Komödie 2019 1h 34m

Datsche

„Blühende Landschaften“

Regie: Lara Hewitt

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Ein New Yorker will seinen Urlaub in der Datsche seines verstorbenen Großvaters verbringen und findet dort den Flüchtling Adam.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Sigmund Jähn: DDR-Kosmonaut, erster Deutscher im All und Alex’ Idol seit Kindertagen Lenindenkmal in Ost-Berlin; stand am damaligen Leninplatz bis Herbst 1991 Die vierköpfige Ost-Berliner Familie Kerner führt ein intaktes, scheinbar glückliches Leben – bis zum Sommer 1978, als der Vater sich in den Westen absetzt. Seine Frau Christiane reagiert mit einer schweren Depression. Nach acht Wochen Psychiatrie kehrt sie jedoch „wie verwandelt“ zu ihren Kindern Ariane (13) und Alexander („Alex“, 10) zurück. Fortan geht sie auf in ihrer Rolle als Mutter und Grundschullehrerin – und nicht zuletzt als Sozialistin, indem sie unermüdlich versucht, im Alltag Gutes zu tun. Am 7. Oktober 1989 folgt sie als „verdienstvolle Persönlichkeit“ einer Einladung zum Festakt anlässlich des 40. Jahrestages der DDR im Palast der Republik. Zur gleichen Zeit schließt Alex sich einer Demonstration für mehr Freiheit an, die die Volkspolizei brutal auflöst. Durch Zufall sieht Christiane, wie Alex festgenommen wird, und er, wie sie kollabiert. Aus dem Gefängnis entlassen, erfährt Alex, dass seine Mutter einen Herzinfarkt erlitten hat und im Koma liegt – mit völlig ungewisser Prognose. Vom Mauerfall, der Abdankung der alten Parteiriege und dem Einzug des Kapitalismus in Ost-Berlin erfährt sie ebenso wenig wie von den Veränderungen im Leben ihrer Kinder. Ariane, selbst schon Mutter, gibt ihr Studium auf zugunsten eines Jobs bei Burger King und verliebt sich in ihren Chef Rainer, der bei den Kerners einzieht. Die PGH von Alex wird abgewickelt; als gelernter Fernsehmonteur wird er übernommen von einer Firma, die Satellitenschüsseln vertreibt und ihre Mitarbeiter per Los zu Ost/West-Paaren zusammenschließt. Alex glaubt fest an die Wiedergenesung seiner Mutter. Dass er sie fast täglich besucht, liegt allerdings auch an der jungen sowjetischen Krankenschwester Lara, in die er sich verliebt. Bei ihrem ersten Kuss, im Juni 1990, wacht Christiane unerwartet auf. Die Ärzte warnen, schon die kleinste Aufregung könne für sie tödlich sein. Das verleitet Alex zu einer ersten Notlüge: Er behauptet, sie sei „beim Einkaufen“ kollabiert. Er bestärkt sie auch in ihrem Wunsch, nach Hause entlassen zu werden – überzeugt, sie dort besser abschirmen zu können vor der Realität des sich wiedervereinigenden Deutschlands, die sie, wie er glaubt, nicht verkraften würde. Das dafür zu errichtende Illusionsgebäude verlangt ihm Fantasie, Stehvermögen und Improvisationskunst ab. Dass Christiane noch bettlägerig ist, kommt ihm entgegen; so muss er nur ein Zimmer der bereits verwestlichten Plattenbauwohnung in den alten Zustand zurückverwandeln. Aus dem Warensortiment verschwundene DDR-Produkte, die sie liebt – allen voran Spreewaldgurken –, täuscht er vor, indem er alte Verpackungen und Gläser aus Mülltonnen fischt, sie reinigt und mit Westinhalten füllt. Ihren Wunsch, fernzusehen, realisiert er mit Hilfe seines neuen Arbeitskollegen Denis, eines ambitionierten Amateurfilmers, der ihm Videos von alten DDR-Sendungen – vor allem der Aktuellen Kamera – sowie ein Abspielgerät besorgt. Die sich rasant wandelnde Außenwelt lässt sich vor Christiane dennoch nicht ganz verbergen: Einmal wird ein riesiges Coca-Cola-Banner auf der Hauswand entrollt, die sie von ihrem Bett aus sieht, ein andermal begegnet sie Neuankömmlingen aus Wuppertal, als sie sich eigenmächtig auf die Straße wagt. Alex und Denis reagieren darauf mit gefälschten Nachrichtensendungen, in denen sie von einer allmählichen Öffnung der DDR gegenüber dem Westen und von bundesdeutschen „Republikflüchtlingen“ berichten, die angeblich gerade zahlreich in die DDR einwanderten. Ariane und Lara, unfreiwillig zu Komplizinnen gemacht, drängen Alex jedoch, der Mutter endlich reinen Wein einzuschenken. Ein Ausflug zur Familien-Datsche bietet dazu eine günstige Gelegenheit. Doch Christiane kommt Alex zuvor, indem sie sich ihre eigene Lebenslüge von der Seele redet: Die Republikflucht ihres Mannes war mit ihr abgesprochen; sie war entschlossen, mit den Kindern legal per Ausreiseantrag nachzukommen; vor den zu erwartenden Repressionen habe sie dann aber Angst gehabt, vor allem davor, dass man ihr die Kinder wegnehmen könnte. Der Tribut, den ihre Beichte fordert – akute Lebensgefahr infolge eines zweiten Herzinfarkts –, zwingt Ariane und Alex zu größter Eile, um ihr den sehnlichen Wunsch eines Wiedersehens mit ihrem Mann zu erfüllen: Ariane findet die Briefe von ihm mit seiner West-Berliner Adresse; Alex sucht ihn dort auf und bewegt ihn zum Kommen. Dass Christiane zuvor durch Lara über die veränderten politischen Verhältnisse aufgeklärt worden ist, entgeht ihm allerdings. So inszeniert er noch einen letzten großen Coup für sie und dreht mit Denis ein Fake, worin er Erich Honecker als Staatsratsvorsitzenden zurücktreten und durch Sigmund Jähn ersetzen lässt, sein persönliches Idol seit Kindertagen. Für diese Rolle gewinnt er den Taxifahrer, der ihn nach West-Berlin gefahren hatte und der Jähn zum Verwechseln ähnlich sieht. Dessen Antrittsrede gipfelt in der Erklärung, die DDR habe ihre Grenzen geöffnet, worauf Bilder vom tatsächlichen Mauerfall folgen, die so geschnitten sind, dass sie zum Kommentar, es würden nun die Bundesbürger in die DDR drängen, passen. Auch das reale Feuerwerk um Mitternacht, das die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 feiert, hat Alex bedacht, als er zuvor den Abreißkalender manipulierte: Er zeigt den 7. Oktober, den 41. Jahrestag der DDR. Drei Tage später stirbt Christiane. Im Beisein einer kleinen Trauergemeinde schießt Alex ihre Asche in einer alten Spielzeugrakete vom Hausdach aus in den Nachthimmel – überzeugt, für seine Mutter bis zum Schluss die Illusion aufrechterhalten zu haben von einem Land, „an das sie geglaubt hatte“ und das es gleichwohl „in Wirklichkeit nie so gegeben hat“. ↑ Zitate nach: Michael Töteberg (Hrsg.): Good Bye, Lenin! Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

Szenen, Videos & Fakten

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Länder
Germany · UK
Studio
Parkwood Film
Freigabe
6

Besetzung

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