Richard ist ein erfolgloser Drehbuchautor, der an der Flasche hängt & zu allem Überdruss nun auch noch sein abgelegenes Landhaus verkaufen muss. Da lernt er den Vagabunden Jack kennen, der ihm dabei helfen will, das Haus auf Vordermann zu bringen, um es besser verkaufen zu können. Durch Jacks seltsame Art kommt Richard bald ein schrecklicher Verdacht: könnte sein Gast ein Frauenmörder sein, der in der Umgebung schon ein paar Mal zugeschlagen hat? Vielleicht will Jack dem Autor aber auch nur durch äußerst unkonventionelle Art und Weise zum Drehbuch seines Lebens verhelfen. Oder ist doch alles ganz anders zu sehen? Dieser französische TV-Film fesselt ungemein und zieht seinen Zuseher bis zum überraschenden Ende in seinen Bann. Die Handlung lebt vor allem vom psychologischen Duell der beiden Hauptdarsteller (Stéphane Freiss und Ex-Fußballer Eric Cantona) und den vielen kleinen Andeutungen, die zeigen, dass nichts so ist wie es auf den ersten Blick erscheint.
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Die junge FBI-Anwärterin Clarice Starling befindet sich noch in der Ausbildung, als sie an einem besonders schwierigen Fall mitarbeiten darf. Das FBI ist auf der Jagd nach einem Serienmörder, der von der Mordkommission in Kansas City „Buffalo Bill“ getauft worden ist. Dieser hat bereits mehrere junge Frauen ermordet und post mortem Teile ihrer Haut entfernt. Da die Ermittler unter der Leitung von Jack Crawford keinen Schritt weiterkommen, entschließen sie sich zu einer ungewöhnlichen Taktik. Ausgerechnet der inhaftierte Serienmörder Hannibal Lecter, der mit Vorliebe die Innereien seiner Opfer verspeiste, soll ihnen bei der Aufklärung des aktuellen Falls helfen. Der Psychopath ist zwar einerseits hochgefährlich, hat aber als erfahrener Psychiater einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Polizei: Er kann sich in die Gedanken des Täters hineinversetzen und seine nächsten Schritte erahnen. Clarice besucht Lecter in der von Dr. Frederick Chilton geleiteten Anstalt, dem Baltimore Forensic State Hospital. Dort wird Lecter in einer fensterlosen Zelle unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen gefangen gehalten. Der kannibalistische Mörder zeigt sich nach einigem Zögern kooperativ, stellt aber eine Bedingung: Quid pro quo. Für jede Information, die er Clarice gibt, will er von ihr ein Erlebnis aus ihrem Privatleben erfahren. Im Verlauf der in größeren Abständen mit Lecter geführten Gespräche wird deutlich, dass Clarice unter einem psychischen Trauma leidet. Als Kind hat sie früh ihre Mutter und später auch ihren Vater verloren, der als Polizist bei einem Einsatz ums Leben kam. Danach lebte sie kurze Zeit auf dem Hof ihres Onkels. Als sie eines Morgens aufwachte, bemerkte sie entsetzt, wie die Lämmer für das Schlachten vorbereitet wurden und hilflos schrien; sie versuchte, wenigstens eines zu retten, indem sie mit ihm von dem Hof flüchtete. Dies überstieg jedoch die Kräfte des Kindes und misslang. Wenn Clarice schlafen geht, hört sie manchmal die Lämmer immer noch schreien. Lecter erkennt ihre Zwangslage und provoziert sie damit. Er unterstellt ihr, dass sie davon träume, mit der Verhaftung von „Buffalo Bill“ ihr Trauma zu überwinden, und dass dann die Lämmer schweigen werden. Im Verlauf der Gespräche zeigt sich, dass Lecter so etwas wie Sympathie für die aus kleinen Verhältnissen kommende, ehrgeizige und willensstarke FBI-Agentenanwärterin empfindet. Zwischen den beiden Protagonisten entwickelt sich ein psychologisches Duell auf hohem Niveau. Als Clarice bei der Obduktion eines Mordopfers einen seltenen, verpuppten Schmetterling (Acherontia) entdeckt, der dort offensichtlich vom Täter platziert worden ist, weist Lecter sie darauf hin, dass der Täter die eigene Identität hasse, sich nach der Verwandlung in etwas Schönes sehne und wahrscheinlich eine Frau werden möchte. Nachdem die Tochter einer Senatorin entführt worden ist, behauptet Lecter, den Täter zu kennen. Er verlangt für dessen Nennung bessere Haftbedingungen und eine Verlegung aus dem Forensic State Hospital. Die Senatorin lässt ihn nach Memphis bringen und bietet ihm eine Verbesserung der Haftbedingungen an, wenn er bei der Ergreifung des Täters helfe. Lecter wird im Gerichtsgebäude Tennessee Courthouse unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen gefangen gehalten. Dennoch gelingt ihm die Flucht, die zwei Polizisten, die Besatzung eines Rettungswagens und ein Tourist mit dem Leben bezahlen. Lecter verschwindet unerkannt. Clarice versucht, mit Hilfe der Erinnerung an die Gespräche mit Lecter und einiger seiner Notizen den Fall zu lösen. Lecter hatte ihr mitgeteilt, dass die Lösung in den Unterlagen enthalten sei und dass der Mörder begehre. Sie schließt daraufhin, dass der Mörder ursprünglich damit begonnen hat, etwas zu begehren, das er täglich sah. Sie fährt nach Belvedere, Ohio, dem Wohnort des ersten Mordopfers. Sie erkennt das Mordmotiv: Der Mörder entführt korpulente Frauen, lässt sie eine Zeit lang hungern, ermordet sie und zieht ihnen die Haut ab. Aus dieser Haut näht er ein Kleid für sich, da er sich danach sehnt, eine Frau zu sein. Clarice trifft bei ihren Ermittlungen auf Jack Gordon aus dem Bekanntenkreis des ersten Mordopfers. Dieser introvertierte Schmetterlingsfreund heißt mit wirklichem Namen Jame Gumb und entpuppt sich schließlich als der Mörder „Buffalo Bill“. In seinem Haus kommt es zum Showdown. Dabei orientiert er sich nach einem absichtlich verursachten Stromausfall mit einem Nachtsichtgerät, das er bereits bei der Entführung der Tochter der Senatorin benutzte. Clarice erschießt ihn in Notwehr und befreit die Tochter der Senatorin, die in Gumbs Keller gefangen gehalten wird. Später macht Clarice an der FBI-Akademie in Quantico ihren Abschluss und erhält während der Abschlussfeier einen überraschenden Anruf: Lecter meldet sich vom Flughafen der Karibikinsel Bimini, wo gerade sein ehemaliger Gefängnisdirektor Dr. Chilton eingetroffen ist. Er fragt Clarice, ob die Lämmer nun schweigen, und während er den nervös wirkenden und sich nach den Sicherheitsvorkehrungen erkundigenden Dr. Chilton aus der Ferne beobachtet, verabschiedet er sich von Clarice mit der Bemerkung, er habe noch ein Essen mit einem alten Freund. Im Original wird dabei die zweideutige Formulierung „I am having an old friend for dinner“ verwendet („Ich habe einen alten Freund zum Abendessen eingeladen“ oder auch „Ich verspeise einen alten Freund zum Abendessen“). ↑ The Silence of the Lambs (12/12) Movie CLIP – Having an Old Friend for Dinner (1991) auf YouTube, abgerufen am 30. März 2022 (englisch).
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