Ein tragisches Nachkriegsproblem, das Schicksal der durch Bombenkrieg und Flucht von ihren Eltern getrennten Kinder
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Deutschland, fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Noch immer gelten 1,7 Millionen Deutsche, Zivilisten wie Soldaten, als vermisst oder verschollen, ihr Verbleib ist ungeklärt. Vermisste Angehörige sollten dem eigens dafür eingerichteten Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gemeldet werden, damit ihre Registrierung vorgenommen werden konnte. Das ist die Ausgangssituation des hier exemplarisch geschilderten Einzelfalls um das seit 1945 vermisste Kleinkind Martina, das von ihrer Mutter Ursula gesucht wird. Das Mädchen wurde unter der Nummer 312 registriert. Nachdem Ursula davon ausgegangen ist, dass ihr einstiger Verlobter Achim Lenau an der Ostfront gefallen ist, hat sie geheiratet, ohne ihrem Gatten Dr. Richard Gothe zu sagen, dass sie bereits einmal verlobt war und eine Tochter namens Martina hatte. Martina hat sie während der Flucht aus dem Osten verloren und glaubt inzwischen, dass sie wie Achim tot ist. Aus der Ehe mit Richard ist ein Junge namens Helmut hervorgegangen, die Familie lebt in gutsituierten Verhältnissen. Als Ursula in einer Illustrierten die Suchanzeige mit dem Bild eines Mädchens sieht, glaubt sie, ihre Tochter wiederzuerkennen. Sie ist zutiefst erschüttert, hat aber große Angst, ihrem Mann von diesem unehelichen Kind zu erzählen. Als sie ihm schließlich doch alles erzählt, übt er Druck auf sie aus, zunächst nichts zu unternehmen. Richard fürchtet, durch solche in den 1950er Jahren als „skandalös“ empfundenen Umstände eine in Aussicht stehende Beförderung zu gefährden. Als Richards Schwester Johanna davon erfährt, überredet sie ihn dazu, das in einem Heim lebende Mädchen zu adoptieren. Da außerdem eine weitere Frau behauptet, Martinas Mutter zu sein, soll ein Gericht den Fall prüfen. Derweil taucht auch der totgeglaubte Achim Lenau wieder auf. Er war jahrelang in sowjetischer Kriegsgefangenschaft und sucht den Kontakt zu Ursula, die er noch immer liebt und ganz offenbar zurückhaben will. Dies wird zu einer zusätzlichen Belastung von Ursulas und Richards Ehe. Schließlich kommt das Gericht zu einem Urteil: Martina wird ihrer Mutter Ursula zugesprochen. Jetzt ist auch Richard bereit, Martina als seine Tochter anzunehmen. Ursula und Richard bekommen zu ihrem Sohn Helmut somit auch eine Tochter hinzu. Johanna und Achim sind sich derweil bei dem Versuch der Konfliktlösung ebenfalls näher gekommen und beschließen, zusammenzubleiben.
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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