Friedrich gelingt in den 1950er Jahren die Flucht aus Ostdeutschland in den Westen. Bei seiner Ankunft wird er mit den Worten „Herzlich Willkommen“ begrüßt. Doch kaum hat er eine Anstellung gefunden, erlebt er alles andere als einen herzlichen Empfang. Er arbeitet als Lehrer und Betreuer für schwer erziehbare Jugendliche in einer ehemaligen Burg. Die Einrichtung wird von einem Ex-Nazi geleitet, der sie mit Hilfe der kriminellen und tyrannischen Jungen führt. Trotz dieser Hindernisse gelingt es Friedrich, eine Beziehung zu einem Jungen aufzubauen, der ein ehrliches Leben führen möchte, und er beginnt eine Affäre mit einer attraktiven Lehrerin der Schule.
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Ostdeutschland in den ausgehenden 1940er Jahren. Die Sowjetmacht hat ein stalinistisches Regime errichtet, das ein Aufatmen nach zwölf Jahren Hitler-Diktatur kaum möglich macht. In diesem Umfeld totaler Überwachung und staatlicher Drangsalierungen wächst der Jugendliche Friedrich Dombrowski auf. Eines Tages begeht er eine läppische Dummheit, für die er von den SED-Sozialisten drakonisch bestraft wird: Der kleine Friedrich muss für zehn Jahre in Bautzen einsitzen. Nach seiner Haftverbüßung flieht er sofort gen Westen und lässt sich in der Bundesrepublik der Adenauer-Zeit nieder, die zum großen Teil von alten Reaktionären und gewendeten Alt-Nazis bevölkert ist. Einer von ihnen ist Friedrichs ehemaliger Schuldirektor Dr. Fischer, der mittlerweile ein Heim für teils schwer Erziehbare, teils geistig behinderte oder zumindest sozial geschädigte Jugendliche leitet. Fischer tut dies mit der ihm innewohnenden, reaktionären Grundhaltung, die sich auf eine Erziehung der „harten Hand“ und des „Wegschließens“ von Problemfällen begrenzt. Verständnis zeigen oder gar das Eingehen auf die Probleme seiner Zöglinge sieht Fischers Erziehungskonzept nicht vor. In diese Welt gerät Friedrich, denn sein alter Schulleiter bietet dem Ostflüchtling eine Praktikantenstelle in seiner Erziehungsanstalt an. Der junge Mann mit seinem idealistischen Wertekanon ist entsetzt, welches Regiment Dr. Fischer aufgebaut hat, und möchte als Erzieher alles anders machen. Nach anfänglicher Zurückhaltung und Vorsicht findet er in seiner direkten Vorgesetzten Elke Kramer eine Verbündete. Will sie zu Beginn ihre eigene Karriere nicht gefährden und wagt daher nicht, gegen Fischers Methoden aufzubegehren, so schlägt sich Elke in zunehmendem Maße, nachdem sie sich in den jungen Kollegen Friedrich verliebt hat, auf dessen Seite. Bald aber gerät Friedrich an seine emotionalen wie fachlichen Grenzen. Die 13-jährige Iris etwa, die von ihrem Vater sexuell missbraucht wird, bittet Friedrich in ihrer Verzweiflung, sie zu adoptieren oder sogar zu heiraten – nur um dem Elend ihrer jetzigen Existenz zu entkommen. Und der kleine, sechsjährige Fritz, der ihn nicht nur des Namens wegen an seine eigene Kindheit erinnert, steht vor einem nicht weniger großen Problem: der aufgeweckte, aber auch labile Junge soll in die Psychiatrie abgeschoben werden. Friedrich weiß, dass er jetzt handeln muss, und er beschließt, gemeinsam mit Elke und Fritz aus dieser Erziehungshölle zu fliehen …
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