Mittsommertag nördlich des Polarkreises: Ein Fernfahrer auf seiner letzten Tour erlebt eine religiöse Erweckung; eine bettlägerige Mutter leidet an MS; ein Haushaltswarenhändler hat Bluthochdruck und andere Probleme; eine Beamtin muss gestehen, dass ihre „Elchbrücke“ ein Fehlschlag war, und einer Schlittenrennfahrerin ist das Lachen gleichfalls vergangen; eine Waldaktivistin trifft auf ihren Gegenpart, einen Holzfäller; eine Familie indischer Touristen und ein Trio trinkender Philosophen auf einer Parkbank fungieren als Chor … Wie ein Puzzle, bei dem sich die Einzelteile zu einem Ganzen fügen, hat Jonas Selberg Augustsén seinen unter Schwedenfinnen angesiedelten Episodenfilm angelegt: ein Panorama menschlichen Schicksals und Leids, dessen Protagonisten nach Erlösung streben, während der Albdruck eines Unglücks über ihnen lastet. „Der Wald steht schwarz und schweiget.“
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1884 wird Enola Holmes, die jüngere Schwester des berühmten Detektivs Sherlock Holmes und von Mycroft, von ihrer Mutter Eudoria, einer großen Freundin von Wortspielen, in einem abgelegenen Landhaus in der Nähe Londons erzogen. Unter anderem lernt sie Wissenschaft, Literatur, Kampfsport und Schach. An Enolas 16. Geburtstag ist die Mutter jedoch spurlos und ohne Erklärung verschwunden. Sherlock und Mycroft reisen zum Landsitz, um sich um Enola zu kümmern, die sie lange nicht gesehen haben. Sherlock sieht ihre Qualitäten, aber der konservative Mycroft, der nun Enolas Vormund geworden ist, will sie in ein Mädchenpensionat schicken, wo sie zu einer anständigen jungen Dame erzogen werden soll. Enola gelingt es, die geheime Botschaft zu entziffern, die ihr die Mutter nebst einer Geldsumme hinterlassen hat. Darin wird sie ermuntert, ihr Schicksal nicht anderen zu überlassen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Enola reißt aus und macht sich auf, ihre Mutter zu finden. Auf ihrer Flucht trifft sie im Zug auf den jungen Lord Tewksbury, der vor seinem Onkel auf der Flucht ist. Anstatt seinen Platz im House of Lords einzunehmen, sollte Tewksbury im Ausland Militärdienst leisten. Er wird verfolgt von Linthorn, der ihm nach dem Leben trachtet. Enola hilft Tewksbury, dem Verfolger zu entkommen. Sie fliehen zusammen nach London, wo sie sich trennen. Als viktorianische Dame getarnt, verfolgt Enola Eudoria weiter und hinterlässt kryptische Nachrichten in den Zeitungsannoncen. Enola entdeckt Flugblätter und einen Unterschlupf mit Sprengstoff und erfährt, dass Eudoria zu einer radikalen Gruppe von Suffragetten gehört. Sie wird von Linthorn angegriffen, der sie über Tewkesbury verhört. Sie wehrt sich, zündet den Sprengstoff im Unterschlupf und flieht. In schwierigen Situationen sieht Enola oft ihre Mutter vor sich und erinnert sich an das, was sie ihr jeweils geraten hat. Enola fährt zusammen mit Tewksbury zum Landsitz der Familie, um dessen Onkel als vermeintlichen Bösewicht zur Rede stellen. Als sie nachts in die Eingangshalle eindringen, werden sie von Linthorn beschossen, den Enola dank ihres Kampfsporttrainings unschädlich machen kann. Nun stellt sich Tewksburys Großmutter als Drahtzieherin heraus. Da Tewksburys Vater gesellschaftlichen Fortschritt unterstützte, hätte er die entscheidende Stimme für die bevorstehende Abstimmung zur Wahlrechtsreform 1884 abgegeben, die die Großmutter strikt ablehnt, da sie dies als Bedrohung für das Land ansieht. Daher hatte sie Tewksburys Vater töten lassen und will nun verhindern, dass Tewksbury den Platz seines Vaters im House of Lords einnimmt und seinerseits die Wahlrechtsreform unterstützt. Sie schießt auf ihren Enkel, doch der hat sich mit dem Bruststück einer Ritterrüstung geschützt und überlebt. Als Sherlock am nächsten Tag den Fall bei Inspector Lestrade als aufgeklärt melden will, eröffnet dieser, dass Enola dies bereits getan und ihren berühmten Bruder somit übertroffen hat. Dank Enolas Eingreifen kann Tewkesbury nun an der Abstimmung teilnehmen und dadurch der Reform zum Durchbruch verhelfen. Einige Tage später findet Enola in ihrer Unterkunft unerwartet ihre Mutter vor. Eudoria erklärt ihr, warum sie gegangen ist: Sie wollte, dass ihre Tochter selbständig und unabhängig ihre Freiheit und ihre Zukunft findet. Zum Schluss stellt sie fest, sie sei Detektivin, entschlüssele Nachrichten, finde verlorene Seelen – und habe ihre Zukunft selbst in der Hand.
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