Als ihr Freund Johannes sie verlässt, bricht für Stadthistorikerin Undine eine Welt zusammen. Denn wenn ihre Liebe verraten wird, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Sie wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe und begegnet dem Industrietaucher Christoph - diese Liebe will sie nicht verlieren.
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Berlin, in der Gegenwart: Die promovierte Historikerin Undine arbeitet in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Haus am Köllnischen Park und bietet Stadtmodellführungen für nationale und internationale Gäste an. Als ihr Freund Johannes im Café am Märkischen Museum nahe ihrer Arbeitsstelle die Absicht verkündet, sich von ihr trennen zu wollen, wird die unpersönlich in der Großstadt lebende junge Frau von einem Fluch eingeholt. Undine ist ein Elementargeist und dazu bestimmt, den Verrat ihres Freundes mit dessen Tod zu rächen und ins Wasser zurückzukehren, aus dem sie einst gerufen wurde. Aber Undine wehrt sich gegen diese Bestimmung und will weder ihren Freund töten noch Berlin verlassen. Durch Zufall macht Undine kurze Zeit später die Bekanntschaft von Christoph, der als Industrietaucher an Staumauern im Rheinland und im Bergischen Land arbeitet. Undine verliebt sich in ihn, und beide verbringen trotz Fernbeziehung eine glückliche Zeit miteinander. Christoph ist von ihrer Bildung beeindruckt und zeigt ihr seine Welt unter Wasser, die sie schon kennt. Als sie durch Zufall Johannes wiedertrifft, der sich anscheinend in einer unglücklichen Beziehung befindet und Undine zurückerobern möchte, lässt sie ihn abblitzen. Am Abend ruft Christoph an und fragt sie eindringlich, ob sie damals an dem Tag, als sie sich kennenlernten, auf jemanden gewartet habe. Undine verneint dies, doch Christoph hat die zufällige Begegnung mit Johannes beobachtet und die richtigen Schlüsse gezogen. Enttäuscht beendet er das Gespräch und verweigert weiteren Kontakt. Undine fährt am nächsten Tag zu ihm und erfährt, dass er im Stausee einen Tauchunfall erlitten habe und im Krankenhaus für hirntot erklärt worden sei. Christophs Arbeitskollegin Monika, die an seinem Bett sitzt, gerät in Wut, als Undine ihr von dem Telefonat am Vorabend erzählt, weil der Unfall sich schon am Nachmittag ereignet habe. Irritiert fährt Undine zurück nach Berlin und schleicht sich zum Wohnhaus von Johannes und seiner Freundin, wo sie den im Pool schwimmenden Johannes ertränkt. Anschließend kehrt sie selbst ins Wasser zurück. In dem Moment, als sie dort versinkt, schreckt Christoph quicklebendig in seinem Krankenhausbett auf. Als er nach seiner Genesung in Berlin nach ihr sucht, erfährt er nur, dass sie schon lange nicht mehr gesehen worden sei. Ihre Wohnung hat seit drei Monaten andere Mieter. Die Erzählung springt zwei Jahre vorwärts. Christoph ist nun glücklich mit Monika liiert, die von ihm ein Kind erwartet. Für einen Arbeitsauftrag kehrt er an den Ort seines früheren Unfalls am Stausee zurück. Bei Schweißarbeiten unter Wasser nimmt er Undines Hand auf seinem Handschuh wahr, schaut auf und sieht Undine im Wasser treiben. Auf den Videoaufnahmen seiner Kopfkamera ist jedoch nichts davon zu sehen. In der folgenden Nacht geht er heimlich ins Wasser und sucht nach ihr. Monika folgt ihm und beobachtet entsetzt, wie er ohne Tauchequipment im Wasser verschwindet; sie hält ihn aber auch nicht davon ab oder holt Hilfe. Unter Wasser trifft Christoph auf Undine, beide halten sich kurz an den Händen. Oben sitzt Monika weinend am Geländer der Staumauer. Christoph tritt zu ihr und tröstet sie, in der Hand hält er die kleine Taucherfigur, die er einst Undine geschenkt hatte. Zum Schluss sieht man, aus einer im Wasser versinkenden Perspektive, wie sich Christoph und Monika langsam vom See entfernen. ↑ deutschlandfunkkultur.de: Regisseur Christian Petzold über "Undine" - Eine Frau befreit sich von ihrem Fluch. Abgerufen am 15. Oktober 2022. ↑ Film- und Medienstiftung NRW fördert 21 Projekte mit 8,27 Mio. Euro. In: Film und Medien Stiftung NRW. Abgerufen am 15. Oktober 2022. ↑ Pressemitteilungen. Abgerufen am 15. Oktober 2022 (deutsch).
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