Der historische Hintergrund der Erzählung ist die Überstellung von 269 hingerichteten Frauen an die Berliner Anatomie in den Jahren 1939–1945. Die Leichen wurden zu Versuchszwecken missbraucht.
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Der Immobilienmakler Thomas wird von seiner Schwester Elisabeth und ihrem Mann Stephan zum Abendessen eingeladen; dieser ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Uni Bonn, sie ist Deutschlehrerin an einem Gymnasium. Zu Gast ist auch René König, Orchestermusiker und Pflegebruder der Geschwister. Thomas sieht Vaterfreuden entgegen, was ihn rasch in den Mittelpunkt rückt und ihm sichtlich behagt. Als man nach dem Namen seines künftigen Sohnes fragt, fordert er dazu auf, ihn zu erraten. Trotz Hilfestellung (Anfangsbuchstabe A, historischer Bezug) kommt keiner auf die Lösung, bis er sie selbst verkündet: Adolf. Zuerst hält man das für einen schlechten Scherz – und im nachfolgenden Streit für einen Tabubruch. Wortführer der Opposition ist Stephan, dem es allerdings nicht gelingt, seinen Schwager argumentativ in die Enge zu treiben. Dass der in der Tat scherzt, erfährt vorerst nur René. Die Gemüter haben sich etwas beruhigt, als Thomas’ Frau Anna hinzukommt, die Schauspielerin werden will und ein Casting wahrgenommen hatte. Durch ein Missverständnis entzündet sich ein neuer Streit, beginnend damit, dass Stephan nun gegen Anna stichelt wegen des geplanten Vornamens, ohne diesen zu nennen. Sie glaubt, er meint den, den ihr Sohn in Wahrheit bekommen soll – Paul, wie sein Großvater, der verstorbene Vater von Thomas und Elisabeth. Stephan wiederum weiß immer noch nicht, dass Thomas tatsächlich geblufft hat, und dieser greift zu spät ein. Als er es tut, ist der Streit längst eskaliert, mit beiderseitigen verletzenden Äußerungen, bis hin zu Annas Attacke, sie lasse sich von niemandem etwas sagen, der seine Kinder Caius und Antigone nennt. Nach diesem Eklat bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Zunächst geraten die zwei Streithähne noch einmal aneinander, indem sie sich gegenseitig entlarven: Stephan als geizig, Thomas als egoman von Kindesbeinen an. Schließlich finden beide in René König ein gemeinsames Opfer; Stephan eröffnet ihm, wie Thomas ihn in dessen Abwesenheit nennt – nämlich Königin –, was besagt, dass man ihn für schwul hält. René weist das von sich, da man ihm aber nicht glaubt, offenbart er allen, er sei schon seit Jahren, wenn auch heimlich, mit seiner Pflegemutter Dorothea (der leiblichen Mutter von Elisabeth und Thomas) zusammen. Allgemeines Entsetzen, Thomas rastet aus und streckt ihn mit einem Faustschlag nieder. Elisabeth verarztet ihn und hält ihm gleichzeitig vor, dass er sie, die ihm immer alles anvertraut, nicht eingeweiht habe. Ungewohnt sarkastisch fertigt sie anschließend ihre Mutter am Telefon ab, die sich erkundigt, wie der Abend verlaufen sei. „Großartig!“, spottet Elisabeth und teilt ihr sämtliche Enthüllungen mit, gipfelnd in der ihres Liebhabers René. Vollends in Rage bringt sie, dass Stephan auch noch von ihr verlangt, sich bei ihrer Mutter zu entschuldigen: In einer Wutrede hält sie ihm vor, wie er in all den Jahren zu seinem Vorteil ihre Bedürfnisse ignoriert habe, ohne sich je dafür zu entschuldigen. „Ihr könnt mich alle mal!“, schließt sie und geht zu Bett. Damit löst sich auch der Rest der Gesellschaft auf. Drei Monate später führt ein freudiger Anlass, Annas Entbindung, sie wieder zusammen. Thomas eilt ihnen in der Klinik entgegen und verkündet, die Mutter sei wohlauf, das Kind jedoch – ein Mädchen. Nach ihrem Namen befragt, zögert er kurz, lächelt – und der Film blendet ab.
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