Komödie 2019 1h 29m

Big Manni

Regie: Niki Stein

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Für den regional erfolgreichen Unternehmer Manfred Brenner könnte es Mitte der 1980er Jahre wahrlich besser laufen. Für Brenner jedoch kein Grund zur Sorge, denn er rechnet fest mit einem Durchbruch mit seiner neu gegründeten Firma FlowTex. Diese soll mit neuartigen Horizontalbohrsystemen den Rohrleitungsbau im Untergrund revolutionieren. Als der große Erfolg jedoch ausbleibt, muss Brenner auf Zeit spielen. Und es klappt, indem er mit gefälschten Aufträgen und mit Bohrsystemen, die gar nicht existieren, arbeitet. Mit Charme und seiner Überzeugungskraft schafft es Brenner, Kredite und Leasingverträge anzuhäufen.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Manfred Brenner ist schon als Kind geschäftstüchtig und handelt mit Spielzeugautos, sein Spitzname lautet Big Manni. Kaum erwachsen, setzt er seinen Unternehmersinn im Großen ein und importiert aus Italien billig luxuriöse Sportwagen, für die er die TÜV-Hauptuntersuchung organisiert und dann mit Gewinn auf dem deutschen Markt verkauft. Danach etabliert er sich Mitte der 1980er Jahre mit der Marke Flow Color in Ettlingen als Hersteller von Fassadenfarbe und wird regional sogar zum Marktführer. Während eines Skiurlaubs lernt er seine Frau kennen, heiratet sie und lebt mit ihr in ausgesprochen luxuriösen Verhältnissen. Nach einem geschäftlichen Tief und Steuerproblemen gründet Brenner die Firma FlowTex, mit der er den großen Durchbruch schaffen will: Er kommt zufällig mit dem Ingenieur Armin Pfortner in Kontakt, der ein neuartiges Horizontalbohrsystem entwickelt, das den Rohrleitungsbau im Untergrund revolutionieren soll. Um dieses Projekt umzusetzen, fehlt diesem jedoch das nötige Kapital. Brenner sieht Marktchancen in diesem System, bekommt aber aufgrund von Steuerschulden ebenfalls keinen Bankkredit. Deshalb fingiert er einen Raubüberfall, der es ihm ermöglicht, mit den Versicherungsgeldern einen Teil seiner Steuerschulden zu begleichen und mit der neuen Firma zu starten. Auch seine Steuerunterlagen lässt er bei dem Raub verschwinden. Im Rahmen der Ermittlungen zu dem Raub ermittelt Brenners ehemaliger Schulkamerad Thomas Bärlach, der Kriminalpolizist geworden ist. Die Umstände des Raubes erscheinen ihm verdächtig: Brenners Frau war ausgerechnet zum Tatzeitpunkt nicht anwesend und die gestohlenen Gegenstände sind hoch versichert. Sein Anfangsverdacht lässt sich aber zunächst nicht weiter erhärten. Ernüchtert muss Brenner feststellen, dass Pfortners Bohrsystem Schwächen hat: Im Gegensatz zu konventionellen Maßnahmen im Rohrleitungsbau ist die Methode auf barrierefreien Untergrund angewiesen. Mit anderen Leitungen, Fundamenten, Felsen oder auch Blindgängern aus dem Weltkrieg kann das System nicht umgehen. In Konkurrenz mit einem regionalen Bauunternehmen hat Brenner Probleme, Aufträge zu bekommen. Mittels eines gekauften Gutachtens und seiner Überzeugungskraft gelingt es ihm, einen Kredit in Höhe von 20 Millionen zu bekommen. Aufträge bleiben allerdings immer noch aus und von den angeblich zehn produzierten Bohrern kann er der Bank bei einer unangekündigten Prüfung nur zwei präsentieren. Brenner erklärt kurzerhand, dass die anderen Bohrer im Einsatz wären. Ein Mitarbeiter stellt Typenschilder mit weiteren Seriennummern her, die an den zwei Maschinen montiert werden und täuscht so weitere Maschinen vor. Zufällig wird Dr. Stoschek von der Landesbank auf das Bohrsystem aufmerksam und bewilligt weitere 20 Millionen, nachdem ihm der Bohrer im Einsatz gezeigt wird. Die Präsentation des Einsatzes hat Brenner jedoch trickreich arrangiert und zeigt keine reale Bohrsituation. Zwischen Pfortner und Brenner spitzt sich der Konflikt um die mangelhafte Praxistauglichkeit der Maschinen zu. Brenner fordert Pfortner auf, endlich eine Maschine zu entwerfen, die mit einer komplizierten Bohrsituation zurechtkommt. FlowTex erhält aber immer noch keine Aufträge und so ändert Brenner seine Strategie. Solange die Banken Vertrauen zu seinem Produkt haben und immer wieder Kredite bewilligen, genügt ihm das. Für Brenner ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihr System so ausgereift ist, dass FlowTex tatsächlich Marktführer wird und die Kredite zurückgezahlt werden können. Um Aufträge und Umsätze vorzutäuschen, betreibt Brenner in hohem