Berlin, 1942. Cioma Schönhaus ist entschlossen, sich von den Nazis nicht die Liebe zum Leben nehmen zu lassen. Sein Talent, Dokumente – insbesondere Pässe – zu fälschen, nutzt der junge jüdische Mann als Möglichkeit, um sich und anderen zu helfen und der Deportation zu entkommen
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In Berlin im Jahr 1942. Seit seine Eltern in den Osten deportiert wurden, lebt Cioma Schönhaus alleine in der geräumigen Wohnung, bis zu dem Tag, an dem er seinen Freund Det bei sich aufnimmt. Der junge Schneider kommt gut bei den Frauen an, und dank seines Charmes und seines guten Kontakts zu Marktfrauen kann er Cioma und sich Vieles ermöglichen, das man nicht für Geld bekommt. Cioma ist Jude, lässt sich aber weder von den Nationalsozialisten einschüchtern noch die Lebensfreude nehmen. Daher mischen sich er und Det regelmäßig unter die Menschen, da ihm die Öffentlichkeit als ein gutes Versteck erscheint. Mit der Identität von Marineoffizieren, die sie für sich selbst geschaffen haben, werfen sie sich mit erfundenen Namen und Geschichten aus dem Krieg in das Nachtleben der Stadt. An diesem Abend lernt Cioma Gerda kennen, die beiden werden ein Paar. Cioma besuchte vor dem Krieg eine Grafikschule und arbeitet nun in einem Rüstungsbetrieb, weswegen er vom Dienst an der Front befreit ist. Eines Tages wird er von Anwalt Kaufmann beauftragt, Ausweispapiere für Menschen zu fälschen, die aus Deutschland flüchten wollen. Der gläubige Mann tut dies aus christlicher Nächstenliebe und bittet Cioma, immer eine Krawatte bei sich zu tragen, um sich damit aufhängen zu können, sollte die Gestapo bei ihm auftauchen. Kaufmann sammelt Originalpapiere in den Opferstöcken der Kirche seiner Gemeinde, solidarische Christen werfen sie dort ein. Für seine Arbeit erhält Cioma Lebensmittelkarten und macht sich mit Freude ans Werk. Tagsüber fälscht er nun Ausweise mit nur einem Pinsel, etwas Tinte und seiner ruhigen Hand und rettet vielen hierdurch das Leben. Eines Tages versiegelt Kriminalbeamter Heiner die leerstehenden Zimmer seiner Eltern, um zu verhindern, dass die Möbelstücke, die nun Staatseigentum sind, verschwinden. Als er weg ist, entfernt Cioma das Siegel und bereitet für den Fall einer Kontrolle ein gefälschtes vor. Det lädt Marktfrauen ein, sich in der Wohnung nach Sachen umzuschauen, die sie von den beiden kaufen möchten. Die Verkaufsveranstaltung wird von Frau Peters gestört, der Witwe des ehemaligen Blockwarts aus dem Erdgeschoss, die genau weiß, was in allen Wohnungen im Haus geschieht. Sie macht Cioma den Vorschlag, die Sachen für ihn zu veräußern. Wenn dies abgeschlossen sei, müssten die beiden jungen Männer die Wohnung verlassen. Cioma kann dieses Angebot nicht ablehnen. Auch wenn alle ihm sagen, er solle vorsichtig sein und die Öffentlichkeit meiden, fährt Cioma meist mit dem Bus, was Juden verboten ist. Nachdem Cioma und Kaufmann länger nicht mehr zusammengearbeitet haben, Cioma seine Arbeit in der Rüstungsfabrik wegen mehrmaligen Zuspätkommens verloren hat und nun keine Lebensmittelmarken mehr erhält, widmet er sich fortan ganz dem Fälschen von Pässen. In einem leer stehenden Lebensmittelladen richten sie eine Druckerei ein. Dort fälscht Cioma tagsüber gemeinsam mit dem 20 Jahre älteren Ludwig Lichtwitz Ausweise. Mit dem Geld, das Frau Peters für die Möbel seiner Eltern bekommen hat, leisten sich Det und Cioma eine kleine Wohnung. Cioma nennt sich nun Peter Schönhausen und spielt vor den neuen Nachbarn einen Mitarbeiter der Regierung, der an einem geheimen Projekt arbeitet. Seine Unverfrorenheit rettet ihn wiederholt aus brenzligen Situationen. Doch seine Fälschungen und sein unerschrockenes Auftreten in der Öffentlichkeit bringen ihn auch immer wieder in Gefahr. Inzwischen ist den Behörden bekannt, dass er bereits über 300 Pässe angefertigt hat. Nachdem Det in einem Luxuslokal vor seinen Augen enttarnt und verhaftet worden ist, will Cioma einen Wehrmachtsausweis für sich fälschen, braucht dafür aber eine echte Vorlage und überredet Frau Peters, ihm eine zu besorgen. Als er in seiner alten Wohnung bei der Arbeit ist, sucht dort ein Beamter nach ihm. Ein Bombenalarm verhindert Ciomas Entdeckung. ↑ Letzte Klappe für Perens „Der Passfälscher“. In: x-verleih.de, 3. März 2021. ↑ Der Passfälscher. In: berlinale.de. Abgerufen am 3. Februar 2022.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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