Ein Strumpfwarenarbeiter verdient durch harte Arbeit Geld in der Strumpfwarenhandlung. Dadurch kann seine Tochter den Fabrikbesitzer heiraten. Das Leben scheint unbeschwert geworden zu sein. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus ...
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Ein historischer Wirkstuhl Ort der Handlung ist zunächst ein Dorf im Erzgebirge, die Zeit das ausgehende 19. Jahrhundert. Schon in dritter Generation fertigt Johann Uhlig am ererbten Wirkstuhl in Heimarbeit Strümpfe, die Zwischenhändler Merkner ihm regelmäßig abnimmt. „Sag mal Johann, arbeitest du eigentlich gern?“, fragt seine Frau Anna ihn in der ersten Szene des Films. Anna und Johann lieben sich innig, doch fühlt Anna, dass sie und ihr Mann von der Arbeit, die ihnen kaum Luft zum Atmen lässt, gefangen gehalten werden; inständig hofft sie, dass wenigstens Otz, ihr kleiner Sohn, sich von dem Gewerbe einmal wird frei machen können. Johann selbst scheint sich mit den Umständen seines Lebens arrangiert zu haben. Anders als die Wirker, die seine Freunde sind, sucht er sein Heil weder bei Gott noch im Sozialismus. Die Tretmühle, die Johanns Arbeit am Wirkstuhl auch buchstäblich ist, wäre ewig so weitergegangen, hätte Anna ihrem Mann an dessen 30. Geburtstag nicht zugeredet, seine Freunde einmal zum Bier in die Gastwirtschaft einzuladen. Die Zeche beläuft sich auf 12,40 Mark: viel mehr, als Johann bezahlen kann. Um das Geld aufbringen zu können, verkauft er seine nächste Lieferung Strümpfe ausnahmsweise nicht an Zwischenhändler Merkner, sondern an den rumänischen Händler Forescu, der ihm den besseren Preis bietet. Wegen des Vertragsbruchs lässt Merkner Johann im Anschluss für drei Monate sperren. In der Hoffnung, ihre Ware dort verkaufen zu können, machen Johann und Anna sich zu Fuß auf den weiten Weg zur Leipziger Messe. Nach ihrer Ankunft in Leipzig erfahren sie, dass sie als Kleinanbieter auf der Messe gar nicht verkaufen können. Auf der Suche nach einem Abnehmer für seine Ware gelangt Johann in das Strumpfgeschäft Schütz. Die geschäftstüchtige Directrice kann neue Ware im Moment zwar nicht gebrauchen, Johanns volkstümliche Erscheinung, die zur Eleganz des Verkaufsetablissements in schroffem Gegensatz steht, gibt ihr allerdings eine Werbeidee ein: Sie möchte den gutaussehenden „Quersackindianer“ aus dem Erzgebirge in ihrem Schaufenster beim Strumpfwirken ausstellen. Als Johann das Ansinnen ablehnt, erkundigt Inhaber Schütz sich, ob Johann auch feine Seidenstrümpfe fertigen könne, möglicherweise in besserer Qualität als die Ware, die Schütz bisher aus England bezieht. Johann bestätigt dies, und obwohl er noch nicht weiß, woher er die Produktionskapazität nehmen soll, verpflichtet er sich, Schütz künftig 500 Paar im Monat zu liefern. Da Johann 50 % billiger verkauft als Merkner, geht Schütz das Risiko ein. Nach der Rückkehr ins Dorf involviert Johann die Wirker, die im selben Mietshaus wohnen wie er, und kauft das baufällige Haus dann auf, um es in eine Fabrik zu verwandeln. Durch Beleihung des Hauses kommt er wiederum zu genug Kapital, um dem Maschinenbauer Pulvermacher eine Anzahl moderner Wirkmaschinen abzukaufen. Als diese Veränderungen sich herumsprechen, versucht Zwischenhändler Merkner erneut, mit Johann ins Geschäft zu kommen. Johann lehnt ab, was Merkner ihm sehr übel nimmt. Johanns Betrieb wächst zu einer kleinen Fabrik heran. Johann und Anna haben viele Aufträge und leben im Wohlstand, sind allerdings noch immer hoch verschuldet. An Annas Kummer darüber, dass ihr Mann nur für die Arbeit lebt und ihre Liebe darüber vernachlässigt, hat sich nichts geändert. Als ihr zugetragen wird, dass Johann sich mit der Kellnerin Minna trifft, kommt es zwischen den Eheleuten erstmals zu einer offenen Verstimmung. Wie unbedeutend ihre ehelichen Differenzen sind, offenbart sich jedoch, als der auf Rache erpichte Merkner Johanns Wechsel aufkauft und ihm, um sein Lebenswerk zu zerstören, den Gerichtsvollzieher ins Haus schickt, der die Wirkmaschinen pfändet. Wieder hält Schütz (nomen est omen) seine schützende Hand über Johann und bringt ihn mit Bankier Balke zusammen, der ihm – da Schütz für Johann bürgt – zu dem Kapital verhilft, das nötig ist, um die Fabrikation mit Hilfe einer neuen Dampfmaschine auf moderne Methoden umzustellen. Zehn Jahre später. Obwohl die 30.000 Mark, die Johann von Balke geliehen hat, immer noch nicht abbezahlt sind, geht es dem Unternehmen glänzend, die Produktion wurde diversifiziert und weiter modernisiert, Hunderte von Arbeitern verdanken Johann ihre Existenz. Da bieten die Chemnitzer Grossisten 700.000 Mark für die Fabrik. Ein zweites Mal begehrt Anna gegen ihren Mann auf. Sie will, dass Johann, damit sie endlich frei werden, das Angebot annimmt, und stellt ihn schließlich sogar vor ein Ultimatum: er müsse zwischen ihr und der Fabrik wählen. Dabei fällt ihr Otz in den Rücken, ihr inzwischen erwachsener Sohn, der wie sein Vater das Kaufangebot ablehnt. Johann argumentiert, dass Otz gar nicht frei gemacht werden müsse, da er längst frei sei. Da sie Johann liebt, gibt Anna erneut klein bei und bleibt bei ihm. Der Erste Weltkrieg beginnt und schädigt Johanns Geschäfte schwer – nicht nur dadurch, dass der Juniorchef Otz als Soldat an die Front muss, sondern auch durch das Wegbrechen des internationalen Markts und dadurch, dass der Betrieb, weil er als nicht kriegswichtig eingestuft wird, keine Kohlen für die Dampfmaschine mehr bekommt. Johann gibt nicht auf und führt die Arbeit im kleinen Maßstab am alten Wirkstuhl weiter. Vier Jahre später, während der Novemberrevolution, brandmarken die aufständischen Matrosen Johann, obwohl dieser offensichtlich zur Heimarbeit zurückgekehrt ist, als „Kapitalisten“ und fordern die Vergemeinschaftung der brach liegenden Fabrik. Mit Hilfe der aus dem Felde zurückgekehrten Soldaten baut Johann den Betrieb dann ganz von vorn auf. Als er vor Entkräftung schließlich stirbt, übernimmt Otz, der unversehrt von der Front heimgekehrt ist, das Unternehmen. Schon als Kinder waren Otz und die Tochter von Schütz, Friedel, gute Freunde. Als Erwachsene heiraten sie. Einige Jahre später – die Zeit der Handlung ist jetzt die Gegenwart – fragt Liesel ihren Mann beiläufig: „Sag mal Otz, arbeitest du eigentlich gern?“
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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