Im nächsten Leben ist ein Kurzfilm von Marco Gadge von 2011.
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Die Tragikomödie spielt am Rande des Zweiten Weltkriegs und besteht aus zwei Handlungsabschnitten, die etwa gleich lang sind. Die erste Hälfte erzählt davon, wie der jüdische Italiener Guido sein Leben auf humorvolle Weise meistert, seiner „geliebten Prinzessin“ Dora den Hof macht und sie schließlich als Ehefrau gewinnt. Während Dora in einer italienischen Kleinstadt als Lehrerin tätig ist, betreibt Guido eine kleine Buchhandlung, in welcher der gemeinsame Sohn Giosuè bisweilen mithilft. Dass sich Giosuè mit einem Spielzeugpanzer vergnügt, bekommt im zweiten Teil der Geschichte seine Bedeutung. Dieser beginnt mit der Deportation von Guido und Giosuè in ein nationalsozialistisches Konzentrationslager, das an einem Gebirge liegt und fiktiv ist, aber stark an Auschwitz erinnert. Dora lässt sich freiwillig ebenfalls in das Lager bringen, dessen Insassen unter unmenschlichen Bedingungen zu schwerer Arbeit gezwungen werden. Zum Beispiel müssen Guido und die anderen Häftlinge schwere Ambosse durch eine Fabrik tragen. Um seinen Sohn zu beschützen und ihn vor der grauenvollen Realität zu bewahren, erzählt ihm Guido, der Aufenthalt sei ein kompliziertes Spiel, dessen Regeln sie genau einhalten müssten, um am Ende als Sieger einen echten Panzer zu gewinnen. Hierbei versucht der Vater alles Mögliche, um seinem Sohn den Aufenthalt im Lager so angenehm wie möglich zu gestalten und die Fassade der Täuschung aufrechtzuerhalten. Um in den dunklen Abendstunden seiner Ehefrau Dora über das Gelände des Lagers hinweg ein musikalisches Zeichen zu senden, richtet Guido heimlich in einem Salon den Trichter eines Grammophons auf ein geöffnetes Fenster und spielt darauf eine Schallplatte mit der Barkarole „Belle Nuit“ aus der berühmten Oper Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach von 1881 ab. Noch in Freiheit lebend, hatte sich Guido zusammen mit Dora, als sich das Paar langsam näherkam, dieses klassische Werk während einer Opernaufführung in einem Theatersaal angehört. Als bei Kriegsende das Lager in Aufruhr gerät, verkleidet sich Guido mit Kopftuch und Wickelrock als Frau, um unerkannt in die Frauenabteilung zu gelangen und dort seine Frau Dora zu suchen. Doch er wird entdeckt und erschossen, während sich Giosuè, immer noch nichtsahnend und den letzten Instruktionen des Vaters folgend, in einem Kasten, der im Hof an einer Wand steht, versteckt hält. Selbst wenige Sekunden vor seiner Erschießung in einem dunklen Winkel des Lagers erheitert Guido augenzwinkernd seinen Sohn, der durch einen Schlitz in dem Kasten das Geschehen still verfolgt, mit albernen Hampeleien und einem breiten Grinsen. Am nächsten Tag wird das Kind im verlassenen Lager von einem amerikanischen Panzerfahrer aufgelesen und mitgenommen, weswegen es sich im Glauben wähnt, das Spiel tatsächlich gewonnen zu haben. Bald darauf findet der auf „seinem“ Panzer sitzende, eine lange Reihe von befreiten Gefangenen entlangfahrende Giosuè seine Mutter wieder und erzählt ihr aufgeregt von seinem Gewinn, dem echten Panzer. In der Original-Fassung spricht sein erwachsenes Ich die Worte „Dies ist meine Geschichte, dies ist das Opfer, welches mein Vater erbracht hat, dies war sein Geschenk an mich.“
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
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