Julian und Marie sind auf einem Schiff anlässlich der Hochzeit seines Bruders. Als Julian Marie auf der Hochzeit öffentlich einen Heiratsantrag macht, teilt sie ihm mit, dass sie nicht wisse, ob sie ihn heiraten will. Daraufhin flüchtet Marie aufs Land in ein leerstehendes Haus ihrer Familie. Sie hat vor, ihre Gedanken zu sortieren. Bald tauchen nach und nach „Gedankenmenschen“ neben ihr auf: Ihre Mutter und ein Ex-Freund. Ihre Gedanken werden von immer mehr Menschen aus ihrem Leben personifiziert, die beginnen, einzelne Situationen zu hinterfragen. Das allmähliche Verfestigen der Gedanken durch Personen wird bildlich dargestellt. Erinnerungen und Echos von früher manifestieren sich, aber auch Hoffnungen und Zweifel werden sichtbar. Kurze Zeit später ruft Julian Marie an und fragt sie, ob er zu ihr kommen dürfe. Sie stimmt nach kurzem Zögern zu. Er hat seine eigenen Gedankenmenschen dabei. Zunächst sind seine beiden Brüder zu sehen, später kommt sein Vater dazu.
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Der Film beginnt mit einigen Einstellungen, die die zehnjährigen Zwillinge Elias und Lukas beim Spielen in der Natur zeigen. Bei einem Tauchwettbewerb im See ruft Elias mehrfach nach Lukas, doch dieser scheint nicht mehr aufzutauchen. Nach diesem Prolog setzt die Haupthandlung ein. Die Mutter der Kinder kehrt von einer aufwendigen Gesichtsoperation wieder in ihr modernes, einsam gelegenes Haus zurück. Der aus der Sicht der Kinder erzählte Film bietet den Zuschauern nur bruchstückhaft Hinweise auf den Kontext der Geschichte: Aus Gesprächsfetzen und Internetrecherchen der Zwillinge wird ersichtlich, dass der Handlung eine Trennung und ein Unfall vorausgingen, dass das Haus zum Verkauf steht und die Mutter mit Online-Dating begonnen hat. Für die Jungen scheint die stark einbandagierte Mutter seit ihrer Rückkehr verändert. Sie ignoriert Lukas und fordert Elias auf, es ihr gleichzutun. Außerdem ist sie plötzlich sehr streng. Den Zwillingen kommen zunehmend Zweifel daran, dass die Frau in ihrem Haus tatsächlich ihre Mutter ist: Beim Spiel Wer bin ich? kann sie sich nicht erraten, plötzlich ist sie nicht mehr tierlieb und die Zwillinge finden ein Bild, das die Mutter scheinbar mit einer Zwillingsschwester zeigt. Der Zuschauer sieht auch, dass die Mutter vortäuscht, zu schlafen, und ihr Gesicht erst bandagiert, als sie die Zwillinge vom Spielen nach Hause kommen sieht. Ein Wechselspiel von trotzigem, misstrauischem Verhalten der Zwillinge und zunehmend aggressiven Bestrafungen der Mutter beginnt. Als die Zwillinge die Mutter schließlich auffordern, ihr bandagiertes Gesicht zu zeigen, werden sie im Zimmer eingeschlossen. Am nächsten Morgen jedoch zeigt die Mutter ihr scheinbar altes Gesicht und bietet den Zwillingen Versöhnung an. Die Zweifel der Zwillinge sind jedoch zu weit fortgeschritten: Sie fliehen aus dem Haus und suchen beim Pfarrer im Dorf Hilfe, der sie jedoch zurück zur Mutter bringt. Als der Pfarrer eine Erklärung fordert, bricht die Mutter in Tränen aus und sagt, es müsse an der Trennung und an dem Unfall liegen. Als sich die Möglichkeit ergibt, fesseln die Zwillinge die Mutter ans Bett. Als zwei Spendensammler des Roten Kreuzes erscheinen, wimmeln sie diese ab. Die Mutter bittet erst verärgert, dann verzweifelt darum, losgemacht zu werden, während die Zwillinge sie zunehmend gewalttätig zwingen wollen, den Aufenthaltsort ihrer wahren Mutter preiszugeben. Die Frage nach Lukas‘ Lieblingslied beantwortet sie falsch. Sie verbrennen ihr Gesicht mit einer Lupe und kleben ihren Mund vorübergehend mit Sekundenkleber zu. Elias bekommt zwischenzeitig Skrupel, doch Lukas überzeugt ihn weiterzumachen. Die Zwillinge erlauben der Mutter, das mittlerweile eingenässte Bettlaken zu wechseln. Doch sie begeht einen Fluchtversuch, stürzt dabei aber über einen über den Boden gespannten Draht. In der nächsten Szene liegt die Mutter auf dem Boden des Wohnzimmers festgeklebt. Elias gibt ihr eine letzte Chance zu beweisen, dass sie seine Mutter ist: Sie soll ihm sagen, was der neben ihm stehende Lukas tut. Die Antwort der Mutter bestätigt erstmals explizit, was im bisherigen Verlauf des Films durch das Verhalten der Figuren angedeutet wurde: Während des gesamten Films redet Lukas mit niemandem außer mit Elias. Nur Elias kann Lukas wahrnehmen, der vor Beginn der Haupthandlung gestorben ist. Elias gibt sich die Schuld an Lukas‘ Tod und ist psychotisch. Alle bisherigen Handlungen der Zwillinge gingen allein von Elias aus. Da die Mutter den imaginären Lukas nicht sehen und demzufolge nicht die von Elias verlangte Antwort geben kann, zündet Elias die Vorhänge an. Die Mutter verbrennt. Die eintreffende Feuerwehr kann nichts mehr ausrichten. Aus der Ferne sieht man links im Bild eine weiße Gestalt am Löschfahrzeug vorbeilaufen. Diese wird von den Feuerwehrmännern jedoch nicht wahrgenommen. In der Schlussszene laufen Elias und Lukas durch ein Maisfeld. Auf einer Lichtung stehen sie mit Mutter wieder glücklich vereint.
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