Auf der letzten Linienfahrt des italienischen Ozeandampfers EUGENIO C. von Genua nach Rio de Janeiro lernt der in Zürich lebende Ethnologe Roger Wiedmer die Brasilianerin Zaira Gelbert kennen. Er will die von Claude Lévy-Strauss in den "Tristes Tropiques" beschriebene Reise zu den Indianer Amazoniens nach rund vierzig Jahren wiederholen und beginnt mit dem ersten Kapitel: "La fin des voyages". Zaira Gelbert kehrt nach einem zweijährigen Europa-Aufenthalt zu ihren Wurzeln in ihre Heimat zurück. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden - sie dauert die elf Tage der Überfahrt - wird zum Dialog zwischen zwei Kulturen. Die Begegnung mit Zaira öffnet Roger die Augen. Jetzt nimmt er wahr: das Meer, das Schiff und vorallem die Passagiere mit ihren Geschichten. Er begegnet Emigranten, Poeten, Erstklasspassagieren, Touristen, Besatzungsmitgliedern, Priestern. Auch ein blinder Passagier reist mit.
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Frankreich im Jahr 1770: Die junge Malerin Marianne reist auf eine abgelegene Insel in der Bretagne. Sie hat von einer verwitweten italienischen Gräfin den Auftrag erhalten, ein Porträt von deren Tochter Héloïse anzufertigen. Diese soll mit einem Adeligen aus Mailand verheiratet werden; das Gemälde soll die Verbindung der beiden besiegeln. Die rebellische Héloïse, die nach dem mysteriösen Tod ihrer Schwester aus dem Konvent geholt wurde, um deren Stelle einzunehmen, möchte aber nicht mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet werden und weigert sich daher, für ein Porträt Modell zu stehen. Nachdem der letzte Maler erfolglos abgereist ist, soll sich Marianne nun als Gesellschafterin ausgeben. Während gemeinsamer Spaziergänge am Strand und auf den Klippen soll sie Héloïse heimlich studieren und dann aus dem Gedächtnis auf die Leinwand bringen. Sie versucht, genug von ihr zu sehen, um ihr Wesen in einem Bildnis erfassen und zum Ausdruck bringen zu können. Als das Porträt fertiggestellt ist, will Marianne es zunächst Héloïse zeigen und ihr damit auch persönlich den wahren Grund ihres Besuchs erklären. Die überraschte Héloïse äußert sich jedoch vernichtend über das konventionell gestaltete Gemälde und zweifelt daran, dass Marianne sie je richtig gesehen hat. Die zutiefst getroffene Marianne macht daraufhin das noch feuchte Ölbild unkenntlich. Als die von der erneuten Erfolglosigkeit frustrierte Gräfin beschließt, Marianne fortzuschicken, erklärt sich Héloïse überraschend bereit, doch für sie Modell zu sitzen. Die Gräfin willigt ein und verreist für einige Tage. Ein zweites Mal nähern sich die beiden Frauen einander an und verbringen in Abwesenheit von Héloïses Mutter eine unbeschwerte Zeit miteinander. Sie entwickeln zudem eine Freundschaft zur Hausangestellten Sophie, die sie bei einer Abtreibung unterstützen. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto stärker fühlen sich die beiden Frauen zueinander hingezogen. Héloïse erfährt derweil von Marianne, dass Malerinnen nicht an Männerakten üben dürfen. Daraufhin schlägt sie vor, die Abtreibungsszene mit Sophie nachzustellen, was Marianne mit Skizzen zu Papier bringt. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto stärker verändert sich auch Mariannes Darstellung der Geliebten. Es gelingt ihr sogar, Héloïses geheimnisvolles Lächeln auf die Leinwand zu bannen. Am Ende müssen sich die beiden Frauen jedoch nach der Rückkehr der Gräfin und der Übergabe des fertiggestellten Gemäldes trennen. Héloïse wird wie geplant nach Mailand verheiratet, Marianne verdient sich ihren Lebensunterhalt später mit einer Stelle als Zeichenlehrerin für Frauen. Marianne sieht Héloïse noch einmal auf einem Gemälde im Rahmen einer Ausstellung, auf dem Héloïse mit einem (vermutlich ihrem) Kind und einem Buch in der rechten Hand dargestellt wird. Ihr Zeigefinger zeigt auf eine leicht geöffnete Stelle im Buch, auf dem der Maler die Zahl 28 gemalt hat. Marianne hatte am Tag vor dem Abschied ein Selbstporträt auf die Seite 28 des Buches, das sie Héloïse gegeben hatte, gemalt. Zuletzt sieht Marianne sie noch einmal allein auf dem Rang sitzend bei einem Konzert. Gespielt wird Vivaldis Vier Jahreszeiten, ein Stück, das sie ihr während ihrer gemeinsamen Zeit versuchte, auf einem Cembalo vorzuspielen. Héloïse ist von der Musik zu Tränen gerührt, bemerkt Marianne jedoch nicht. ↑ Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Liberation. ↑ Michael Sennhauser: Cannes 19: 'Portrait de la jeune fille en feu' von Céline Sciamma. In: sennhausersfilmblog.ch, 19. Mai 2019 (abgerufen am 23. Mai 2019). ↑ Verena Lueken: An der Quelle männlicher Träume. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Mai 2019, Nr. 119, S. 13. ↑ Peter Osteried: Porträt einer jungen Frau in Flammen. In: programmkino.de. Abgerufen am 13. September 2019. ↑ Hannah Pilarczyk: Die schönsten Mädchen von Cannes. In: Spiegel Online, 20. Mai 2019 (abgerufen am 24. Mai 2019).
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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