Versicherungsdetektiv John Fuller kommt einem möglichen Doppelmord auf die Spur. Mel, der Bruder eines Opfers, hilft ihm bei der Aufklärung des Falls – oder spielt er nur ein Spiel mit ihm?
Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Der Komponist Gustav von Aschenbach reist nach Venedig, um sich zu erholen. Ein Dampfschiff, das den Namen Esmeralda trägt, gleitet im Morgengrauen in die Lagune der Stadt, während das Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie zu hören ist. Auf dem Deck sitzt der Komponist – im Mantel eingeschlossen und mit einem Schal vor der Kälte geschützt – in die Weite blickend. Als Aschenbach das Schiff verlassen und in die Gondel steigen will, belästigt ihn ein zudringlicher, auffällig geschminkter Greis mit anzüglichen Gesten und Redensarten, worauf er sich indigniert abwendet. Der rothaarige Gondoliere wiederum bringt ihn nicht nach San Marco, wo er den Vaporetto nehmen will, sondern gegen seinen Wunsch direkt zum Lido, an dessen Strand das Grand Hotel des Bains steht. Dort nimmt er Quartier und stellt zunächst Bilder seiner Frau und seiner Tochter auf. Während er in der Hotelhalle auf das Abendessen wartet und das vierköpfige Hausensemble Salonstücke von Franz Lehár leiert, fällt ihm eine Gruppe polnischer Jugendlicher auf, die von einer Gouvernante begleitet wird. Wie gebannt bleibt sein Blick auf dem schönen Knaben Tadzio hängen, der, mit einem englischen Matrosenanzug bekleidet, gedankenverloren in den Raum schaut. Mit seinen schulterlangen, blonden Haaren und der lässigen Haltung hebt er sich von den gescheitelten, züchtig gekleideten Schwestern ab. Von diesem Bild ausgehend, gleiten Aschenbachs Gedanken zurück zu einem langen Gespräch mit seinem Freund und Schüler Alfried, der mit dem Werk des Lehrers vertraut ist. In der immer emotionaler und heftiger werdenden Auseinandersetzung diskutieren sie grundlegende Fragen der Ästhetik, die für Aschenbach mit seiner auch erzieherisch verstandenen Rolle als Künstler verbunden sind. Zentral ist hierbei die Frage, ob Schönheit künstlerisch oder natürlich entstehe und als Naturphänomen der Kunst überlegen sei. Alfried vertritt dabei vehement die These von ihrer Natürlichkeit, was filmtechnisch durch das gleichzeitige Einblenden des Gesichts Tadzios unterstützt wird. Schönheit bestehe aus vielen und häufig mehrdeutigen Elementen – Musik sei die Mehrdeutigkeit selbst, was er mit einer einfachen Melodie aus dem Finale der vierten Sinfonie Mahlers am Klavier demonstriert. In den folgenden Tagen beobachtet Aschenbach, wie der Junge mit seinen Gefährten spielt und im Meer badet. Er scheint beliebt und geachtet zu sein, da sein Name häufig gerufen wird und er beim Bau einer Sandburg Anweisungen erteilt. Sein engster Freund ist der kräftigere und dunkelhaarige Jaschu, ein Pole wie er, der in einer Szene den Arm um seine Schulter legt und ihn auf die Wange küsst, worauf der Beobachter lächelt und bald darauf einige am Strand erworbene Erdbeeren verzehrt. Kurz danach warnt ein britischer Hotelgast eindringlich davor, frisches Obst am Strand zu erwerben. Einmal trifft Aschenbach den Schönen inmitten einer Gruppe aufgeräumter Jugendlicher im Hotelfahrstuhl und kommt ihm sehr nahe. Als Tadzio rückwärtsgehend den Lift verlässt, wirft er dem Beobachter laszive Blicke zu. Aufgewühlt erreicht Aschenbach sein Zimmer, erinnert sich an ein weiteres, von persönlichen Vorwürfen begleitetes Streitgespräch mit Alfried und beschließt, Venedig zu verlassen. Doch der Entschluss ist zaghaft, und der von den Worten „Gott möge dich segnen“ begleitete Abschied von Tadzio lediglich vorläufig. Als am Bahnhof sein Gepäck vertauscht wird, lässt er sich zum Lido zurückbringen, erleichtert, ja voller Freude darüber, erneut in seiner Nähe sein zu dürfen. Zuvor sieht er, wie ein ausgezehrter Mann in der Bahnhofshalle zusammenbricht, ein Zeichen der sich nähernden Seuche. Bald will er Näheres erfahren, wird aber stets vertröstet. So wiegelt der schmeichlerische Hoteldirektor ab und spricht von aufgebauschten Skandalgeschichten der ausländischen Presse. Als der Knabe einige Tage später, umhüllt von einem weißen Badetuch und mit nackter Schulter, dicht an Aschenbachs Strandhütte vorüberschlendert und ihn anblickt, wird er zu Teilen einer Komposition angeregt. Es erklingt das Misterioso aus der dritten Sinfonie mit Nietzsches Trunkene(m) Lied „Oh Mensch! Gib Acht!