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Frau Zureich ist die Besitzerin einer Herberge im schweizerischen Val Tremola (Tessiner Alpen), die einen ziemlich schlechten Ruf besitzt. Um zusätzlichen Einnahmen zu erwirtschaften, setzt sie ihre Angestellten und sogar ihre eigene Tochter unter Druck, sich den Herbergsgästen sexuell zur Verfügung zu stellen. Einzig ihre Nichte Violantha kann sich derlei Zumutungen entziehen. Eines Tages schlägt eine Kompanie Soldaten in Vorbereitung eines stattfindenden Manövers ganz in der Nähe ihr Quartier auf. Da Soldaten aufgrund ihres langjährigen Dienstes oftmals sexuell ausgehungert sind, macht Violantha wohlweislich um diese Leute einen großen Bogen. Dennoch gelingt es einem Leutnant, die junge Frau zu verführen und sie in ihr Bett zu zerren. Zu seinem großen Unglück ist sein direkter Vorgesetzter, der Kommandant der Truppe, auf allgemeiner Inspektionstour und bemerkt die nicht genehmigte Abwesenheit seines Offiziers. Als dieser zur Kompanie ins Lager zurückkehrt, wird er sofort wegen unerlaubten Entfernens von der Truppe in Arrest genommen. Violantha, die nicht weiß, warum plötzlich ihr Leutnant wie vom Erdboden verschluckt ist, denkt sich ihren Teil und macht sich auf den Weg aus ihrem Tessiner Tal in die Stadt, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Die erhält sie schließlich beim alten Gastwirt Hofer. Jahre gehen derweil ins Land, der Gemeindeamtmann Alderich Renner wirbt um die seit der unliebsamen Begegnung mit dem Soldaten recht schüchtern gewordenen Violantha. Schließlich gibt sie seinem Drängen nach, ihn zu heiraten. Kurz vor der Hochzeit erfährt Violantha von ihrem Zukünftigen von dessen dunklem Familiengeheimnis. Er habe einen Bruder namens Marianus, und der sei das „schwarze Schaf“ der Familie. Eines Tages sei er bei Nacht und Nebel nach Amerika ausgewandert, und seitdem habe man nie mehr wieder etwas von ihm gehört. Als eines Tages Marianus wie aus dem Nichts in Alderichs Heimatort wieder auftaucht, muss Violantha, mittlerweile Mutter von zwei Kindern, mit Schrecken feststellen, dass dieser Mann ihr soldatischer Verführer von einst ist. Nicht etwa, dass Marianus nun um Verzeihung für seine sexuelle Überrumpelungstat erbittet, nein: er versucht vielmehr, sich Violantha erneut gefügig zu machen, indem er ihr droht, andernfalls mit seinem Bruder über ihr Vorleben ein Wörtchen zu wechseln. Violantha ist jedoch nicht bereit, sich von Marianus erpressen zu lassen, und flieht allein in die Berge. Marianus folgt ihr und will sie diesmal sogar vergewaltigen. Es kommt zu einem Kampf, bei dem der Schurke den Tod beim Sturz von einer Klippe in die Tiefe findet. Von allen Schatten der Vergangenheit befreit, kehrt die treue Ehefrau zu ihrem Gatten Alderich zurück.
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