Drama, TV-Film 1960 2h

Der Meineidbauer

Regie: Otto Hoch-Fischer

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Ein Tiroler Bauer reisst den Hof seines Stiefbruders an sich, nachdem dieser gestorben ist, indem er dessen Testament vernichtet hat. Er begeht anschließend einen Meineid vor Gericht um die rechtmäßigen Erben zu prellen. Als die Wahrheit herauskommt, geht er an seinem schlechten Gewissen zugrunde.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Paula Roth hat einen schweren Stand in ihrem österreichischen Heimatdorf Ottenschlag. Sie lebt unverheiratet mit dem Bauern Jakob zusammen, der zu Beginn der Geschichte schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert wird und bald darauf stirbt. Nun wird offen gegen sie gegiftet, man nennt sie eine „Zigeunerin“. Paula möchte, dass auf dem Hof, den laut ihrer Aussage Jakob ihr vererben wollte, alles bleibt wie bisher und auch, dass Jakobs Halbbruder Mathias Ferner weiter Großknecht bleibt. Dieser ist darüber enttäuscht, hatte er doch insgeheim gehofft, selbst den Hof zu erben. Damit Paula nicht in den Besitz des Schreibens von Jakob kommt, in dem Jakob festgehalten hat, dass Paula den Hof erben soll, macht Mathias sich auf die Suche danach und entdeckt das Schriftstück im Geheimfach des Sekretärs. Er und sein Sohn Franz gehen demnach leer aus. Mathias nimmt das Dokument an sich und leistet vor Gericht einen Meineid, indem er schwört, dass nur er den Hof habe erben sollen. Er wisse nichts von einem Schriftstück, das das Gegenteil besage. Paula aber besteht auf ihrem Recht. Sie versichert, es gäbe dieses Dokument, und lehnt deshalb auch eine finanzielle Einigung ab, denn sie sei nicht als Bittstellerin hergekommen. Sie verlange lediglich ihr Recht. Das Gericht gibt angesichts des verschwundenen Dokuments dem Meineidbauer recht. Der Beisitzer Demuth vom Nachlassgericht hätte das Urteil beeinflussen können, schweigt aber. Mathias hatte Demuth kurz zuvor besucht auf der Suche nach einem Brief, den er an seinen inzwischen toten Bruder abgeschickt hatte und in dem er seine Bestürzung darüber ausgedrückt hatte, dass Jakob den Hof an Paula und ihre Kinder vermache. Somit weiß Demuth, dass Mathias Ferner lügt und meineidig geworden ist. Ehe er das Schreiben fand und las, hatte Mathias das Amtszimmer bereits wieder verlassen. Um ganz sicher zu gehen, dass sich an den Besitzumständen auch künftig nichts ändert, macht Mathias Paula einen Heiratsantrag, doch weist sie diesen hohnlachend zurück. Verbittert verlässt Paula mit ihrer und Jakobs Tochter Marei und dem Sohn Jakob junior die Gegend und kehrt zu den ihren zurück. Kurz darauf erhält Mathias Besuch von Demuth, der nun Kapital aus seinem Wissen um Mathias’ Meineid schlagen will und Ferner eine Fotokopie des Briefdokuments vorlegt. Demuth verlangt eine monatliche Leibrente. Ferner glaubt sich trotz des Erpressers am Ziel seiner Träume und verspricht seinem Sohn Franz eine goldene Zukunft auf dem Hof. Zehn Jahre sind vergangen. Marei und Franz sind mittlerweile erwachsen geworden. Als beide sich nach so langer Zeit wiederbegegnen, erkennen sie einander nicht. Rasch beginnen die jungen Leute, etwas füreinander zu empfinden. Paula hat sich inzwischen eine kleine Existenz mit einem Berglokal aufgebaut. Ihr Sohn Jakob macht ihr einigen Ärger, denn er betätigt sich im Grenzgebiet als Schmuggler. Zwei Grenzjäger sind ihm und seinem Kumpan bereits auf der Spur. Mutter Paula versteckt ihren flüchtigen Sohn in ihrem Beisl. Dass Jakob nicht gefasst wird, hat sie nur dem Revierleiter Pichler zu verdanken, der seine schützende Hand über Paula und ihre Familie hält und die zweifache Mutter bittet, ihn zu heiraten. Bald darauf gesteht Franz Marei, dass er der Sohn des Meineidbauers sei, was bei dem jungen Mädchen Angst auslöst, und zur Folge hat, dass die junge aufkeimende Liebe zum Scheitern verurteilt ist. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Demuth liegt im Sterben und wird vom Pfarrer dazu überredet, ihm die Erlaubnis zu geben, nach seinem Tod den zurückgehaltenen Brief an Paula weiterzuleiten. Paula trauert gerade um ihren Sohn, der bei einem Feuergefecht mit Grenzbeamten erschossen wurde. Als sie vom Pfarrer den Brief erhält, hat sie nun erstmals etwas in der Hand, womit sie dem Meineidbauer den von ihm unterschlagenen Bauernhof wieder abnehmen kann. Sofort konfrontiert Paula Mathias mit der Neuigkeit, worauf dieser sich beinahe an Paula vergreift. Mit Müh und Not hält der anwesende Ferner-Sohn Franz seinen Vater davon ab. Franz erkennt, weshalb Paula ihn von ihrem Grundstück verwiesen hat und massive Einwände gegen Mareis Beziehung zu ihm vorbringt. Er sagt seinem Vater auf den Kopf zu, dass er einen Meineid geleistet habe. Zwischen Vater und Sohn kommt es deswegen zu einem schweren Zerwürfnis. Paula will nach der Beerdigung ihres Sohnes Jakob dafür kämpfen, dass sie für sich und Marei den ihr zustehenden Hof zurückbekommt. Franz eilt zu Paula und versucht ihr klarzumachen, dass er von seines Vaters Machenschaften nichts gewusst habe. Paula glaubt ihm kein Wort, und so kommt es auch zwischen ihm und Paula zum Zerwürfnis. Enttäuscht zieht er ab, begleitet von Marei, die an der Sturheit ihrer Mutter verzweifelt. Kaum sind die beiden gegangen, taucht der Meineidbauer auf, angeblich, um eine Aussprache zu suchen. Rasch eskaliert die Situation, und Ferner droht, Paula zu ermorden, sollte sie den Brief nicht herausrücken und nicht aufhören, gegen ihn vorgehen. Franz, mit Marei auf dem Heimweg, eilt zurück und reißt Mathias von Paula weg, die er zu würgen begonnen hat. Der alte Ferner schubst seinen Sohn unwirsch weg, wobei dieser unglücklich stürzt. Wie benommen schleicht sich der Alte, der seinen Sohn tot glaubt, aus dem Haus. In seiner Unachtsamkeit rutscht Mathias Ferner in dunkler Nacht aus und stürzt in die Tiefe eines Abhangs hinunter. Dabei kommt der Meineidbauer ums Leben. Dank der Pflege von Marei und Paula geht es Franz bald wieder besser. Paula verspricht ihrer Tochter, dass sie fortan keine Einwände mehr gegen eine Beziehung Mareis zu Franz haben werde. Auch ein eigenes Glück mit Revierleiter Pichler scheint ihr jetzt möglich.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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