“, das sich im vierten und letzten Teil seines Zarathustra findet. Am folgenden Tag, noch immer unter den Klängen des trunkenen Liedes, begibt er sich wie üblich zum Strand und trifft unter dem überdachten Holzsteg auf Tadzio, der mit zwei Freunden spricht, die sich eben entfernen. Tadzio nimmt Aschenbach wahr und dreht sich vor ihm kokett um drei der Stäbe. Aschenbach ringt mit sich und hebt zögerlich den Arm, als wollte er ihn ansprechen. Da läuft der Junge davon und lässt ihn zurück. Geschwächt tastet Aschenbach sich an den Hütten entlang und lehnt sich mit angestrengtem Gesicht an eine der Holzwände. Während Tadzio sich in der nächsten Szene an Beethovens Klavierstück Für Elise versucht, denkt Aschenbach an eine Begegnung mit der Prostituierten Esmeralda, die das Stück ebenfalls gespielt hatte. Eines Abends kehrt der Junge von einem Ausflug zurück und geht dicht an Aschenbach vorüber, wobei ihre Blicke sich kreuzen. Tadzio lächelt ihn an. Erschüttert lässt er sich in der Dunkelheit auf einer Bank nieder, spricht vor sich hin und bekennt schließlich: „Ich liebe dich!“ Bald darauf tritt eine vierköpfige Musikantengruppe im Vorgarten des Hotels auf und unterhält das Publikum mit schmachtenden Straßenliedern. Unter ihnen tut sich ein rothaariger Gitarrist und Sänger hervor, der die Schnulze Chi vuole con le donne aver fortuna vorträgt und sich den Gästen auf der großen Terrasse mit Faxen und Grimassen nähert. Während seine freche Darbietung viele Anwesende amüsiert, bleiben Tadzio und seine Mutter ernst und reagieren distanziert bis verlegen. Aschenbach wirkt angespannt und empfängt gelegentlich Blicke des Jüngeren, der anmutig mit dem linken Unterarm an der Brüstung lehnt. Die Gruppe wird hinausexpediert, kehrt aber zurück und spielt einen witzigen Schlager mit Lach-Refrain, den der Gaukler mit teils obszönen Gesten begleitet. Sein rhythmisches Lachen ist so komisch und unbändig, dass es auf einige Zuhörer und selbst die Gouvernante und eine der Schwestern Tadzios ansteckend wirkt. Fragen nach der Seuche beantwortet der Sänger ausweichend. Tags darauf berichtet ein freundlicher Reisebüroangestellter am Markusplatz zögernd von der indischen Cholera, die sich seit einigen Jahren ausbreite und auch in Venedig bereits viele Opfer gefordert habe. Er rät Aschenbach, lieber heute als morgen abzureisen. Während der ausführlichen Erklärung malt Aschenbach sich aus, wie er sich der vornehmen, perlengeschmückten Mutter Tadzios nähert, sie vor den Gefahren warnt und dem herbeigerufenen Sohn über den Kopf streichelt. Es gelingt Aschenbach nicht, seine Leidenschaft für den Knaben platonisch zu bewältigen und weiter für sein Schaffen zu nutzen. Immer mehr verliert sich der Alternde in Tagträumen und Gefühlen für den unerreichbaren Jüngling, mit dem er kein Wort wechselt, der im Laufe der Zeit aber die Leidenschaft bemerkt und reagiert, indem er ihm geheimnisvolle Blicke zuwirft und für ihn posiert. Er verfolgt Tadzio, seine Schwestern und die Gouvernante durch die Gassen und über die Plätze Venedigs bis in den Markusdom, wo er ihn beim andächtigen Gebet beobachtet. Von einem schwatzhaften Coiffeur lässt er sich die ergrauten Haare und den Schnurrbart schwarz färben, das Gesicht weiß schminken, die Wangen mit Rouge betonen, Lippenstift auftragen und eine Rose ins Knopfloch stecken und ähnelt nun dem aufdringlichen Gecken, der ihn bei seiner Ankunft belästigt hatte. So zurechtgemacht, verfolgt er die Gruppe erneut, bis er an einem Brunnen auf dem schmutzigen Boden zusammensinkt und in ein verzweifeltes Lachen ausbricht. In der folgenden Szene träumt er in seinem Hotelzimmer von einer ausgepfiffenen Aufführung in München und Alfrieds Vorwürfen. Nachdem er hochgeschreckt ist, wird das engelhafte Gesicht Tadzios vor blauem Himmel eingeblendet. Aschenbach erfährt, dass die polnische Familie abreisen wird. Als er sich an den nahezu menschenleeren Strand begibt, singt eine ältere Dame von einem Strandkorb aus in russischer Sprache das Wiegenlied aus Mussorgskis Liedern und Tänzen des Todes. Er trägt einen hellen Sommeranzug mit roter Krawatte, humpelt und ist so geschwächt, dass er sich bei einem jungen Hotelmitarbeiter abstützen muss. Im Liegestuhl erschöpft und mit hängenden Armen sitzend, beobachtet er ein letztes Mal den Knaben, während ihm die Farbe des gefärbten Haares über das erhitzte Gesicht läuft. Beunruhigt bemerkt er, wie das Spiel mit dem körperlich überlegenen Jaschu ausartet. Durch einen Sandwurf Tadzios gereizt, verwickelt dieser ihn in einen Ringkampf, lässt nicht von ihm ab und drückt sein Gesicht auf den Boden. Nachdem Tadzio sich etwas erholt und eine Versöhnungsgeste zurückgewiesen hat, schlendert er hinunter ans Meer, in dem sich die Sonne spiegelt, während erneut die entrückten Klänge des Adagiettos zu hören sind. Er watet durch das seichte, sich langsam vertiefende Wasser, bis er
Ausführlichere Inhaltsangabe aus
Wikipedia
(Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.