Der 17-jährige Jakob wohnt mit seinem Vater und Großvater in einer kleinen Wohnung in Wien. Während er sich bei einem Aushilfsjob Geld für das anstehende Studium verdient, beeinträchtigt eine Angststörung seinen Alltag immer mehr. Eines Nachts lernt er im Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Künstler Kristjan kennen. Jakob nimmt all seinen Mut zusammen und verabredet sich mit dem mysteriösen, attraktiven Fremden. Als sich die beiden in Kristjans Wohnung treffen, hat Jakobs Reise nach Nevrland und zu den Wunden seiner Seele längst begonnen …
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Der 17-jährige Jakob lebt mit seinem Großvater und seinem Vater in einer kleinen Wohnung in Wien. Zur Finanzierung seines geplanten Kosmologiestudiums nimmt er eine Aushilfstätigkeit in jenem Schlachthof an, in dem auch sein Vater tätig ist. Die im Schlachthof erlebte alltägliche Brutalität, mit der die Schweinekörper zerlegt werden, triggert eine Angststörung neu, mit der Jakob schon länger zu kämpfen hat. In Therapiesitzungen kann er seine Angst zwar bemessen und lokalisieren, aber zunächst nicht mit ihr in Kontakt treten. Jakob ist sich darüber im Klaren, dass er schwul ist, doch sein Sexualleben beschränkt sich auf intensiven Pornokonsum, bis er in einem Sex-Cam-Chat den 26-jährigen Kristjan kennenlernt. Zwischen den beiden entwickelt sich zunächst eine virtuelle Freundschaft. Als Jakobs Großvater plötzlich verstirbt, was Jakob schwer trifft und von seinem Vater entfremdet, nimmt Jakob seinen Mut zusammen und verabredet sich mit Kristjan. Kristjan studiert Kunst und führt Jakob, der aus einfachen Verhältnissen stammt und mit Kunst nicht viel Berührung hatte, an die Sprache der Formen und Bilder heran. Als er in seiner Wohnung von Jakob experimentelle Aktfotografie machen möchte, führt ein Missverständnis zu einer Angstattacke Jakobs; die folgende offene Aussprache mündet in Jakobs ersten Kuss und gemeinsamen Sex. Auf Jakobs Frage, wie sich wohl der Tod anfühle, gibt ihm Kristjan eine Dosis Dimethyltryptamin, um eine Nahtoderfahrung zu provozieren. Jakob verspürt zunächst nichts, doch dann stürzen all seine Ängste auf ihn ein, reale Erinnerungen vermischen sich mit Träumen, es kommt zu surrealen Paniksituationen und selbstverletzenden Szenen, bis er schließlich in einer Neuauflage der Therapiesitzung seiner Angst persönlich gegenübersitzt: es ist er selbst im Alter von sechs Jahren, als er von seiner Mutter verlassen wurde. Nach dieser Begegnung tritt Jakob aus einer dunklen Höhle ins helle Sonnenlicht.
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