Umfang Scheingeschäfte mit der Firma Flow Color, deren Geschäftsführer sein Bruder ist. Diese mietet Brenners Maschinen, die nur auf dem Papier existieren und gaukelt sehr überzeugend vor, dass die Geräte bundesweit im praktischen Einsatz wären. Durch das Schneeballsystem, bei dem die Gläubiger von FlowTex durch die Investitionskredite weiterer Banken bedient werden, laufen die Geschäfte scheinbar sehr gut. Der Kriminalbeamte Bärlach hat zu dem fingierten Raub immer noch keinen Täter ermitteln können und mutmaßt, dass ein Versicherungsbetrug vorliegt. Als er Brenner davon berichtet, lässt dieser seine Beziehungen über den Abgeordneten Rettinger, Stoschek als Vertreter der Landesbank und den Staatsanwalt spielen, um Bärlachs weitere Ermittlungsarbeit zu stoppen. Nach vier Jahren Weiterentwicklung gibt es einen neuen Prototyp des Bohrers, den Brenner werbewirksam bei Banken und Politik vermarktet. Die Schaffung von Arbeitsplätzen öffnet ihm alle Türen und sogar arabische Geldgeber werden auf ihn aufmerksam. Bei einem Treffen, das Stoschek mit einem arabischen Investor organisiert, werden die Vorurteile gegen Frauen deutlich: Brenner soll das Gespräch ohne seine Frau führen, dieser aber besteht auf deren Anwesenheit. FlowTex expandiert, Brenner baut die Scheingeschäfte aus und präsentiert seinen Gläubigern stets nur einzelne von angeblich über 1300 Bohrsystemen. Weitere existieren nur auf dem Papier, die Investoren verlangen nur Kopien von Fahrzeugbriefen, die mit wenig Aufwand gefälscht werden. Brenners Idee, einen Teil der Bohrsysteme als Scheingeräte ohne Funktion fertigen zu lassen, weist Pfortner vehement zurück. Brenner ist derart hoch angesehen bei Banken, Politikern und Investoren, dass die Fassade des wirtschaftlich sehr erfolgreichen Unternehmens keine Risse bekommt. Der Abgeordnete Rettinger schlägt Brenner den Bau eines Regional-Flughafens vor und skizziert eine 'große Zukunft' für das Projekt. Brenner willigt nach nur kurzem Nachdenken ein und bekommt von Rettinger die ehemalige Mitarbeiterin seines Abgeordnetenbüros Felicia Brandt als juristische Beraterin. Brandt durchschaut sehr rasch Brenners Scheinfirmengeflecht und rät ihm, verschleiernde Transaktionen noch komplexer zu gestalten. Bärlach verfolgt weiter seinen Anfangsverdacht und recherchiert akribisch Brenners Geschäfte. Unter anderem verfolgt er Barzahlungen im Millionenbereich, die Brandt mit Privatflugzeugen über den neuen Flughafen abwickelt. Mit seinen Ergebnissen kann er nun endlich die Staatsanwaltschaft überzeugen, ein Ermittlungsverfahren gegen FlowTex einzuleiten. Brenner plant inzwischen sogar den Gang an die Börse, um Geld für die Bedienung seiner Kredite aufzutreiben. Auf einen Hinweis des Wirtschaftsprüfers auf das aktuelle Verfahren setzt sich Brenner mit seiner Familie vorübergehend nach Argentinien ab und berät sich mit seinem Bruder, wie sie weiter vorgehen sollen. Brandt wird ausgewählt, durch eine Selbstanzeige die Ermittlungen ins Leere laufen zu lassen. Brandt Bartransaktionen werden mit Schmiergeldzahlungen an unbekannte Empfänger begründet. Brenners Beziehung leidet zunehmend: Seine Frau nimmt Brenners extreme Anspannung wahr, wird misstrauisch und betont, dass ihr nur an Brenner als Ehemann und Vater und nicht an dem Reichtum gelegen ist. Thomas Bärlach gelingt es am Ende nachzuweisen, dass Brenner nur Scheingeschäfte getätigt hatte. Die angeblichen Produktionsanlagen seiner Horizontalbohrer in Spanien existierten überhaupt nicht und Bärlach ist nach Jahren der erste, der sich dafür ernsthaft interessiert hat. Nun beginnt das ganze Lügengerüst um Brenner zusammenzubrechen und Bärlach findet endlich Gehör bei der Staatsanwaltschaft. Brenner lässt sich am Ende von Bärlach festnehmen.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

Szenen, Videos & Fakten

Bildmaterial von TMDB; Videos werden erst nach deiner Auswahl von YouTube geladen.

Länder
Germany
Studio
ARD, Polyphon Pictures

Besetzung

Kinoprogramm Im Kino in deiner Nähe PLZ eingeben · Spielzeiten prüfen

Kinoprogramm-Daten sind vorhanden, aber dieser Film ist noch nicht sicher mit dem Anbieter gematcht.

Anzeige · Partner
Unterstützt das Magazin

Empfehlung aus dem Kinokritiker-Netzwerk

Ausgewählte Partnerlinks halten die redaktionelle Plattform unabhängig und sichtbar getrennt von Kritik, Wertung und TMDB-Daten.

Partner-Link