Musik, Komödie, Historie 1975 1h 43m

Lisztomania

Regie: Ken Russell

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Im 19. Jahrhundert ist der Komponist Franz Liszt so etwas wie der angesagteste Rockstar und zieht zu seinen Konzerten Hunderte von kreischenden Mädchen an. Natürlich vergnügt er sich auch mit zahlreichen von ihnen, was ihn immer wieder in den Konflikt mit Ehemännern bringt, was in surrealen Episoden endet. Als er schließlich die russische Prinzessin Carolyn ehelichen will, wird ihm das vom Papst verwehrt, der ihn beauftragt, erst seinen Komponistenkollegen Richard Wagner zu stoppen, der nicht nur ein Vampir ist und künstliches Leben erschaffen kann, sondern auch alle Juden in Europa vernichten möchte.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Anfang der 1840er Jahre befindet sich Franz Liszt (Roger Daltrey) auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Als angesehener Konzertpianist bereist er Europa, wird von seinen vorwiegend weiblichen Zuschauern vergöttert, unterhält intime Beziehungen zu Berühmtheiten wie der Tänzerin Lola Montez und wird von anderen zeitgenössischen Komponisten wie Johannes Brahms oder Gioachino Rossini hoch geachtet. Privat lebt er unverheiratet mit der französischen Schriftstellerin Marie d’Agoult zusammen, mit der er drei Kinder hat, darunter die älteste Tochter Cosima (Veronica Quilligan). Zu seinen Bekannten zählt auch der junge, von revolutionären Ideen besessene und sehr selbstbewusste Richard Wagner (Paul Nicholas). Liszt teilt jedoch dessen Selbsteinschätzung als Genie nicht und interpretiert bei einem Konzert die Themen aus Wagners frisch komponierter Oper Rienzi eher parodistisch, was Wagner vergrault. Liszt unternimmt eine Konzertreise nach St. Petersburg, um dort vor dem russischen Zaren aufzutreten. Er verabschiedet sich von Cosima, die ihm eine Voodoo-Puppe mit seinem Antlitz präsentiert. Auf der Reise verfällt er der ukrainischen Adligen Carolyne zu Sayn-Wittgenstein (Sara Kestelman), die er fortan heiraten möchte. Um dies zu erreichen, muss der Papst (Ringo Starr) die Ehe von Carolyne lösen, wozu das Liebespaar nach Rom reist. Unterwegs gerät Liszt in die Wirren der Ungarischen Revolution und bedauert es, mit seinen Kompositionen nicht zur Revolution beitragen zu können. Liszt wird von Wagner aufgesucht und mittels eines Schlafmittels betäubt; dabei entpuppt sich Wagner als Vampir, der den schlafenden Liszt aussaugt und seine Pläne äußert, mittels seiner Kompositionen das deutsche Volk zur nationalen Einigung zu bringen und zur Weltherrschaft anzustiften. Später macht Wagner die Bekanntschaft mit Cosima und ihrem Ehemann Hans von Bülow (Andrew Reilly) und verliebt sich in sie. Im Vatikan findet Liszt Gefallen an der Komposition geistlicher Musik, auf die er sich fortan verlegt. Hierzu sagt er sich nach der Hochzeit auch von Carolyne los und zieht sich in ein Kloster zurück, wo er unter anderem mit Olga Janina (Nell Campbell) verkehrt. Schließlich wird Liszt vom Papst alarmiert, dass Wagner der Antichrist sei und Liszt nach der Heirat seiner Tochter mit Wagner somit der Schwiegervater des Teufels geworden sei. Liszt wird damit beauftragt, Wagner zu exorzieren, andererseits würde seine Musik von der katholischen Kirche verboten werden. Liszt dringt in Wagners Festung ein, die direkt neben einem jüdischen Ghetto liegt, und beobachtet, wie Wagner dort eine Gruppe blonder und blauäugiger Kinder indoktriniert, die künftige Herrenrasse zu sein. Liszt wird trotz Warnungen von Hans, der dort als Diener eingestellt ist, in die Festung eingelassen. Wagner demonstriert ihm einen von ihm geschaffenen künstlichen Menschen (Rick Wakeman) in Gestalt des germanischen Gottes Thor, der durch Wagners Musik und seine Philosophie (Übermenschentum, Antisemitismus) zum Leben erweckt wird. Als Liszt Wagner schließlich seinen Auftrag offenbart, kommt es zum Duell zwischen den beiden Komponisten. Mittels eines mit einem Flammenwerfer ausgerüsteten Klaviers und des darauf gespielten Totentanzes kann Liszt Wagner töten, wird jedoch kurz darauf von Cosima betäubt. Diese hält anschließend eine Totenmesse für Wagner, der daraufhin von einem Blitz zum Leben erweckt wird und in Gestalt eines untoten Adolf Hitler dem Grab entsteigt. Der wiederauferstandene Wagner ist mit einer Mischung aus einer E-Gitarre und einem Maschinengewehr bewaffnet und richtet gemeinsam mit Cosima und den indoktrinierten Jugendlichen unter den Juden im Ghetto ein Massaker an, dem auch Hans zum Opfer fällt. Liszt wird schließlich von Cosima durch die Voodoopuppe getötet. Im Himmel ist Liszt mit seinen früheren Geliebten wiedervereint und auch Cosima erscheint dort, da Liszt ihre Seele gerettet hat. Als Liszt erfährt, dass der wiederauferstandene Wagner weiterhin auf der Erde wütet und Berlin in Trümmer gelegt hat, beschließt Liszt, ihm endgültig das Handwerk zu legen. Mit einem äußerlich an einen Paradiesvogel angelehnten Raumschiff fliegt er auf die Erde und tötet Wagner mit einem Laserstrahl, der von den Energien seiner Liebhaberinnen gespeist wird. Somit herrscht am Ende Friede auf Erden.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Inhalt, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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Länder
UK
Studio
Goodtimes Enterprises, Visual Programme Systems, Warner Bros. Pictures
Freigabe
18
Budget
$1,5 Mio.

Besetzung

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