Historie, Kriegsfilm 1960 1h 49m

Strafbataillon 999

Regie: Harald Philipp

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Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Während des 2.Weltkriegs genügten kleine Verfehlungen, um wegen Hochverrats oder Feigheit vor dem Feind angeklagt zu werden, in der Regel gefolgt von einem schnell vollzogenen Todesurteil. Doch als der Russland-Feldzug ins Stocken kam, benötigte die Wehrmacht jeden gesunden Mann, weshalb das Strafbataillon 999 ins Leben gerufen wurde, wo wegen geringer Verbrechen vorbestrafte Männer, Kommunisten oder Deserteure versammelt wurden, die zu sogenannten "Himmelsfahrtkommandos" ins Feld geschickt wurden.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Der Film spielt im Deutschen Reich in der Spätphase des Zweiten Weltkrieges. Schon geringfügige Verfehlungen reichen, um wegen Hochverrats oder Feigheit vor dem Feind angeklagt zu werden. Diesen üblichen Rechtsstandards Hohn sprechenden „Urteilen“ folgte in der Regel ein unmittelbar im Anschluss daran vollzogenes Todesurteil. Bald erkennt aber die Wehrmachtsführung, dass es sich bei wegen geringfügiger Vergehen zu Gefängnis oder Exekution verurteilten Soldaten um pure Verschwendung von „Kanonenfutter“ handelt. Die Wehrmacht befindet sich im Osten auf dem Rückzug, jeder gesunde Mann wird dringend benötigt. Daher wird eine Sondereinheit gegründet, die diesen verurteilten Soldaten eine „zweite Chance“ geben soll, die Chance zur Bewährung: das Strafbataillon 999. Im Rahmen dieser Einheit werden wegen geringer Verbrechen vorbestrafte Männer, Kommunisten oder Deserteure zu sogenannten „Himmelsfahrtkommandos“ einberufen und an die Front geschickt. Anhand eines Einzelschicksals wird das tagtägliche Leben (und Sterben) im Strafbataillon dramatisch dokumentiert. Der Bakteriologe Dr. Ernst Deutschmann wurde verurteilt, weil man ihm Selbstverstümmelung vorwarf, um sich dem Wehrdienst zu entziehen. Die Wahrheit liegt jedoch woanders: Deutschmann unternahm einen Selbstversuch, um ein Serum zu entwickeln. Doch mit seinem Experiment stand er der SS im Allgemeinen und deren Mitglied Dr. Kukil, der ein entsprechendes Gutachten gegen Deutschmann verfasste, im Weg. Nun bekommt auch er die Chance, sich durch den Dienst im Strafbataillon 999 zu bewähren. Deutschmanns Ehefrau Julia kämpft derweil daheim um die Aufhebung des Urteils gegen ihren Mann und muss sich deshalb auch mit Kukil und dem zuständigen SS-Standartenführer auseinandersetzen. Beide Männer versuchen die Situation Julias, deren Mann sich fern der Heimat befindet, auszunutzen und nähern sich ihr auf ungehörige Weise. Im Bataillons-Camp trifft Ernst Deutschmann auf andere, ähnlich hart bestrafte Soldaten: den ehemaligen Oberst von Bartlitz, der gegen den Befehl seiner Vorgesetzten gehandelt hat, als er mit einem Rückzug das Leben seiner verwundeten Soldaten rettete; den einfachen Soldaten Wiedeck, der seinen Heimaturlaub nicht rechtzeitig beendet hat, um seine schwangere Frau nicht mit der Ernte allein zu lassen; und den wegen mehrfachen Einbruchs verurteilten, widersetzlichen Schwannecke. Sie werden einer besonders harten Prüfung unterzogen, als Hauptfeldwebel Krüll das Kommando übernimmt. Der bullige, untersetzte Unteroffizier mit einem lautstarken Kommandoton gilt als erbarmungsloser Schleifer. Er und die anderen Offiziere wie z. B. Oberleutnant Bevern haben keine Hemmungen, ihre Untergebenen gnadenlos zu drillen und zu verheizen, denn an menschlichem Nachschub mangelt es nie. Den sadistisch-unmenschlichen Krüll und Bevern steht mit Oberleutnant Obermeier ein humaner und idealistischer Offizier gegenüber, der auch in Ausnahmesituationen seine Untergebenen wie Menschen behandelt, da er an ihre zweite Chance glaubt. Er deckt sogar Schwannecke, als dieser Beverns Tod verursacht und überträgt Krüll das Kommando zu einem Einsatz, obwohl dieser sich zuvor als psychisch nicht für den Fronteinsatz geeignet erwiesen hat. Am Ende aber müssen alle an der Front ihren Mann stehen und werden einer nach dem anderen in einem verbrecherischen Krieg verheizt. Während neben Bartlitz und Wiedeck auch Obermeier in den Kampfhandlungen sein Leben lassen muss, erliegt Deutschmann seinen schweren Verletzungen, nachdem ihn Schwannecke aus einem brennenden Haus gerettet hat; Schwannecke selbst kommt kurz darauf bei dem schon länger von ihm geplanten Versuch zu Tode, überzulaufen. Nur Krüll schafft es stets rechtzeitig, den Kopf einzuziehen und überlebt den Einsatz als einer der wenigen. Zurück im Strafbataillon, steht bereits eine neue Kompanie zur Übernahme bereit.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

Szenen, Videos & Fakten

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Strafbataillon 999 – Szenenbild
TMDB · Szenenbild
Länder
Germany
Studio
Zeyn-Film
Freigabe
16

Besetzung

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