstört. Analphabetismus wurde alltäglich und Wissenschaftler wurden ermordet. Isaac Edward Leibowitz war ein jüdischer Elektrotechniker bei den US-Streitkräften. Er hatte den Krieg überlebt, konvertierte zum Katholizismus und wurde Buchschmuggler und Einpräger; armselige Bemühungen, Überbleibsel der untergegangenen Kultur zu bewahren. Bei einer Buchschmuggel-Aktion wurde Leibowitz entdeckt und zu Tode gemartert. Eine Schar Mönche des katholischen „Albertinischen Ordens vom Seligen Leibowitz“ bewahrt das Andenken des Ordensgründers. Obwohl ihnen das Verständnis und das Wissen für die Schriften und Überlieferungen dieser Zeit fehlt, bewahren und kopieren sie gewissenhaft technische Skizzen und andere Aufzeichnungen des 20. Jahrhunderts. Im 26. Jahrhundert ist der 17-jährige Novize Bruder Francis Gerard auf einer Vigil in der Wüste. Während der Suche für einen Schlussstein seines Unterstandes erscheint ein Wanderer, angeblich auf dem Weg zur Abtei, der ihm den passenden Stein zeigt und ihn mit zwei hebräischen Zeichen beschriftet. Der Stein passt perfekt und unter weiterem Geröll entdeckt Francis den Eingang zu einem Schutzbunker bei radioaktivem Niederschlag. Der Bunker enthält Reliquien, wie handschriftliche Notizen auf zerfallenden Notizblöcken mit kryptischen Texten wie „Ein Pfund Pastramischinken, eine Büchse Sauerkraut, sechs Mazzes für Emma mitbringen.“ Die Entdeckung der alten Dokumente verursacht Unruhe im Kloster, da die anderen Mönche spekulieren, dass die Reliquien vom Seligen Leibowitz selbst geschrieben seien. Gerüchte gehen um, dass der Wanderer – der letztlich nie in der Abtei aufgetaucht ist – Leibowitz selbst war. Francis bestreitet das energisch, aber ebenso beharrt er darauf, dass die Begegnung mit dem Wanderer stattgefunden habe. Abt Arkos, der Leiter des Klosters, macht sich Sorgen, dass die Entdeckung so vieler potenziell heiliger Leibowitz-Reliquien den Kanonisierungsprozess aufhalten könnte, und schickt Francis zurück zum Fasten in die Wüste. Jahre später wird die Abtei von den Monsignores Aguerra (Advocatus Dei) und Flaught (Advocatus Diaboli) besucht. Beide sollen im Fall Leibowitz und Heiligkeit ermitteln. Schließlich wird aus dem Seligen Leibowitz doch noch der Heilige Leibowitz und Bruder Francis wird als Repräsentant des Klosters zur Kanonisierungsfeier gesandt. Im Gepäck hat Francis Geschenke für den Papst dabei: Die Dokumente aus dem Bunker, die er einst gefunden und eine illuminierte Lichtpause, an der er Jahre gearbeitet hat. Auf der Reise wird er überfallen und seiner Illumination beraubt. Trotzdem reist Francis ins Neue Rom und erhält eine Audienz beim Papst. Francis präsentiert dem Papst die übriggebliebenen Dokumente. Francis wird auf seiner Rückreise ermordet. Der Wanderer entdeckt und begräbt ihn. Fiat Lux (Es werde Licht) Im Jahr 3174 bewahrt der „Albertinische Orden des Heiligen Leibowitz“ noch immer das halbverstandene Wissen aus der Alten Zeit vor der großen Flut auf. Thon Taddeo Pfardentrott, ein hochangesehener weltlicher Gelehrter, ist von seinem Cousin Hannegan, Bürgermeister von Texarkana, in das Kloster geschickt worden. Taddeo ist an der vom Orden erhaltenen Sammlung von „Erinnerungsstücken“ interessiert. Vor dessen Ankunft trifft sich der Abt Dom Paulo mit dem Wanderer, der sich jetzt Benjamin Eleasar bar Joshua nennt und durchblicken lässt, der Ewige Jude zu sein. Unterdessen schließt Hannegan mit dem Königreich Laredo und benachbarten, relativ zivilisierten Stadtstaaten ein Bündnis vorgeblich gegen die nomadischen Krieger. Tatsächlich will er die gesamte Region unter seine Kontrolle bekommen. Monsignore Apollo, der päpstliche Nuntius, der sich am Hof aufhält, berichtet das nach New Rome und wird als Spion hingerichtet. Hannegan versucht ein Schisma zu initiieren, bei der Loyalität zum Papst mit dem Tode bestraft werden soll, aber die Kirche exkommuniziert ihn. Fiat Voluntas Tua (Dein Wille geschehe) Es ist das Jahr 3781, und die Menschheit hat wieder Atomkraft und -waffen sowie Raumschiffe und extrasolare Kolonien. Zwei Supermächte beherrschen die Welt: Die Asiatische Koalition und die Atlantische Konföderation führen seit 50 Jahren einen Kalten Krieg. Des Leibowitz-Ordens Bestandserhaltung der Memorabilia hat dazu beigetragen. Der Abt der Leibowitz-Abtei, Dom Jethras Zerchi, schlägt Neu-Rom vor, die Kirche solle die Krisenpläne mit „bestimmten Fahrzeugen“, die die Kirche seit 3756 in Besitz hat, in Kraft setzen, da in der Stadt Itu Wan (Asiatische Koalition) eine unterirdische Atomexplosion stattfand, die die Atlantische Konföderation mit einem atomaren „Warnschuss“ über dem Südpazifik beantwortet. In Neu-Rom wird beschlossen, den Ausreiseplan innerhalb von drei Tagen auszuführen. Der Abt ernennt Bruder Joshua zum Führer der Raummission. Ausgewählte Mönche und Priester sollen die Erde im Falle eines Atomkrieges verlassen und sich auf einem Planeten hinter Alpha Centauri niederlassen. Die Ordens-Memorabilien werden die Mission begleiten. Während des Waffenstillstands bietet die Abtei Fallout-Flüchtlingen Asyl. Hier kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Abt und einem von der Regierung bestellten Arzt über die Euthanasie von verstrahlten Flüchtlingen. In der Nähe ereignet sich eine Nuklearexplosion. Abt Zerchi wird von den einsinkenden Mauern der Abtei verschüttet. Unter dem Schutt befindet sich ein Schädel, dem ein Pfeil aus der Stirn ragt (vermutlich Bruder Francis Gerard aus dem ersten Teil des Buches). Nach dem Tod des Abtes schwenkt die Szenerie zu Joshua, der als letztes Besatzungsmitglied das Raumschiff betritt. Als Coda stellt Miller eine Vignette der ökologischen Aspekte des Krieges: Seevögel und Fische erliegen dem giftigen Fallout, und ein Hai schwimmt in besonders tiefes Wasser und verschiebt so seinen Tod. Der Schlusssatz des Buches lautet: der Hai war „sehr hungrig in dieser Saison“. ↑ Lobgesang auf Leibowitz, ungekürzte Neuausgabe, München, 1979, ISBN 3-453-30577-9, S. 30
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