Mystery, Horror 2025 14m

Rotes Wasser

Regie: Julian Lippke

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Die neue Wohnung einer Studentin birgt ein albtraumhaftes Geheimnis – verborgen hinter einem farbig leuchtenden Disco-Duschkopf.

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Im Herbst des Jahres 1899 hockt die Danzigerin Anna Bronski, Oskars Großmutter, am Rand eines Kartoffelackers, als plätzlich der Brandstifter Joseph Koljaiczek, welcher vor den preußischen Feldgendarmen wegrennt am Horizont erscheint, welcher sie verzweifelt um Schutz bittet, woraufhin Bronski diesen unter ihrem Rock vor den Gendarmen versteckt. Dort hat schwängert Koljaiczek sie und neun Monate später bringt die nun mit Koljaiczek verheiratete Anna eine Tochter zur Welt, die sie Agnes tauft. Koljaiczek gelingt es noch ein Jahr, sich die Behörden vom Hals zu halten, doch als sie ihn finden flieht er und springt hierbei in einen See und wird nie wieder gesehen. Oskar spekuliert, dass er entweder ertrunken oder nach Amerika geflohen ist und in Chicago mit Brandschutzversicherungen zum Millionär geworden ist. Als junge Frau verliebt sich Agnes in ihren Cousin, den Polen Jan Bronski, heiratet jedoch den Deutschen Koch Alfred Matzerath, ohne ihr Verhältnis mit Bronski zu beenden. 1924 kommt dann Oskar Matzerath zur Welt. Der intelligente, später frühreife Oskar hat schon als kleines Kind das Bedürfnis, seine Umwelt genau zu beobachten. Zu seinem dritten Geburtstag bekommt er eine Blechtrommel geschenkt, welche weiß-rot lackiert ist (wie die Nationalfarben Polens). Während der Feierlichkeiten zu Oskars dritten Geburtstag, beschließt Oskar jedoch, dem Gesaufe und Verhalten der Erwachsenen abgeneigt, nicht mehr zu wachsen und stürzt sich mit Absicht die Kellertreppe hinunter. Von diesem Tag an hört Oskar auf zu wachsen. Seine Trommel lässt er nicht mehr aus der Hand nehmen und nimmt diese überall mithin. Zudem entwickelt er einen lauten, schrillen Schrei, mit welchem er Glas zerbersten lassen kann. Von anderen Kindern hält sich Oskar eher fern. Als einige Nachbarskinder im Hinterhof lebende Frösche in kochendes Wasser werfen und mit Urin anreichern, wird er gezwungen, ein paar Löffel des Gebräus zu schlucken. Jeden Donnerstag macht Agnes Matzerath, tatsächlich oder nur vorgeblich, Einkäufe in der Stadt und trifft sich danach zum Sex mit Bronski in einer Pension. Stets gibt sie Oskar währenddessen bei dem jüdischen Spielzeug- und Gemischtwarenhändler Sigismund Markus ab, bei dem er eine neue Trommel bekommt, wenn die alte verschlissen ist. An einem dieser Donnerstage steigt Oskar auf den Stockturm und lässt von dort aus die Fenster des Stadttheaters bersten. Bei einem Zirkusbesuch 1936 mit seinen Eltern freundet sich der noch immer 94 Zentimeter kleine Oskar mit dem Artisten Bebra an, welcher 52 Jahre alt ist und sein Wachstum mit zehn Jahren eingestellt ist. Bebra, der Oskars Fähigkeiten bewundert und als für einen Zirkus geeignet ansieht, lädt ihn ein, mit ihnen zu ziehen, doch Oskar möchte lieber in Danzig bleiben. Nachdem Alfred Matzerath in die NSDAP eingetreten ist, versteckt sich Oskar bei einer NS-Massenveranstaltung unter dem Rednerpult. Er fängt an, einen Walzertakt zu trommeln, auf den die Musikkapelle einstimmt und die Menschen daraufhin zu tanzen beginnen. Die Veranstaltung muss jedoch wegen plötzlich aufziehendem starken Regen abgebrochen werden. Am Karfreitag 1938 fährt die Familie nach Brösen. Am Ufer der Ostsee zieht ein Stauer einen Pferdekopf aus dem Wasser, in dem sich Aale gesammelt haben. Voller Ekel wendet sich Agnes ab und erbricht sich. Alfred hingegen kauft dem Stauer Bündel Aale ab und bereitet zu Hause Aal Grün zu. Noch immer traumatisiert von dem Anblick des Pferdekopfes weigert sich Agnes vehement die Aale auch nur zu probieren, was Alfred nicht hinnehmen will, woraufhin es zum Streit kommt und Agnes weinend aus dem Zimmer flüchtet. Bronski geht zu ihr, greift der schluchzenden Agnes unter den Rock, um sie zu befriedigen und zu beruhigen. Das Geschehen wird von Oskar beobachtet, der sich im Kleiderschrank des Schlafzimmers versteckt hatte. Als Bronski und Agnes wieder ins Esszimmer kommen, setzt sie sich an den Tisch und verspeist schweigend und mit trotzigem Gesichtsausdruck das bereits erkaltete Aalgericht. Agnes offenbart ihre von ihr selbst so empfundenen Sünden im Beichtstuhl. Der mitgenommene Oskar klettert auf eine Marienstatue und versucht, ihr Jesuskind zum Betätigen seiner Blechtrommel zu bringen. Da es stumm bleibt, übernimmt Oskar das Trommeln selbst, bis er vom herbeistürmenden Geistlichen verscheucht wird. Danach beginnt Agnes, wahllos Fisch zu verschlingen, nachdem sie, offenbar von Bronski, schwanger wurde. Agnes will das Kind aber nicht. Ihr Mann