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Halsbanddrossel Einen bleibenden Eindruck, besonders durch die Musik, hinterlässt die Eröffnungssequenz der Folgen der ersten und zweiten Staffel. Eine Halsbanddrossel hebt den Kopf, Rauch steigt aus Schornsteinen in den Winterhimmel. Funkensprühende Schleifscheiben schärfen Kreissägeblätter. Dann an der Landstraße ein Ortsschild Welcome; Twin Peaks mit der Einwohnerzahl 51201, dahinter die namensgebende doppelte Bergspitze. Leitthema der ersten Staffel und ersten Hälfte der zweiten Staffel ist die Aufklärung des Mordes an Laura Palmer, geführt durch den FBI-Agenten Dale Cooper sowie durch die Angestellten des örtlichen Polizeireviers. Im Zuge der Ermittlungen kommen die Abgründe des idyllisch scheinenden Kleinstadtlebens zum Vorschein. Dabei verstanden es die Macher, Plotelemente US-amerikanischer Kriminalserien mit ironisch-überhöhten Stilmitteln der Seifenoper zu mischen und außerdem zahlreiche surreale Elemente einzuweben. Die Serie verwebt verschiedene Handlungsstränge an markanten Orten in der Stadt und zeigt die überraschenden, leidenschaftlichen, manchmal intriganten Verbindungen ihrer Bewohner. Mysteriöse und übernatürliche Ereignisse halten Einzug. Die Untersuchung findet in Folge 9 der zweiten Staffel mit der Überführung und dem Tod des Mörders von Laura Palmer, ihrem Vater Leland, ihren Abschluss. Der wahre Täter, ein dämonischer Geist namens BOB, der in der Lage ist, von Menschen Besitz zu ergreifen, kann jedoch nicht vernichtet werden. Die restliche zweite Staffel dreht sich um die Suche nach Coopers ehemaligem FBI-Kollegen und Mentor Windom Earle. Cooper hatte einst eine Affäre mit Earles Ehefrau. Earle ermordete seine Frau im Wahn und wurde dafür in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert. Earle gelingt die Flucht nach Twin Peaks, wo er Cooper ein aus der Ferne geführtes Schachspiel aufzwingt, bei dem für jede geschlagene Figur ein Mensch sein Leben verliert. Während Cooper und seine Helfer des Sheriffbüros fieberhaft nach einer Spur des flüchtigen Ex-Polizisten suchen, finden sie heraus, dass Windom Earles eigentliches Ziel die Suche nach der sogenannten Schwarzen Hütte ist. Dieser mystische Ort in den Wäldern von Twin Peaks gilt als Sammelpunkt des Bösen, von dem aus auch der böse Geist BOB die Stadt bedroht. Earle hofft, mit Hilfe der Schwarzen Hütte große Macht zu erlangen. Als Earle Coopers neue Liebe Annie Blackburn entführt, folgt Cooper ihm in die Schwarze Hütte. Dort wird Earle nach einem missglückten Mordversuch an Cooper von BOB getötet und Cooper erhält Einblick in die Natur des Ortes. Er trifft dort auch auf seinen bösartigen Doppelgänger, sein Schattenselbst. Cooper kann die Schwarze Hütte zusammen mit Annie wieder verlassen, jedoch muss der Zuschauer im finalen Cliffhanger erleben, dass der echte Cooper in der schwarzen Hütte verblieb, wohingegen sein Schattenselbst mit BOB verschmolzen in Twin Peaks angekommen ist. Die Serie endete mit einem lange Zeit als solchem angenommenen offenen Schluss. ↑ What's the bird in the original opening to Twin Peaks? 26. September 2017, abgerufen am 16. Januar 2020 (englisch). ↑ Sebastian Berlich: Grenzgänge. (PDF; 27,1 MB) „Where we‘re from, the birds sing a pretty song“. Grenzräume in David Lynchs Fernsehserie Twin peaks. Universität Münster Institut für Kunstgeschichte, 2018, S. 77, 85, abgerufen am 27. Juni 2026: „Verwiesen wird mehrfach auf den Baumbestand und das Sägewerk, das als Arbeitgeber konstitutiver Bestandteil der Stadt ist.“
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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