Dokumentarfilm 2024 1h 8m

Dahomey

Regie: Mati Diop

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

November 2021: 26 königliche Schätze aus Dahomey werden Paris verlassen, um in ihr Ursprungsland, Benin, zurückgebracht zu werden. Zusammen mit mehreren tausend anderen Werken wurden sie während der Invasion der französischen Kolonialtruppen im Jahr 1892 geplündert. Doch wie sollte man mit der Rückkehr dieser Vorfahren in einem Land leben, das sich erst aufbauen und mit ihrer Abwesenheit zurechtkommen musste? Während die Seele der Werke freigesetzt wird, tobt unter den Studenten der Universität Abomey Calavi eine Debatte.

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Drei Skulpturen im Musée du quai Branly aus dem ehemaligen Königs­palast in Dahomey, mit Hinweis­tafeln auf ihre künftige Restitution Mati Diops Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Rückgabe von 26 der königlichen Schätze des Königreiches Dahomey an Benin. Diese wurden während der Kolonialzeit geraubt und nach Frankreich gebracht. Erzählt werden die Geschichten der geplünderten afrikanischen Kunstwerke, gemischt mit Fiktion. Im November 2021 gab Frankreich 26 aus dem einstigen Königreich Dahomey geraubte Kulturgüter offiziell an das westafrikanische Benin zurück. Vorausgegangen war der Bericht über die Restitution afrikanischer Kulturgüter an den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, erstattet 2018 von den Wissenschaftlerinnen Bénédicte Savoy und Felwine Sarr. Zu den Werken, die bis dahin im Pariser Museum für außereuropäische Kunst, dem Musée du quai Branly, zu sehen waren, gehören Statuen von den einstigen Monarchen von Dahomey, König Glélé, König Behanzin und König Ghézo, die von großer symbolischer Bedeutung sind. Auch ein Thron, der 1892 von französischen Truppen geraubt wurde, kehrte zurück. Nach der Landung der Fracht in Benin wurden die heimgekehrten Kunstobjekte von der tanzenden Bevölkerung Cotonous feierlich begrüßt. Die Kunstschätze wurden anfänglich in einem Museum im Präsidentenpalast in Cotonou ausgestellt. Diop zeigt in ihrem Film eine Riege von offiziellen Gästen und später auch Bürgern, die die zurückgegebenen Figuren dort bewundern. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen sie in der ehemaligen Königsstadt Abomey im Musée Historique d’Abomey ausgestellt werden. Diese einst pulsierende Stadt liegt etwa 65 Meilen von der Küste am Golf von Guinea entfernt. Diop zeigt eine Diskussion von Studenten der Université d’Abomey-Calavi darüber, was sie von der Rückführung der Kulturgüter halten. Die Auswahl der Teilnehmer der Diskussionsrunde traf die Regisseurin gemeinsam mit dem Regieassistenten Gildas Adannou. Einige Diskussionsteilnehmer kritisieren, dass lediglich 26 von insgesamt rund 7.000 Objekten zurückgegeben wurden, erinnern daran, was während der Kolonialisierung noch alles verloren ging, so Sprachen, Traditionen und ein Teil ihrer Geschichte, oder nennen die Rückgabe eine Imagekampagne von Emmanuel Macron. Sie diskutieren auch darüber, ob die Rückgabe Benins Präsident Patrice Talon anzurechnen ist oder nicht. ↑ Jordan Ruimy: Mati Diop’s 'Dahomey' to Premiere in Competition at Berlin Film Festival. In: worldofreel.com, 19. Januar 2024. ↑ David Katz: 20 European films we’re anticipating in 2024. In: cineuropa.org, 9. Januar 2024. ↑ euronews (deutsch): Schätze aus Dahomey: Frankreich gibt geraubte Kunst an Benin zurück auf YouTube, 9. November 2021, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 1:51 min). ↑ Schätze aus Dahomey: Frankreich gibt geraubte Kunst an Benin zurück. In: euronews.com, 9. November 2021. ↑ Rachida Houssou: Why Treasures Returned to Benin are still in boxes. In: justiceinfo.net, 7. April 2023. ↑ Musee Historique d’Abomey. In: momaa.org. Abgerufen am 19. Januar 2024.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Inhalt, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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Länder
France · Senegal
Studio
Les Films du Bal, Fanta Sy, ARTE France Cinéma
Freigabe
PG
Einspiel
$506 Tsd.

Besetzung

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