Film 1961 46m

Kulle wird Kapitän

„Hisst die Segel, Kinners, euer Kulle verspricht 'nen prima Seegang!“

Regie: Gunter Otto

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Verfilmung des Jugendromans von Markus Joachim Tidick - Kulle zieht's mit seinen jungen Jahren schon aufs Wasser, dazu steht ihm allerdings zunächst keinerlei Jolle zur Verfügung. Prima Sache also, dass der alte Krischan (Henry Vaal) was vermittelt, dass er auf dem Hof des Chefs ein olles Segelboot sanieren und auslaufen lassen darf. Obendrein klärt er einen Materialraub innerhalb jener Kleinstadtreederei auf, was mit einem legeren Ausflug ins Nass, geradewegs auf einen Bananendampfer voller Whiskeybuddeln zusteuernd, belohnt wird. Kinners, was ein Abenteuer!

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Die beiden Schwestern Martina und Philippa gelten als die schönsten Mädchen in einem kleinen jütländischen Fischerdorf im Dänemark des 19. Jahrhunderts. Ihr Vater, der Pastor des Dorfes, ist der Gründer eines pietistischen Konventikels. Er hat den Geschwistern die weiblichen Formen der Vornamen seiner Vorbilder Martin Luther und Philipp Melanchthon gegeben und sie zu frommen, bescheidenen und enthaltsamen Menschen erzogen. Die Stimmung in der Gemeinde ist jedoch von Unzufriedenheit und teilweise offenen Konflikten geprägt. Der junge Offizier Lorens Löwenhjelm, der angesichts hoher Spielschulden zu erzieherischen Zwecken zu seiner Tante in die Nähe des Dorfs geschickt wurde, verliebt sich in Martina – ohne dass diese Liebe von ihm oder gar ihr ausgesprochen werden kann. Er verlässt das Dorf mit einer großen Trauer im Herzen, weiß jedoch die Einführung in Frömmigkeit für seinen Ruf und seine Karriere zu nutzen. Auch Philippa wird umworben; der französische Opernsänger Achille Papin, der sich zur Kur in dem Dorf aufhält, erteilt ihr mit Zustimmung des Vaters Gesangsunterricht und erkennt in ihrer Stimme das Potential für eine Karriere auf der Opernbühne. Als sie aber seine Zuneigung bemerkt, schreckt sie zurück und bricht den Unterricht ab. Enttäuscht kehrt Papin nach Frankreich zurück. Nach dem Tod ihres Vaters übernehmen Martina und Philippa den Haushalt und sorgen für den Zusammenhalt der Gemeinde. Im Jahr 1872 trifft die Französin Babette Harsant im Dorf ein, mit einem Brief von Achille Papin, der die Schwestern bittet, Babette, die vor der blutigen Niederschlagung der Revolution durch General Galliffet geflohen ist, zu beheimaten und anzustellen. Babette soll die Küchenarbeit übernehmen und wird sorgfältig eingewiesen, wie man Stockfisch behandelt und Brotsuppe kocht. Unter der Hand nehmen aber die Speisen nach und nach an Wohlgeschmack und an Qualität zu, und weil Babette mit dem Kaufmann und den Fischhändlern zäh und geschickt verhandelt, den Speisezettel durch das Sammeln von Kräutern bereichert, wird sogar zur Überraschung der Schwestern die Haushaltskasse geschont. Drehort Mårup Vierzehn Jahre später – Babette hat sich inzwischen in die Dorfgemeinschaft eingelebt – gewinnt sie in einer französischen Lotterie 10.000 Francs und könnte nun in ihre Heimat zurückkehren. Babette bittet die Schwestern, ein Festessen zum Andenken an den 100. Geburtstag des verstorbenen Pastors im französischen Stil ausrichten zu dürfen. Sie möchte so ihren Dank für die Gastfreundschaft der Schwestern und der Dorfgemeinschaft zum Ausdruck bringen. Die Zutaten lässt sie eigens aus Frankreich kommen. Nach und