Dokumentarfilm 1984 59m

Peter Lorre - Das doppelte Gesicht

Regie: Harun Farocki, Felix Hoffmann

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

„Kaum ein Film hat den Faschismus so genau vorgezeichnet wie 'M', und kaum ein Film hat den Faschismus so genau nachgezeichnet wie 'Der Verlorene'“, heißt es an einer Stelle in diesem Film. Dieses Zitat bildet die Achse, um die herum Harun Farocki und Felix Hofmann Peter Lorres Werk analysieren.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
In der Nachkriegszeit trifft der vielbeschäftigte Arzt Neumeister in einem Flüchtlingslager einen ehemaligen Kollegen wieder. Der gesuchte Nazi Hösch nennt sich jetzt Novak, auch Neumeister hat seinen ursprünglichen Namen Rothe abgelegt. Der heruntergekommene Novak verspricht sich Hilfe von dem Lagerarzt, da er diesem einst einen Gefallen getan hätte. Rothe rollt darauf ihre gemeinsame Geschichte während des Nationalsozialismus auf. Es erfolgt eine Rückblende nach Hamburg im Dezember 1943. Dr. Rothe ist ein Serumforscher. Für die Nazis ist seine Arbeit geheim und kriegswichtig. Seine Verlobte Inge spioniert seine Forschungen aus und beginnt ein Verhältnis mit Rothes Kollegen Hösch, der von der Abwehr in das Labor geschleust worden ist. Als Rothe von ihrem Verrat erfährt, ermordet er sie im Affekt. Doch die Nazis schützen den wichtigen Forscher vor der Verurteilung, obwohl dieser sich schuldig fühlt und nicht mehr weiterleben will. Hösch deckt ihn und verhindert damit eine Verurteilung Dr. Rothes. In einer Mischung aus Ekel, Lebensüberdruss und Schuldgefühlen ermordet Rothe eine fremde Frau, die ihn in der leeren S-Bahn während eines Luftangriffs zu umgarnen versucht. Da Rothe sich selbst als Monster empfindet, will er sich umbringen – zuvor versucht er aber noch Hösch und dessen Vorgesetzten Oberst Winkler zu erschießen. Als er in Oberst Winklers Villa erscheint, findet er heraus, dass dieser mit einer Widerstandsgruppe einen Anschlag auf die Nationalsozialisten plant. Durch sein Erscheinen hat Rothe unbewusst Hösch auf die Spur der Gruppe gebracht. Hösch lässt den Widerstand zerschlagen, Oberst Winkler wird gehängt. Rothes Haus ist unterdessen bei einem Bombenangriff zerstört worden, wobei seine junge Untermieterin Ursula und Inges Mutter ums Leben kamen. Er selbst kann sich durch die Zerstörung des Hauses ebenfalls leicht als tot ausgeben, Hösch lässt nicht weiter nach dem Wissenschaftler suchen. Zurück in der Gegenwart des Lagers glaubt Rothe, endlich in Hösch jemanden gefunden zu haben, der seine psychische Situation verstehen wird. Hösch hat sich nicht geändert und empfindet Rothes Schuldgefühle als fehl am Platze, stattdessen prahlt er mit der Ermordung von Oberst Winkler und will die Vergangenheit bedenkenlos hinter sich lassen. Rothe erschießt daraufhin Hösch und richtet anschließend sich selbst, indem er sich vor einen Zug stellt.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

Szenen, Videos & Fakten

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Länder
Germany
Studio
Harun Farocki Filmproduktion, WDR

Besetzung

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