Alfred zeigt dafür kein Verständnis. Es sei doch egal, von wem das Kind ist. Später stirbt Agnes an einer Fischvergiftung. Als Markus auf ihrer Beerdigung auftaucht, wird er von nazitreuen Trauergästen verjagt. Im November 1938 verwüsten SA-Männer das Geschäft von Markus, der sich daraufhin das Leben nimmt. Oskar fährt mit Bronski zu Kobyella, dem Hausmeister der polnischen Post, der seine verschlissene Trommel reparieren könnte. Als Bronski und Oskar das Gebäude betreten, wird Bronski zur Verteidigung des Postamts eingezogen. Oskar erspäht eine neue Blechtrommel, die auf dem obersten Brett eines Regales liegt, möchte sie herunterziehen. Als Kobyella ihm dabei helfen will, wird er von Granatsplittern getroffen. Durch die Detonation fällt die Trommel vom Regal und rollt direkt vor Oskars Füße. Das Gebäude wird von den deutschen Angreifern eingenommen, Bronski und weitere Verteidiger werden erschossen. Da Oskar für die Bedienung der Kundschaft im Kolonialwarenladen seines Vaters nicht geeignet ist, stellt Alfred die Nachbarstochter Maria Truczinski ein. Bei einem ihrer Bade-Ausflüge an die Ostsee schüttet Maria Brausepulver in ihre Hand und vermischt es mit Oskars Speichel. Anschließend leckt sie die aufschäumende Mischung auf. Als Alfred eines Abends zum Feiern der deutschen Kriegserfolge und seiner Beförderung zum Zellenleiter ausgeht, darf Oskar mit in Marias Zimmer übernachten. Die beiden schlafen im selben Bett und wiederholen das Spiel mit dem Brausepulver. Oskar leckt Maria auch welches aus ihrem Bauchnabel, worauf es zum Sex zwischen den beiden kommt. Eines Tages überrascht Oskar Maria in flagranti mit seinem Vater. Als Maria schwanger wird, glaubt Oskar, dass das Kind von ihm ist. Alfred und Maria heiraten, die 1941 einen Jungen zur Welt bringt, der den Namen Kurt erhält. Oskar lässt sich mit Lina Greff ein, deren Mann sich nach der Aufdeckung seiner Beziehungen zu Hitlerjungen das Leben nahm. Später trifft Oskar wieder auf Bebra, der inzwischen mit seiner Artistentruppe im Dienst des Reichspropagandaministeriums steht. Bebra stellt Oskar die schöne, ebenfalls kleinwüchsige Italienerin Roswitha Raguna vor. Dieses Mal schließt sich Oskar dem Zirkus an und fährt 1944 mit den anderen Kleinwüchsigen nach Frankreich, wo er schnell zum Star der Attraktion wird. Eines Abends nach einem Auftritt hat Oskar Sex mit Roswitha und verliert so seine Jungfräulichkeit. Jedoch muss das Wehrmachtsquartier, wo die Artisten mit untergebracht sind am nächsten Morgen geräumt werden, da es von den vorrückenden Alliierten angegriffen wird. Als Roswitha sich vor der Abreise noch eine Tasse Kaffee aus der Feldküche holt, wird sie hierbei von einer Granate getroffen und getötet. Oskar kehrt schließlich ins im Trümmern liegende Danzig zurück, wo er von Alfred sichtlich erleichtert empfangen wird. Zu Kurts dritten Geburtstag bekommt er von Oskar, wie versprochen, eine Blechtrommel. Im Frühjahr 1945 stoßen Soldaten der Roten Armee nach Danzig vor. Als die Russischen Soldaten ihr Haus stürmen versuchen Alfred, Maria, Oskar, Kurt und Lina Greff noch vergeblich, sich im Keller zu verstecken, werden jedoch entdeckt. Lina wird von mehreren der Soldaten vergewaltigt. Alfred muss befürchten, durch sein Parteiabzeichen enttarnt zu werden. Oskars Versuche, seinem Vater zu helfen, sind vergebens. Alfred sieht keinen anderen Ausweg mehr, als sein Parteiabzeichen zu verschlucken, welches ihm jedoch im Halse stecken bleibt, woraufhin er von den Russen erschossen wird. Der Kolonialwarenladen der Mazeraths wird Herrn Fajngold nach der NS-Kapitulation zugesprochen, dessen Frau und sechs Kinder in Treblinka ermordet wurden. Alfred wird in einem Sarg begraben, welcher notdürftig aus Lebensmittelkisten zusammengezimmert wurde. Während der Beerdigung seines Vaters wirft Oskar seine Trommel in das offene Grab. In diesem Moment wird er von einem Stein am Hinterkopf getroffen, den Kurt geworfen hatte. Oskar stürzt in das Grab, wird aber nur ohnmächtig. Seine Trommel lässt er im Grab zurück. Im Alter von nun 21 Jahren setzt sein Wachstum wieder ein. Nach Kriegsende 1945 zieht Maria Matzerath mit Oskar und Kurt zu ihrer Schwester ins Rheinland. Die Frau Fajngolds wollte Maria nicht werden, der ihr dies angeboten hatte, um einer möglichen Vertreibung zu entgehen. In der letzten Szene geht die Reise mit dem Zug in eine ungewisse Zukunft. Oskars Großmutter bleibt in der Heimat zurück. Neben den Bahngleisen ist wieder eine Frau, die nun alte Anna Koljaiczek, auf einem Kartoffelacker zu sehen.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

Szenen, Videos & Fakten

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Länder
Germany
Studio
Fachhochschule Dortmund

Besetzung

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