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Durch einen Störfall im AKW Markt Ebersberg in der Nähe von Schweinfurt kommt es zum Super-GAU, und im gesamten Umkreis wird Katastrophenalarm ausgelöst. Im betroffenen Gebiet liegt auch die Schule von Hannah. Sie soll an diesem Tag auf ihren jüngeren Bruder Uli aufpassen, da die Mutter sich geschäftlich auf einem Kosmetikkongress in Schweinfurt befindet; also dort, wo sich die Katastrophe ereignet hat. Da es für sie keine andere Möglichkeit gibt, auf dem schnellsten Weg nach Hause in die osthessische Stadt Schlitz zu kommen, wo ihr kleiner Bruder Uli schon auf sie wartet, nimmt Hannah das Angebot ihres Mitschülers Lars an und lässt sich von diesem und seinen Freunden nach Hause fahren. In Schlitz angekommen, zerrt Lars’ Mutter diesen direkt aus dem Auto und schreit die anderen an, ihr Sohn könne sie nicht heimfahren, sondern müsse mit seiner Familie fliehen. Hannah geht zu Fuß weiter nach Hause, wo Uli schon auf sie wartet. Dort erfahren sie im Radio, was genau passiert ist. Wie vom Katastrophenschutz empfohlen, wollen die Kinder sich zunächst zum Schutz in den Keller begeben, während sämtliche Nachbarn bereits die Flucht ergreifen. Dort will Hannah mit ihrem jüngeren Bruder auf Elmar warten, einen Mitschüler, von dem sie noch kurz vor dem Alarm einen Kuss erhalten und der ihr seine Hilfe bei der Flucht versprochen hat. Inmitten der Panik erreicht die beiden ein Anruf ihrer Mutter: Sie will, dass die Kinder auf keinen Fall in den Keller gehen, da die Strahlung sie auch dort erreiche, sondern sie sollen mit den Nachbarn nach Bad Hersfeld fahren, von wo aus sie mit dem Zug weiter zu Tante Helga nach Hamburg fahren sollen. Da aber alle Nachbarn bereits geflohen sind und Elmar nicht erschienen ist (er kämpft zu Hause mit dem Auto, will es kurzschließen, da er die Autoschlüssel seiner Eltern nicht finden kann), entscheidet Hannah, gemeinsam mit Uli auf den Fahrrädern nach Bad Hersfeld zu fahren. Auf dem Weg dorthin kollidiert Uli mit einem Auto, dessen Fahrer einfach weiterfährt. Eine Familie mit mehreren Kindern hält an und nimmt die unter Schock stehende Hannah mit zum Bad Hersfelder Bahnhof, nachdem der Familienvater Ulis Leiche in ein anliegendes Maisfeld getragen hat. Da die Autobahnen überfüllt sind, wollen auch viele andere mit den Zügen fliehen. So soll Hannah im Gedränge auf dem Bahnsteig auf die kleinen Töchter der Familie achten, da die Eltern sich noch durchkämpfen müssen. Hannah entdeckt plötzlich ihren Freund Elmar inmitten des Menschenpulks und läuft in seine Richtung, ohne ihn erreichen zu können. Das Ehepaar, das Hannah mitgenommen hat, will wissen, wo seine Kinder seien, die das Mädchen auf der Suche nach Elmar zurückgelassen hat; da sie noch immer unter Schock steht, erwidert sie darauf aber nichts. Während der Vater die Kinder schließlich findet, verlässt Hannah wie in Trance den Bahnhof und betritt den leergefegten Bahnhofsvorplatz, wo es wenig später zum Wolkenbruch kommt. Hannah ist noch immer unter Schock, bleibt trotz des radioaktiven Niederschlags stehen und bricht kurz darauf erschöpft zusammen. Sie wacht in einem Lazarett in der Nähe von Hamburg wieder auf. Neben ihr liegt Ayşe, ein ungefähr gleichaltriges Mädchen, mit der sie sich anfreundet. Hannah fühlt sich müde und krank; kurze Zeit später beginnen ihre Haare auszufallen. Etwas später kommt Elmar ins Lazarett, da er Hannah in einer Suchkartei gefunden hat und sie sehen möchte. Elmar ist auch kontaminiert, jedoch ist sein Gesundheitszustand scheinbar wesentlich besser als Hannahs. Tante Helga kommt einen Monat später, um Hannah abzuholen. Sie sagt ihr, dass ihre Mutter tot sei, und nicht etwa vermisst, wie man ihr im Lazarett erzählt hatte. In Hamburg, wo Tante Helga lebt, geht Hannah wieder zur Schule, bleibt dort jedoch isoliert, da ihr die Strahlenschädigung durch ihre Glatze anzusehen ist und die Menschen sie meiden. Einzig Elmar, dessen Familie ebenfalls nach Hamburg geflüchtet ist, hält zu ihr. Elmars Eltern wollen mit ihrem Sohn nach Amerika, doch dieser weigert sich, da er denkt, keine Chance zu haben und bald an den Folgen der Strahlung zu sterben. Er lässt sich selbst ins Krankenhaus einliefern, wie Hannah durch die ebenfalls dort behandelte Ayşe erfährt. Hannah möchte ihren Freund sehen; sie findet ihn genau in dem Moment, als er Suizid begehen will, kann ihn jedoch in letzter Minute davon abhalten. Als die geringer verstrahlte Zone 3 geöffnet wird, in der sich Hannahs Heimatstadt befindet, fährt sie mit Elmar dorthin. Nachdem sie Uli im Maisfeld begraben haben, setzen die beiden die Fahrt nach Schlitz fort. Elmar behauptet, er spüre einen Flaum auf Hannahs kahlem Kopf nachwachsen und Hannah streckt schließlich ihren Kopf zum Sonnendach des Autos hinaus, um ihre „Haare im Wind flattern“ zu lassen.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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