Während des Zweiten Weltkrieges wohnt Marie Latour mit ihren beiden kleinen Kindern in einer Provinzstadt im besetzten Frankreich und verdient sich ihren Lebensunterhalt durch Strickarbeiten, die sie jedoch kaum über die Runden bringen. Aus Mitgefühl hilft sie einer Nachbarin bei einer Abtreibung. Als ihr Mann nach der Kapitulation der französischen Truppen heimkehrt, wird ihr die Mittelmäßigkeit ihres Daseins noch stärker bewusst. Er erkennt hingegen seine unabhängig und selbstbewusst gewordene Frau kaum wieder. Marie nimmt weiter Abtreibungen vor und mietet dafür ein Zimmer bei ihrer Freundin Lulu, einer Prostituierten. Dadurch kann sie sich ein großzügigeres Leben, besseres Essen und eine neue Wohnung leisten. Doch ihr Mann Paul verliert seinen neuen Arbeitsplatz bald wieder und wird immer verbitterter. Schließlich lässt sich Marie auf eine Affäre ein. Als Paul seine Frau eines Tages mit einem jungen Kollaborateur überrascht, denunziert er sie. ...
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Während der deutschen Besatzung in Frankreich befinden sich viele französische Männer in Kriegsgefangenschaft. Aus Not gehen viele französische Frauen mit deutschen Soldaten eine Beziehung ein, aus denen häufig auch ein Kind hervorgeht. Marie Latour, die selbst zwei Kinder hat, nimmt zunächst bei der Nachbarin, dann bei weiteren jungen Frauen als Engelmacherin illegale Abtreibungen vor. Damit bessert Marie das Einkommen ihrer eigenen Familie deutlich auf; es ermöglicht ihr manchen Luxus, den andere Familien nicht haben. Ihr Mann kommt wegen einer Verwundung arbeitsdienstuntauglich aus Deutschland zurück. Marie weist seine Annäherungen ab, da sie ihn nicht mehr liebt. Sie lernt die Prostituierte Lucy alias Lulu kennen und vermietet ihr das Kinderzimmer ihrer Wohnung stundenweise gegen Bezahlung. Ihr Mann fragt sie mehrmals, woher sie das Geld bekommt, doch sie spricht nicht mit ihm. Einmal stirbt eine Frau, nachdem sie bei Marie zur Behandlung war, woraufhin deren Mann Selbstmord begeht. Marie ist sich keiner Schuld bewusst und führt weiter Abtreibungen durch. Zu Reichtum gekommen, leistet sie sich eine Haushälterin und nimmt Gesangsstunden; ihr Traum ist, eines Tages Sängerin zu werden. Sie fühlt sich von einem Kunden Lulus angezogen, und auch ihm gefällt sie. Sie nimmt ihn zum Liebhaber. Eines Tages kommt ihr Mann von der Arbeit nach Hause und findet Lulu auf dem Sofa sowie Marie und ihren Geliebten im Bett schlafend vor. Nachdem Marie schon vorher nicht mehr mit ihm gesprochen und ihm keine Antworten mehr gegeben hat, sagt er nichts, ist jedoch tief verletzt. Er schreibt einen anonymen Brief an den örtlichen Kommissar und teilt ihm mit, dass seine Frau mehr als zehn Abtreibungen vorgenommen habe und einer Prostituierten Zimmer vermiete. Daraufhin wird Marie festgenommen. Die Sache wird hochgespielt und Marie in ein Gefängnis nach Paris verlegt. Ihr Anwalt ist begrenzt optimistisch. Niemand rechnet mit einem Todesurteil für eine Frau. Doch der Staatsgerichtshof, an dem normalerweise Verbrechen gegen das Volk verhandelt werden, statuiert unter dem Vichy-Regime ein Exempel und beschließt die Todesstrafe wegen durchgeführter Abtreibungen in 23 Fällen; auch ein Gnadengesuch wird abgelehnt. Der Film endet mit dem Fall des Fallbeils und der eingeblendeten Aufforderung, Mitleid mit den Kindern derer zu haben, die man verurteilt.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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