Politische Intrigen während der Französischen Revolution und das von zwei Männern gewünschte Schicksal einer Frau stehen im Mittelpunkt von Giordanos packendem Drama „Andrea Chénier“. Plácido Domingo singt die Titelrolle mit großer Leidenschaft und Zärtlichkeit in dieser gefeierten Inszenierung der Wiener Staatsoper von 1981, Gabriela Beňačková porträtiert die geliebte Maddalena des Helden.
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Andrew Beckett ist ein ehrgeiziger und erfolgreicher junger Rechtsanwalt bei einer großen Anwaltskanzlei in Philadelphia. Seine Vorgesetzten halten große Stücke auf ihn und planen, ihn zum Partner der Kanzlei zu machen. Zwei Fakten behält Beckett jedoch für sich: er ist schwul und mit HIV infiziert. Als sich die ersten Spuren einer AIDS-Erkrankung für alle sichtbar zeigen, die nach damaliger Ansicht nur homosexuelle Männer befällt, wird Beckett aufgrund eines angeblichen schwerwiegenden Verfahrensfehlers entlassen. Er vermutet, dass er in Wahrheit wegen seiner sexuellen Orientierung für die meisten Teilhaber moralisch untragbar geworden ist und möchte seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen dieser Diskriminierung auf Entschädigung verklagen. Seine Eltern und Geschwister, vor denen er keine Geheimnisse hat, stehen hinter ihm. Auf der Suche nach einem Rechtsbeistand stößt er jedoch auf breite Ablehnung. Seine letzte Hoffnung ist Joe Miller, ein durch Fernsehwerbung bekannter erfolgreicher Anwalt, den er bereits zuvor bei einem Zivilprozess als Anwalt der Gegenseite kennengelernt hatte. Doch auch Miller möchte Beckett zunächst nicht vertreten. Er macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber Homosexuellen und vor allem gegenüber AIDS, zumal er Angst hat, sich und sein neugeborenes Kind anzustecken. Doch als Miller einige Tage später in der Bibliothek der juristischen Fakultät zufällig miterlebt, wie Beckett, der entschlossen ist, seine Klage notfalls auch allein durchzukämpfen, wegen seiner Krankheit diskriminiert und ausgegrenzt wird, beginnt er zuerst nur zaghaft und zweifelnd seine Meinung zu überdenken, ergreift dann aber doch erstmals für ihn Partei. Je mehr Miller sich nun mit Becketts Leben beschäftigt, umso mehr entsetzt ihn das Verhalten anderer gegenüber dem inzwischen sichtbar AIDS-kranken Beckett. Er muss nun auch erkennen, dass er sich selbst Beckett gegenüber nicht besser verhalten hat, als ihn dieser um Hilfe bat. Seine Menschlichkeit siegt über seine eigenen Vorurteile, die für ihn selbst im weiteren Verlauf der Handlung völlig unverständlich werden, so dass er diese nun auch selbst zutiefst verurteilt. Er leistet Beckett Abbitte, und gemeinsam ziehen Miller und Beckett vor Gericht. Der zu Beginn der Handlung noch homophobe Anwalt Miller wandelt sich zu einem glühenden Verteidiger der Menschenrechte. In der Vorbereitung zur Hauptverhandlung bekommt Miller einerseits Einblick in das Leben eines Homosexuellen und erfährt, was es bedeutet, mit AIDS leben zu müssen. Nicht zuletzt mit der Hilfe seiner liberalen Frau Lisa entwickelt er Verständnis und ein tiefes Mitgefühl für Beckett, der ihm offenbart, dass er das Ende der Verhandlung wohl nicht mehr erleben werde. Doch es ist nun nicht mehr nur der Ehrgeiz, der Miller antreibt, sondern auch seine sich entwickelnde tiefe Menschlichkeit. Andererseits erlebt Miller, wie er nun von anderen deshalb abgelehnt wird, weil er als Nichtschwuler einem Schwulen beisteht. Während der Verhandlung berichtet Miller schonungslos ehrlich über die Folgen von Becketts Erkrankung und lässt seinen Mandant dem sichtlich schockierten Gericht sogar deren körperliche Anzeichen zeigen (Melanome). Gleichzeitig greift er Kanzleichef Wheeler offen für seine Schwulenfeindlichkeit an, der dies jedoch abstreitet und Becketts Entlassung mit der Behauptung einer Reihe von Verfahrensfehlern und einer angeblich von Anfang an gezeigten schlechten Arbeitsmoral zu rechtfertigen versucht. Währenddessen bricht Beckett im Gerichtssaal zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Es stellt sich heraus, dass die bei ihm ausgebrochene Krankheit seinen Organismus bereits schwer geschädigt hat. Inzwischen beginnt aber auch die Front der Gegenseite hinter den Kulissen zu bröckeln: Nicht mehr alle Gesellschafter der Kanzlei stehen zu deren ursprünglich homophobem Kurs. Dies ist besonders anhand der Aussage des sichtlich mitfühlenden Teilhabers Bob Seidman zu erkennen, der voller Reue zugibt, Becketts Homosexualität und auch seine AIDS-Erkrankung schon länger vermutet zu haben, ihm aber nie die Gelegenheit gegeben habe, ihm seine Situation zu offenbaren. Kurz vor Becketts Tod im Krankenhaus überbringt Miller ihm die Nachricht, dass der Prozess in erster Instanz gewonnen wurde. Der Film endet mit einem Abschiedsfest zu Ehren des Verstorbenen, an dem neben dessen Angehörigen auch Miller und seine Familie sowie Seidman teilnehmen.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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