nach werden eine große lebende Schildkröte, ein Käfig voller Wachteln, ein riesiger Ochsenkopf, eine Stange Eis und diverse andere Zutaten angeliefert. Von den Vorbereitungen und insbesondere den Weinlieferungen beunruhigt, beschließen die Schwestern und die Gäste, die Einladung zwar anzunehmen, aber – um ihrer einfachen, gottesfürchtigen Lebensweise treu zu bleiben – der Versuchung dieser weltlichen Genüsse mit eisernem Schweigen zu begegnen und Babettes Kochkünste nicht zu loben. Während des Festmahls nehmen die Dorfbewohner das Essen äußerlich unbeeindruckt zu sich. Auch Martinas ehemaliger Verehrer Lorens Löwenhjelm, der gerade auf Besuch bei seiner alten Tante ist und inzwischen als General Karriere gemacht hat, ist eingeladen. Als Mann von Welt erkennt er die außergewöhnliche Qualität des Essens und lobt das Mahl. Nur einmal in seinem Leben habe er ein Mahl von dieser Perfektion erlebt, und zwar in einem Pariser Restaurant mit General Galliffet als Gastgeber; der Koch dort sei eine Frau gewesen. Sie hätte den Menüs den Charakter einer romantischen Liebesaffäre gegeben, wo man Geist und Körper nicht mehr unterscheiden könne. Seine Tischrede ist voll biblischer Zitate Denn Barmherzigkeit und Wahrheit begegnen einander, Gerechtigkeit und Freude küssen einander (nach Psalm 85,11). Die übrigen Gäste, die die Tischgespräche auch mit frommen Erinnerungen an den verstorbenen Pastor bestritten hatten, werden mit steigendem Alkoholkonsum eins mit dem Liebesmahl der Köchin, es kommt zu Versöhnungen und Küssen. Babette erklärt nach der Feier den beiden fassungslosen Schwestern, dass sie die Kosten für dieses Mahl mit ihrem gesamten Gewinn finanziert hat; denn soviel koste nun einmal ein Essen für zwölf Personen in einem Spitzenrestaurant in Paris, wo sie Küchenchefin war. Sie wolle weiterhin in der Gemeinschaft der beiden Schwestern, die sie so barmherzig aufgenommen haben, leben. In Paris würde sie niemanden mehr kennen. Das Festmenü Das Menü im Film wurde von Jan Cocotte-Pedersen, Chefkoch des Kopenhagener Restaurants La Cocotte, auf Basis der Novelle entwickelt. Schildkrötensuppe „Blini Demidoff“ mit Smetana und schwarzem Kaviar (tatsächlich handelt es sich aber nicht um Blini, sondern um Oladji) Wachteln im Sarkophag mit Foie gras und Sauce Perigourdine (Trüffelsauce) Baba au rhum mit frischglasiertem Fruchtsalat und Obstplatte mit Ananas, Feigen, Charentais-Melonen, Datteln sowie weißen und blauen Trauben. Zum Essen serviert wird zunächst Amontillado, und nur der General, der seiner Zunge kaum trauen will, merkt, welcher Spitzenwein und welcher Spitzenjahrgang hier ausgeschenkt wird. Jeder bekommt auf Anweisung von Babette nur ein Glas, nur dem General wird nachgeschenkt, sobald das Glas leer ist. Es folgen Clos Vougeot, Champagner, und zwar Veuve Cliquot, den die frommen Pietisten mit gutem Gewissen trinken können, da sie das prickelnde Getränk für Limonade und daher für unbedenklich halten. Zum Kaffee wird in winzigen Gläschen Marc de Champagne serviert, den die Tischgesellschaft genussvoll und in heiterster Stimmung zu sich nimmt. ↑ Die Handlung der Novelle ist in Norwegen angesiedelt. ↑ Aoife McElwain: Movie Bites: Babette’s Blini Demidoff au Caviar The Irish Times, 8. August 2014, abgerufen am 8. Mai 2017

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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Gopa Film

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