Der vom Pech verfolgte Bauer Chmyr gerät von einer Bredouille in die nächste. Das Glück, auf dessen Suche er geht, scheint ihm nicht wohlgesonnen: Zwar findet er einen Beutel voll Geld, aber daraus erwachsen ihm nur neue Probleme. Chmyr muss sich gegen Diebe, Priester, Bauern, Soldaten, Kaufleute und sogar gegen den Zaren behaupten.
Die Ausbeutung eines Bauernpaares durch Großgrundbesitzer und Popen endet erst nach der Oktoberrevolution durch die Einführung der Kolchosen-Wirtschaft. Chaplineske Stummfilmkomödie (!), die ihre politische Botschaft mit satirischem Witz und filmischem Raffinement vermittelt. Erster Kinofilm des sowjetischen Regisseurs Aleksandr Medwedkin, von S. M. Eisenstein hochgelobt, aber bei Kritik und Publikum seinerzeit wenig erfolgreich. Inszenatorisch bedient sich der Film der Mittel der Farce und der Burleske, nimmt Anleihen beim Surrealismus und beim Expressionismus. Er gilt als einer der originellsten Filme des sowjetischen Kinos.
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Nach dem Tode des Großvaters, der gestorben ist, nachdem er den reichen Nachbarn Foka beim Schlemmen beobachtet hatte und daraufhin beim Versuch, diesen zu bestehlen, erwischt worden war, schickt Bäuerin Anna ihren Mann Chmyr fort, das Glück zu suchen. Ein Pope und eine Nonne finden auf einer Brücke ein Portemonnaie voll Geld, das ein Kaufmann auf dem Rückwege vom Jahrmarkt verloren hat. Beide prügeln sich um den Fund. Chmyr, der hinzukommt, nimmt heimlich das Geld an sich, ohne dass die Prügelnden ihn bemerken. Von dem Geld kauft sich Chmyr ein gepunktetes Pferd, das ihm das Stroh vom Dache frisst. Als es zum Pflügen eingespannt werden soll, klappt es zusammen. Als sich statt seiner Anna vor den Pflug spannt, klappt auch sie zusammen. Nachbar Foka schilt Chmyr einen Sklaventreiber. Doch als es daran geht, die Ernte einzufahren, stellen sich Pope, Nonne, Gendarmen und Offiziere ein, um ihren Zehnt davon einzutreiben. Chmyrs Ernte wird in vollen Wagen vom Hof gefahren. Als sich in der Nacht zwei Diebe auf den Hof schleichen, um die mit schweren Schlössern gesicherten Truhen zu erbrechen, ist darin nichts mehr zum Stehlen übrig. Dem hinzukommenden Chmyr schenken sie noch einen Rubel und zehn Kopeken – aus Mitleid. Verzweifelt beschließt Chmyr, zu sterben. Schon beginnt er, sich einen Sarg zu zimmern, da tadeln ihn Pope und Gendarm. Wenn der Bauer stirbt, sagen sie, wer soll dann Russland ernähren? Daraufhin besetzen Husaren und Offiziere den Hof, Soldaten ergreifen Chmyr und verhaften ihn. Anna, die ihn befreien will, wird weggestoßen. Jahre sind vergangen. Chmyr sitzt auf dem Bock des Tankwagens. Jetzt ist er Wasserfuhrmann der Kolchose, seine Frau Anna aber sitzt hinterm Lenkrad eines Traktors. Der braucht Wasser zum Kühlen des heiß gelaufenen Motors. Doch Chmyr ist eingeschlafen auf seinem Bock. Einen Traktoristen, der Hilfe bringen soll, lenkt Nachbar Foka mit einem Wodkafrühstück ab. Am Ende gerät der Traktor außer Kontrolle und rollt auf einen Abgrund zu. Foka springt auf und bringt ihn zum Stehen. Chmyr bekommt ein Gewehr und soll die Ernte der Kolchose bewachen. Die beiden Diebe, dazu der Pope und die Nonne, beschließen, das Kornhaus auszurauben. Chmyr bemerkt es nicht; erst, als der Dieb den Boden des Kornhauses mit einem großen Bohrer durchlöchert, geht er mit seinem Gewehr los, versteht es jedoch nicht, den Dieb zu stellen. Nachbar Foka lenkt Chmyr ab, indem er ihn auf ein Schaf im Kürbisfeld aufmerksam macht. Derweil tragen die Diebe das ganze Kornhaus weg. Chmyr merkt nichts. Als er sich umdreht, ist es weg. Erschrocken springt er auf und wird von den Dieben eingesperrt. Anna sieht, wie das Kornhaus weggetragen wird. Mit dem Aufseher und den übrigen Kolchosemitgliedern fangen sie es wieder ein und befreien Chmyr. Der Aufseher nimmt ihm das Gewehr, mit dem er nicht umgehen konnte, wieder fort. Anna (im Zwischentitel): „Geh’ Chmyr! Aus dir wird nie ein rechtschaffener Mann!“. Chmyr schämt sich. Es wird Frühjahr. Ein Zwischentitel mahnt: „Wir machen die Pferde für die Aussaat bereit!“. Foka aber will die Arbeit sabotieren und die Pferdeställe anzünden. Chmyr will ihn daran hindern. Er tritt das Feuer aus, ringt mit Foka und wird überwältigt. Foka setzt die Ställe in Brand, doch Chmyr gelingt es, die Pferde aus den schon brennenden Ställen zu retten. Dabei wird er von einem Balken getroffen und fällt in Ohnmacht. Inzwischen hat der Aufseher die Kolchosbauern alarmiert. Chmyr wird gerettet. Als er erwacht, zeigt er auf Foka: Das ist der Brandstifter. Die Kolchosbauern ergreifen Foka. Chmyr wird in der Stadt neu eingekleidet. Seine alten Sachen birgt er in einem Bündel, welches gleichsam seine Vergangenheit enthält. Seine Versuche, es loszuwerden, schlagen fehl, denn Verkäufer, Schneider und Schutzmann wollen es ihm wiedergeben. Selbst die beiden Diebe, die sich anschleichen, wollen die Sachen nicht mehr und werfen sie von sich. Chmyr, modern gekleidet mit Schlägermütze, und seine Anna sehen zu und lachen.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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