Animation, Kriegsfilm, Drama 1986 1h 20m

Wenn der Wind weht

„Eine Schreckensvision von morgen.“

Regie: Jimmy T. Murakami

Noch keine Kinokritiker-KritikEine redaktionelle Einordnung folgt, sobald sie veröffentlicht ist.

Zum Film

Handlung, Szenen & Fakten

Handlung spoilerarm

Worum es geht

Brittischer Zeichentrickfilm, der auf die Comics „Strahlende Zeiten“ von Raymond Briggs aufbaut und Bezug nimmt auf das Programm „Protect and Survive“. Das Rentnerpaar Hilda und Jim führt ein zufriedenes Leben. Den nahenden Atomkrieg nehmen sie zunächst nicht Ernst. Nur der staatsstreue Jim beschäftigt sich mit den Infobroschüren, mit seltsamen Tipps zum Überleben. Doch helfen diese im Ernstfall?

Ausführliche Handlung anzeigen Quelle: Wikipedia
Die Geschichte spielt während eines ungenannten Zeitraums – wohl aber in den 1980er Jahren („der Krieg ist schon 40 Jahre her!“) – im Kalten Krieg in England. Das Rentnerehepaar Hilda und Jim führt ein ruhiges und glückliches Leben am Rande eines Dorfes in der Nähe von London. Ihre Kinder sind längst aus dem Haus und beide sind mit sich selbst und ihren Angewohnheiten beschäftigt. Jim liest gerne Zeitung und informiert sich über die internationalen Entwicklungen, Hilda kümmert sich um ihr gemeinsames kleines Haus und lässt sich nicht von der mitteilsamen Art ihres Mannes stören. So lässt es sie auch zunächst kalt, dass sich die Welt auf einen Atomkrieg zubewegt, während Jim streng den Empfehlungen einer „Protect and Survive“-Broschüre Folge leistet. Jim befolgt die Anweisungen der Broschüre, in der erklärt wird, was man im Falle eines Atomschlages an Vorbereitungen zu treffen hat und wie man sich nach Abwurf der Bombe verhalten soll, z. B. auch, wie man sich gegen den radioaktiven Niederschlag schützen kann. Während Hilda in romantischen Erinnerungen an den letzten Krieg schwelgt, baut Jim aus den Türen des Hauses einen Schutzraum und glaubt, durch die gewissenhafte Befolgung aller Ratschläge alles Nötige für ihr Überleben getan zu haben. Beide gehen sehr unbekümmert miteinander um und sehen auch dem Krieg und seinen Folgen gelassen entgegen, insbesondere weil sich beide aufgrund ihrer Erfahrung mit dem letzten Krieg sicher sind, dass sie auch den kommenden schon überstehen werden. Jim und Hilda haben offensichtlich keine richtige Vorstellung von den Folgen einer Atomexplosion, aus den Ratschlägen der Regierungsbroschüre und den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges hat sich in ihren Köpfen ein verschobenes Bild festgesetzt. Als Jim in einem Telefongespräch mit seinem Sohn erfährt, dass dieser keinen Schutzraum baut, weil bei einem Atomkrieg ohnehin alles verloren sei, ist er aufgebracht und wirft seinem Sohn vor, sich nicht ausreichend um den Schutz seiner Familie zu kümmern. Hilda sorgt sich dagegen vor allem um ihren Haushalt, ständig ermahnt sie Jim, beim Bau seines Selbstschutzraumes nicht die Tapeten und Türen zu beschädigen. Trotzdem lässt sie ihren Mann gewähren, weil er ja Erfahrung in solchen Dingen habe und sie sich mit Politik nicht so gut auskenne wie er. Als der Atomschlag tatsächlich erfolgt, verstecken sich die beiden im Schutzraum und verbringen die Nacht darin. Am nächsten Tag sind sie scheinbar noch wohlauf und sehen sich im stark zerstörten Haus um. Während Hilda ans Aufräumen denkt, will Jim auf die in seinem Glauben unweigerlich bald eintreffenden Rettungskräfte warten und auch selbst helfen. Sie reden sich ein, dass es bald wieder zur Normalität komme, und begreifen nicht, dass sie offensichtlich die einzigen Überlebenden im weiten Umkreis sind. Es bleibt jedoch offen, ob sie diese Tatsache nicht vielleicht auch verdrängen, da die beiden zwar mehrfach von ihren Nachbarn sprechen, aber keinen Versuch unternehmen, einmal nach ihnen zu sehen. Es vergehen ein paar Tage, während derer sie versuchen, das Haus zu säubern, ihren verwüsteten und verbrannten Garten besichtigen und ihre Lebensmittelvorräte knapp werden. Das Ehepaar hat keine Chance, den Folgen der Atombombenexplosion zu entgehen. Wenngleich sie die Explosion zunächst überlebt haben, stellen sich rasch deutliche Anzeichen der Strahlenkrankheit auf Grund der Strahlung und des Fallouts ein. Dem Tod nahe verkriechen sich die beiden sterbend in Papiersäcke, immer noch darauf hoffend, gerettet zu werden, und beten.

Ausführlichere Inhaltsangabe aus Wikipedia (Handlung, DE), Lizenz CC BY-SA 4.0. Der Bereich kann Spoiler enthalten.

Szenen & Fakten

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Originaltitel
When the Wind Blows
Länder
UK
Studio
Penguin Books, British Screen Productions, TVC London, Meltdown Productions
Freigabe
6
Einspiel
$5,3 Tsd.

Besetzung

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