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Zu Goethes Studentenzeit 1770 im Elsass. Er und sein Freund Wagner, ein ewiger Bummelstudent, der das Studentendasein mehr der Vergnügungen als des Studierens wegen liebt, reiten gemeinsam nach Sesenheim, wo der Pfarrer Brion mit seinen beiden Töchtern Friederike und Salomea lebt. Kaum angekommen, ist es um den jungen Goethe geschehen – er hat sich in Friederike verliebt, und auch die junge Frau bemerkt rasch, dass ihr Johann Wolfgang nicht gerade gleichgültig ist. Beide jungen Leute verleben eine glückliche Zeit im Pfarrhausgarten und am Rhein, auch wenn Friederikes Mutter über die Beziehung alles andere als glücklich ist, und auch der kaiserliche Rat Goethe, Johann Wolfgangs gestrenger, alter Vater, diese Liaison mit Argwohn betrachtet, wie Freund Wagner nicht zu Unrecht vermutet. Wirkliche Gefahr für das junge Glück naht jedoch aus Weimar. Im Auftrag des kunstsinnigen Herzogs Karl August soll der alte Hauptmann Knebel den talentierten Nachwuchsdichter in die Residenzstadt bringen. Einzige Bedingung: Goethe müsse unverheiratet sein. Damit ist der junge Poet aber überhaupt nicht einverstanden, und so lehnt er das herzogliche Ansinnen ab. Da Freund Wagner aber erkennt, welche Chancen sich Goethe in Weimar eröffnen würden, bittet er Friederike dahingehend auf Goethe einzuwirken, das Angebot doch noch anzunehmen und überdies auf eine gemeinsame Zukunft mit dem jungen Frankfurter altruistischerweise zu verzichten. Und so spielt die Pfarrerstochter Goethe vor, dass ihr Herz längst an jemand anderen vergeben sei, einem gewissen Lenz. Enttäuscht reist Goethe nach Weimar ab, während Friederike still vor sich hinleidend mit gebrochenem Herzen zurückbleibt.
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