Wie jeden Freitagabend versammelt sich eine Männerrunde in der zugemüllten Riesenwohnung von Sportreporter Oskar zum Pokern. Doch daraus wird diesmal nichts, die Runde muss sich in Krisenintervention üben: Ihr Freund Felix hegt mehr oder wenig ernst gemeinte Suizidabsichten. Seine Frau will sich vom Tüpflischisser/Hypochonder nämlich nicht nur scheiden lassen, sondern hat ihn auch per sofort vor die Türe gesetzt. Oskar, ebenfalls verdientes Scheidungsopfer, weiss, wie sich Felix fühlt, und gewährt ihm unbefristetes Asyl.
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Felix Ungar, ein New Yorker um die 40, checkt in einem billigen Hotel ein und verlangt nach einem Zimmer möglichst weit oben. Seine Frau hat sich nach zwölf Jahren Ehe von ihm getrennt, nun will er sich umbringen. Beim vergeblichen Versuch, das festsitzende Fenster zu öffnen, zerrt er sich den Rücken. Während er weiter durch die Stadt irrt auf der Suche nach einer zweiten „Chance“, bringen seine fünf besorgten Freunde, die ihre wöchentliche Pokerrunde bereits gestartet haben, in Erfahrung, was er vorhat. Als er dann bei ihnen auftaucht, spielen sie die Ahnungslosen, halten aber nur so lange durch, bis er in Tränen ausbricht, und fallen regelrecht über ihn her mit ihrer Anteilnahme. Schließlich beruhigen sich alle, und der Hausherr Oscar Madison, der selbst seit einem halben Jahr getrennt von Frau und Kindern lebt, bietet Felix an, bei ihm einzuziehen. Beide arbeiten fürs Fernsehen (Oscar als Sportreporter, Felix als Nachrichtenschreiber) – ihr Naturell aber könnte kaum gegensätzlicher sein. Oscar ist ein Charmeur und Hedonist, der unbekümmert in den Tag hinein lebt, am liebsten auswärts isst und seine 8-Zimmer-Wohnung derweil verlottern lässt, insbesondere die Küche. Felix hingegen ist ein Hypochonder, der sich für einen Pechvogel hält, ein Kontroll- und Ordnungsfreak, der unaufhörlich putzt, plant und spart und vor der nächsten Pokerrunde sogar die Karten desinfiziert. Die beiden unfreiwilligen Junggesellen könnten sich prächtig ergänzen und tun es ein Stück weit auch: Oscar bemüht sich, Felix’ Anspannung zu lösen; der wiederum bekocht den liebenswerten Liederjan und sorgt so dafür, dass Oscar endlich einmal den Unterhalt pünktlich überweist. Sein Ordnungs- und Reinlichkeitsfimmel artet aber bald schon in Terror aus. Die Situation eskaliert, als Oscar die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches in greifbarer Nähe wähnt... Im Fahrstuhl hat er zwei Frauen angebaggert und daraufhin Felix überredet, sich auf ein Rendezvous zu viert einzulassen. Der hat durchgesetzt, wie üblich selbst zu kochen, und empfängt nun den etwas verspätet heimkehrenden Oscar mit eisigem Schweigen; der „Fleischauflauf“ sei kaum noch zu retten. Die beiden Engländerinnen erscheinen – zwei Schwestern, die eine geschieden, die andere verwitwet –, und während Oscar die Drinks mixt, manövriert sich Felix, unfähig zum lockeren Smalltalk, wieder in eins seiner melancholischen Tiefs und bricht in Tränen aus, als er über das Verlorene klagt: Frau, Kinder, Wohnung. Gerührt stimmen die Schwestern in sein Weinen ein und laden die beiden Männer, in Anbetracht des verkohlten „Fleischauflaufs“, zum sofortigen Gegenbesuch in ihre Wohnung ein. Oscar ist begeistert. Und im nächsten Moment völlig entgeistert, als Felix sich weigert mitzukommen; auch das Argument, dass er mit seiner Larmoyanz der ungleich chancenreichere Kandidat sei, zieht nicht. Am Tag darauf ist es Oscar, der sich in eisiges Schweigen hüllt. Immerhin musste er die Nacht damit zubringen, Tee zu trinken und den Frauen Felix’ Lebensgeschichte zu erzählen. Das sei der absolute Tiefpunkt ihrer dreiwöchigen Liaison, hält er Felix vor, als dieser ihn zur Rede stellt. Doch es geht noch „tiefer“: Als ihn der pedantische Felix gleich darauf – ohne böse Absicht, aus reiner Gewohnheit – schon wieder bei einer „Ordnungswidrigkeit“ ertappt, rastet Oscar aus und jagt ihn durchs Treppenhaus bis auf die Dachterrasse. Dort kündigt er ihm „Ehe“ und Wohnung. Felix kontert mit dem Vorwurf, damit sei er verantwortlich für alles, was mit ihm nun geschehe – und verschwindet. Oscar bereut und sucht mithilfe der Freunde nach ihm, vergeblich. Zurück in der Wohnung, steht eine der Schwestern vor der Tür und verlangt nach den restlichen Sachen von Felix, ihrem neuen Mitbewohner. Der erscheint bald darauf persönlich, entspannt und gutgelaunt. Er befreit Oscar von seinem „Fluch“ und verabschiedet sich von der Freundesrunde mit dem Versprechen, beim nächsten Pokern wieder dabei zu sein. Oscar seinerseits entdeckt eine nachlässig entsorgte Zigarette und mahnt die Herren zur Ordnung – dies sei „eine Wohnung und kein Schweinestall“.
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